Marlene Remen

DAS GROSSE RENNEN 2. Teil

Das grosse Rennen oder ein etwas anderes Sportereignis


Zur Unterhaltung der Zuschauer spielte der Veranstalter noch die
Landesübliche Hymne ein, die aber von den Teilnehmern gar nicht
wahr genommen wurde. Sie waren damit beschäftigt, nach einer kleinen
Aufwärmrunde, sich ein wenig näher kennen zu lernen.

"Jo, sagte Maxl Grosshuber, ich komm aus dem Freistaat Bayern, dem
Land der Berge und Schlösser, so lautet unser Wahlspruch :
Mir san mir und do geht nix drüber !"

"Och, nee, ene Knödelmampfer, womet hammer dat verdeent ? ließ sich
die Stimme von Jupp Kölner vernehmen. Sach ens, Lederhose, jlöwt ihr
ech, ihr sitt allein op der Ärd ? Jejen uns Rheinländer sitt ihr doch
nur janz kleene Lichter. Denn mir, weeßte dat niet, mir han dä Kölner Dom,
do kumme ühre Schlösser doch jar net mött."

"Jo, mei, wir Mainzer habbe auch eine schöne Dom und unsere Meenzer
Fassenacht ist überall bekannt, meinte Karli Freilich ein wenig schüchtern.
"Jo Jong, do häste Recht, du un ech, mer zeige denne Andere wat sun
Karnevalsjecken alles künne, ne, Jong, lachte Jupp Kölner. Ever sach eens,
wat es dat für e lecker Mädche ?  Mademoiselle Petit hätt dä Stadionssprecher
gesäht, us Belgien, na, so wat. E richtig Leckerche es dat."

Sogleich war er auf Tuchfühlung gegangen, was aber von Jan-Willem Volkmers
aus den Niederlanden nur mit einem abschätzenden Lächeln registriert wurde.
" Jo, well, dit heb ik schon probiert, dat Meisje kann niet vastahn, sei spook
France , jo, well , echt lekker."

Keiner hatte auf die beiden letzten Teilnehmer geachtet, die gerade dabei
waren, sich fast in die Wolle zu kriegen. "Wie kannst du behaupten, von den
neuen Bundesländer kämen all die Krawalle, rief Berni Propowski, was war
denn auf dem G 20 Gipfel bei euch in Hamburg los ? Ich sag dir, das ist eine
Unverschämtheit, so Etwas zu sagen,"

" Mensch, is ja jut, gab Hein Thomsen kleinlaut von sich, so war dat doch nich
gemeint. Steh nur immer noch unter dem Schock , warum ausgerechnet in
meiner Heimatstadt solches stattfinden mußte. Wir Hamburger sind ein
freiheitsliebendes Völkchen und weltoffen für Alles, auch für dich aus Sachsen."

"Och, nu hürt ever op jetzt met dem Knatsch, rief Jupp Kölner, dat brengt doch
nix. Loßt uns op et Rennen konzentrere un luurt üch doch ens dä heerliche
Pris an, dofür lohnt et sech doch hei metzomache, oder net ?"
Beifälliges Gemurmel kam von Allen und der Schiedsrichter rief sie zur Startlinie.
"Bevor ich den Startschuss gebe, erkläre ich noch mal die Rennregeln, an die sich
Alle zu halten haben, jede Zuwiderhandlung wird mit sofortiger Disqualifikation
geahndet.

Keiner verläßt die Bahn, die ihm zugewiesen wurde, die Strecke darf nur laufend
und die Hindernisse müssen überklettert werden. Ich erwarte ein faires Rennen
und möge der Beste gewinnen, sagte er mit strengen Blick durch seine dicke
Glasbaustein-Brille.

Beiden Zuschauern stieg die Spannung und sie erwarteten voller Ungeduld
den Startschuss zum Beginn des Rennens.


Fortsetzung folgt ........









 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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