Christa Astl

Nori, Laura und der Geist


Wieder eine Geschichte vom 5jährigen kleinen Dichter

 

Laura und Nori spielen im Zimmer mit der Prinzessin Zuckersüß. Auf einmal geht das Licht aus. Die Kinder sind sehr erschrocken und fürchten sich. Da sehen sie etwas Weißes vorbeihuschen. Laura steckt sich ganz fest zu Nori, dass er sie beschützt. Das Weiße ist nämlich ein Geist, der vorbei schwebt. Nori aber hat keine Angst und fragt: „Geist, was willst du von uns?“ – „Ich habe Durst“, sagte der Geist, „gebt mit was zu trinken.“ Zuckersüß bringt ihm Bier, sie hat die Flasche aus Opas Keller geholt. Aber der Geist mag kein Bier. Nori holt ihm einen Becher Wasser vom Bad. Aber der Geist mag auch kein Wasser. Da hat Laura eine Idee: „Vielleicht mag er was Süßes“? Sie läuft in die Küche, nimmt die Flasche mit Himbeersaft aus dem Kühlschrank und mischt ein Glas sehr süßen Saft. Da freut sich der Geist und trinkt es in einem Zug leer.

„Darf ich noch mit euch spielen?“, fragt der Geist. „Wir könnten alle zusammen spuken und die Leute erschrecken!“ – „Das ist nicht schön, meint Laura, „außerdem ist es schon spät und dürfen nicht mehr hinaus“. – „Dann machen wir das morgen?“, fragt der Geist. „Leute erschrecken ist dumm“, sagt Nori, „aber du könntest den Kindern was schenken, dass sie sich nicht fürchten“.

Zuckersüß malt gerade ein Bild mit vielen Zuckerln. Die packt der Geist in einen großen Sack und bringt sie am nächsten Tag den Kindern. Zuerst erschreckt er sie aber ein wenig und ruft „Huhuuu“. Als sich die Kinder zu fürchten beginnen, wirft er ihnen schnell ein paar Zuckerl hin und alle mit einander lachen und freuen sich.
Geister sind nicht immer böse.

 

 

NoChA 19.08.17

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