Felicia Rüdig

Über die Hölle

Die Hölle ist ein Ort der Pein und Qual. Übeltäter kommen dorthin und werden von Dämonen und dem Teufel gepiesackt.
 

Wie die Hölle ist, fragen Sie? Das ist doch einfach; sie ist leicht zu beschreiben. Unterirdisch liegt sie, hat nur einen Eingang, aber keinen Ausgang - wer einmal hier ist, verläßt sie faktisch nicht mehr.

Ein unangenehmer Ort ist die Hölle; sehr heiß ist es dort, und zwar überall. Es ist so, als würde überall ein Feuer brennen. Und trotzdem ist es sehr dunkel. Angesichts der Überfüllung ist dieser Umstand schon sehr unangenehm. Als Höllenbewohner möchte man der Hitze ausweichen und muß immer aufpassen, daß man niemandem auf die Zehen tritt bzw. auf die Zehen getreten bekommt.

Ich bin schon seit urewigen Zeiten in der Hölle. Als klar wurde, daß ich dort hinkommen würde, habe ich mir eine Taschenlampe mit dauerhafter Batterie besorgt. Wenn ich einziehe, möchte ich mir schon einen Überblick verschaffen (und natürlich auch behalten), wo ich bin. Und vielleicht auch ein bekanntes Gesicht entdecken.

Ein Trugschluß, wie sich schnell herausstellte. Die Höllenbewohner leben in kleinen, lückenähnlichen Räumlichkeiten. Es gibt mehrere Öfen und Heizungen, die viel Energie abgeben. Da es keinerlei Sitzmöglichkeiten gibt, sind wir Bewohner immer in Bewegung. Es gibt zwar viele Getränke, aber keine Waschgelegenheit. Der Gestank ist dementsprechend bestialisch und kaum auszuhalten.

Aber wir sind doch tot und körperlich nicht mehr existent, können Sie nun als Leser entgegenhalten. Wieso braucht man da Essen und Trinken? Als Geistwesen brauchen wir natürlich keine Nahrung, dafür aber Trinken. Sonst schrumpfen wir, bis wir nur noch ein winziger, kleiner Punkt im Höllenuniversum sind.

Geld und Tand ist in der Hölle wertlos; mal davon abgesehen, daß er verbrennen würde, hätten wir auch niemanden, den wir damit bestechen könnten. Fürsprecher gibt es nicht, nur Ganoven. So wie Ferdinand hier links von mir - er wollte mir doch tatsächlich meine (verbrannte) Geldbörse klauen...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.10.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Infinity: Zeitgenössische, zärtliche Lyrik aus Wien - Hietzing von Heinrich Soucha



Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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