Christa Astl

Der kleine Rennfahrer

 

 

Endlich kann Nori alleine Rad fahren. Er fährt mit der Mama zum Spielplatz, aber bald ist ihm das zu wenig weit.  Er will in die Welt fahren, ganz, ganz weit.

Aber ein Radfahrer braucht viel, und Nori hat nur ein kleines Fahrrad, sonst nichts.

Also fährt er los. Als erstes besucht er Laurin, und der schenkt ihm einen neuen, violetten, glänzenden Radhelm, dass sein Kopf bei einem Sturz geschützt ist.

Nori bedankt sich und radelt weiter. Dann trifft er den Onkel Edwin, und der schenkt ihm eine neue Radlerhose. Die alte war vom Sitzen auf dem Fahrradsattel ganz durchgewetzt. Eine schöne, blaue, tolle Radlerhose.

Nori bedankt sich und radelt weiter. Es ist heiß und die Sonne brennt auf seinen Rücken. Kurze Zeit zieht er sein T-Shirt aus, aber da bekommt er Sonnenbrand. Als er sich wieder anziehen will, merkt er, dass sein T-Shirt am Rücken ein großes Loch hat. Aber er hat kein Geld, ein neues zu kaufen. Da trifft er die Laura, und die geht mit ihm einkaufen und sucht ein ganz buntes T-Shirt mit einer lustigen Figur drauf aus. Weil Geld übrig bleibt, können sie sich noch was zum Trinken kaufen. Nori kauft sich Kokosmilch, und Laura mag lieber Schokomilch.

Nori bedankt sich und radelt weiter, er will ja in die Welt. Aber es wird spät und die Sonne geht bald unter.

Da trifft er seinen besten Freund Linus, der sagt, er hat ein leeres Bett zu Hause. Nori kommt mit und schläft bei Linus. Am nächsten Morgen klappt Linus das Bett so klein zusammen, dass Nori es ganz einfach in seinen Hosensack stecken kann, denn Linus kann zaubern?

Nori bedankt sich und radelt wieder weiter, er hat ja noch einen weiten Weg.

Aber er wird müde, die Beine tun ihm weh vom Treten, die Arme auch, weil er sich so fest halten muss, und auch der Kopf tut ihm weh vom dauernden Auf-die-Straße-Achten.

Müde setzt er sich an den Straßenrand. Da kommt der große, starke Max daher. Er hebt Nori auf seine Schultern, nimmt in die eine Hand das Kinderfahrrad und in die andere den Rucksack, und geht mit Riesenschritten die Straße zurück, bis zum Haus von Nori, wo die Mama schon vor der Türe steht und auf ihn wartet, weil sie süße Kirschnocken gekocht hat.
 

NoChA 01.08.17

(Die Geschichte hat sich wieder mein Enkel ausgedacht, und ich habe sie mit nur kleinen Änderungen aufgeschrieben)



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.08.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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