Niemand sieht im dichten Nebel die Hand vor Augen. Alles erscheint zudem still, so als wäre man beinahe schon vollständig taub. Sich darin zu bewegen, ist wohl ein Erlebnis, welches nicht jeden von uns begeistern dürfte, da es uns auch eine gehörige Portion Angst auf die Stirn treiben wird.
Wie einer Glocke ähnlich, drückt der Nebel von oben auf die Menschen, die darin nur schemenhaft zu erkennen und anscheinend zu keiner Regung fähig sind. So sind sie ja in diesem Nebel so gut wie unsichtbar und gefangen gehalten und wie könnten sie dort nur zu einer Regung fähig sein?
Aber der Nebel hat auch gute Eigenschaften, so fungiert er wie eine Schutzhülle, der die Menschen zärtlich einhüllt in diesen grauen Dunst, der so undurchschaubar anmutet, wie die Zahlenkombination eines sündhaft teuren Safes, der nur mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung theoretisch zu knacken ist.
Niemand entgeht dem Nebel, wenn er die Menschen einmal eingefangen und eingekreist hat. Wenn sich dann noch ein eintöniges Grau vor ihren Augen aufbaut, erinnert die ganze Szenerie an ein Spukschloß.
Wohl niemand wird gerne durch den Nebel marschieren, ist er aber erst einmal mitten drin, gibt es kein entrinnen mehr. So ähnlich, als würde man in einem Schwimmbad von einem der Startblöcke ins Wasser springen und dort tief eintauchen, mit der Gewissheit aber, dem anschließendem Tauchvorgang kaum ausweichen zu können. Genauso wenig als als wenn man in einen Nebel eintauchen müsste, der plötzlich wie eine „Fata-Morgana“ vor einem auftaucht und es erst einmal keine Möglichkeit mehr besteht, sich in irgendeiner Weise davon befreien zu können.
Würde es jedoch keinen Nebel mehr geben, würde ihn natürlich auch niemand so recht vermissen - außer vielleicht man müsste aus zweifelhaften Gründen auf „Tauchstation“ gehen. So brauchen also dann doch eine gewisse Zahl von Menschen diese Art von „Nebel“, zumindest diesbezüglich und dies werden sicher auch nicht wenige sein.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.09.2017.
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Der Dämon und das Bauernmädchen | Erotischer Roman
von Doris E. M. Bulenda
»Ich werde ein Engerl für euch rufen. Das wird über euch wachen, wenn ihr beieinanderliegt. Und den Samen vom Hans in die Agnes pflanzen. Dann wird das hübsche Mädchen bald guter Hoffnung sein.« Mit einem Kind wollen das junge Bauernmädchen und ihr Geliebter ihre Heirat erzwingen. Aber die Beschwörung geht schief, ein dunkler Dämon erscheint und entführt Agnes in seine Welt. Doch statt Angst und Schrecken erfährt Agnes ein wildes Feuerwerk der Leidenschaft, denn ihr dämonischer Gebieter ist ein wahrer Meister des Liebesspiels. Mit dem festen Vorsatz, das Bauernmädchen für sich zu gewinnen, greift er zu allen Tricks der lustvollen Verführung, wobei ihm seine ausgeprägte dämonische Anatomie zugutekommt.
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