Anne Eckardt

Game over Teil 1

Es war Freitag. Ich hatte meine Sachen gepackt und war bereit mich mit meinen Freunden Sven, Hanna, und Viola auf den Weg zur GameStadion zu machen. Erst vor zwei Tagen hatten wir die Nachricht erhalten dass wir mirmachen durften. Wir waren so mit Spieler in einem Spiel aus dem man, war man einmal dabei, nicht so einfach wieder aussteigen konnte. Auf den ersten Blick war alles nur eine virtuelle Welt die man betrat in dem man sich in einen blauen Kasten mit undurchsichtigen Deckel legte. Doch es war mehr. Es war Das Spiel. Ein Spiel bei dem jährlch dutzende Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 ihr Leben verloren. Trotzdem meldeten wöchendlich hunderte um bei Dem Spiel mitzumachen.Ob man dabei war oder nicht erfuhr man wenn man, von einer anonymen Stelle, einen dunkelroten Briefumschlag zugeschickt bekam in dem sich eine weißer Zettel befand. Auf diesem Zettel stand ein einziges Wort: Spieler. Unter dieses Wort war ein farbiger Kreis gedruckt welcher einem anzeigte in welchem der 5 Teams man sich befand. Es gab ein rotes, ein gelbes, ein blaues, ein grünes, und ein lilafarbenes Team. Dally, Hanna und Viola würden gemeinsam mit mir das grüne Team bilden.

Das GameStadion lag am Ende einer langen Straße und war auf drei Seiten von einer parkähnlichen Anlage umschlossen. Das Gebäude selber hatte entfernt Ähnlichkeit mit einem, verkehrtherum liegenden Ruderboot. Es war mit silbernen Metallplatten verkleidet und besaß einen kleinen Vorbei aus Glas den wir durch eine Drehtür betraten. Der Vorbau selber war ein recht winziger Raum in dem es außer zwei Kübeln mit künstlichen Zimmerpalmen nicht viel gab. Wir durchquerten den Vorbau und gelangten durch eine weitere Tür in die Eingangshalle. Diese hatte inetwa die Größe eines Fußballplatzes. In ihrem Zentrum plätscherte ein steinerner Springbrunnen vor sich hin. Genau dahinter befand sich der Empfangstresen. Zu diesem gingen wir und zeigten einer freundlichen Dame unsere Anmeldung. Darauf hin griff sie in einen schwarzen Kasten neben sich und holte von dort vier grüne Armbänder in die auf der Vorderseite. Sie reichte sie uns und sagte: „Bitte befestigen sie diese Armbänder an ihrem rechten Handgelenk. Sie messen während des gesammten Spiels ihre Vitalfunktionen.“ Wir machten es. Anschließend sagte sie die Frau: „Bitte begeben sie sich nun in die Startraum hinter der grauen Tür.“ Wir drehten uns herum, einige Meter hinter uns befand sich an der Wand eine etwa 3 Meter hohe Tür aus grauem Stahl.

Ich war etwas nervös als wir uns der Tür närten. Sie öffnete sich von selbst und gab den Blick ins Innere des Startraumes für das grüne Team frei. In dem Raum gab es nicht sehr viel. Ausser den Kapseln, in die wir uns begeben mussten, sah ich nur vier Umkleidekabinnen in einer Ecke des Raumes. In jeder der Kabinen hingen die selben Kleider: Eine enganliegende weiße Hose, ein hellblaues T-Shirt, so wie sandalenartige Schuhe.
Wir begaben uns in die Kabinen und zogen uns um. Dann war es an der Zeit sich in die Kapseln zu begeben.

Die Kapseln waren ovale, liegenartige Geräte die mich entfernt an die Stühle in einer Zahnarztpraxis erinnerten. Über der Liege war ein aufgeklappter Deckel der Außen aus heller Hartplaste und im Inneren aus einer art grünblauem Schaumstoff bestand. Genau in der Mitte des Deckels war von Innen ein winzige Metallplatte angebracht aus der in der Mitte ein graues Kabel heraus hing. Unten an dem Kabel war eine Manschette angebracht welche sich die Spieler um den rechten Oberarm legen mussten. Ich kroch hinein und merkte wenige Sekunde später wie sie sich von selber aufpumpte und sich hauteng um meinen Arm legte. „Ok“ dachte ich mir und legte mich anschließend in die Kapsel. Ich wartete. Anschließend wurde ich von einer angenehmen Computerstimme dazu aufgefordert meine Augen zu schließen und mich zu entspannen. Ich tat es und nur wenige Sekunden später begann der Countdown.

 

Level 1: Der Schlüssel

 

10, 9, 8,....die Stimme zählte rückwärts während ich mich selber fühlte als würde ich halb fallen und halb in der Luft schweben. Rings um mich herum bestand der Raum aus blauem Licht und einer Art weißlichem Nebel (anders lässt es sich nicht beschreiben) der einem in Form von großen, konzentrischen Ringen entgegen kam, während man langsam nach unten schwebte. Dann hatte ich endlich den Boden erreicht. Der Nebel lichtete sich und ich blickte mich um. Dieses Level bestand aus einem großen Raum welcher in regelmäßigen Abständen durch niedrige, mit Fliesen verkleidete Mauern durchbrochen wurde. An den Mauern hingen Waschbecken. Ich wollte einen Schritt nach vorne machen stieß aber dabei gleich gegen eine unsichtbare Wand. „Warte Julia“ sagte Viola neben mir plötzlich „Wir müssen 30 Sekunden warten bevor wir uns in das Level begeben könne.“ Ich nickte und begann im Kopf rückwärts zu zählen und dann gab uns endlich ein kurzer Piepsiegnal von der Startfläche frei. „Was müssen wir hier machen?“ fragte Hanna. Sven nestelte in seiner Hosentasche wobei mir mit etwas Verspätung auffiel dass sich unsere Kleidung verändert hatte: Wir trugen nun alle lange, enganliegende schwarze Hosen, dunkelbraune Lederstiefel und einen weihnroten Pullover, zu dem war etwas um meine Hüfte gebunden was auf den ersten Blick wie ein dicker Gürtel aus Stoff aussah, sich aber bei näherer Betrachtung als zusammengerollte Jacke entpuppte. Dann gab es einen Gongton....Das Startsignal für unsere Gruppe. „Also“ sagte Sven der inzwischen einen weißen Zettel in seiner Hand hielt „Hier steht: Irgend wo in diesem Raum muss sich ein Schlüssel befinden. Euer Team muss ihn finden und sich anschließend zur Tür auf der nördlichen Seite des Raumes begeben. Dort ist die Tür zu Level 2.“ Ich suchte automatisch den Raum nach etwas ab was wie ein Schlüssel aussah. Doch ich fand zu nächste nichts was einem Schlüssel auch nur ähnlich sah. Im Augenwinkel bekam ich mit wie Hanna begann die Waschbecken abzusuchen. Sie probiert jeden einzelnen Wassserhahn aus ob er funkzionierte. Bei ungefähr jedem 3ten kam ein Wasserstrahl heraus. „Ich finde hier nichts was wie ein Schlüssel aussieht“ sagte Dally nach einigen Minuten frustriert. Sie hatte schon den ganzen Raum nach dem Schlüssel abgesucht ihn aber nicht gefunden.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.08.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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