Hans Witteborg

Sati(e)rische Gedanken eines armen Hundes

Sati(e)rische Gedanken eines armen Hundes

 

Heute ist so ein Tag, an dem möchte ich am liebsten meinen Schwanz einziehen oder meine Vorderpfote in ein Tintenfaß tunken, um meine Gedanken per Abdruck meinen Ausdruck zu verleihen.

Leider habe ich keine Schule (auch keine Hundeschule) besucht, um das Schreiben zu lernen. Es mangelt mir auch an der rein physichen Fähigkeit. Aber denken kann ich, obgleich man mir dies hundsgemein abspricht.

Wieder einmal sind Sommerferien in denen sich die Herrschaften die Sonne auf den Pelz, pardon, auf die freien Hautstellen scheinen lassen wollen. Natürlich nicht zu Hause, natürlich ohne Verpflichtungen des Sich-Kümmern-Müssens. Das heißt selbstredend ohne das geliebte Familienmitglied mit dem Fell und vier Pfoten. Das ist plötzlich kein „Mit“ mehr. Hunde unerwünscht heißt es in den komfortablen Wohnhütten der reisewilligen Herrschaften. Da wird häufig schon mal ein Mithund an der Autobahn einfach abgesetzt! Soll das Viech doch sehen, wie es zurecht kommt. Wir lieben euch aber alle.

 

Zerberus sei Dank, meine

Herrschaften sind nicht so. Sie geben mich in den Hundeknast. Sie nennen es Tierheim. Heim! Daß ich nicht knurre.War da schon mal – bin dort sehr beliebt, weil ich friedlich und nicht aggressiv bin.

Meine Herrschaften haben mich vor einiger Zeit kastrieren lassen, damit es keinen Ärger mit der Besitzerin der hochnäsigen Pudeline aus der Nachbarschaft gab. Wuff, wuff. Frauchen war nicht schlau genug, dies auch bei Herrchen zu veranlassen. Aber Schwamm drüber, ich bin ja diskret! Was sich Menschen alles so ausdenken, um anderen die Freuden zu versauen. Wow!

Ich erinnere mich an die Begegnung mit einer Rottweiler-Dame, die sich über meine „Zurückhaltung“ wunderte. Auch sie klagte ihr Leid, trug sie doch einen Maulkorb. Nicht einmal kräftig zubeißen kann sie dadurch. Und wehe wenn... dann bedeutet das Todesstrafe durch Hinrichtung mittels Giftspritze.

Wie im Land der unbegrenzten Tödlichkeiten!

 

So, zwischendurch beim Knast angekommen. Gute Ratschläge wie sei schön brav. Müsstet ihr auch

ihr heuchlerischen Egoisten!

Gitter zu...Bellproteste von allen Seiten...nicht einmal seine Ruhe hat man hier. Nützt nichts. Wer einmal aus dem Blechnapf fraß......

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.07.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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