Gherkin

MANIFESTOPHELES

Schalom, am 11.11. um 11:11 Uhr stelle ich meine 1. Manifestopheles zur freien Verfügung. Ab und an, in unregelmäßigem Abstand, folgen weitere, typische Gedankensplitter.

Freut Ihr Euch? Ja, Ihr freut Euch!

 

Irr-, Wahn- und Schock-Witziges plus Irr-, Wahn- und Fein-Sinniges aus der Feder Gherkins

(Bizarres, Krudes, Sinn freies, Merkwürdiges, Befremdliches, Groteskes, Halbwahrheiten)

„Manifestopheles“, Chapter 1 (12 bitternette Socordia-Guffaw-Paralipomena)


 

 

  1. Es gibt ein zynisches Dauergrinsen, wie gemeißelt, eines Politikers, da gefriert dir das Blut in den Adern, lieber Bürger! Das permanente Lachen des Grauens: Kennst du den Hofer mit dem See? Da fällt sogar im Sommer Schnee! Hier friert das Badewasser ein, erstarrt ein Engel gar zu Stein, erstirbt des Lebens süßer Schein prompt zu kaltem Totgebein! O sein Chef-Inquisitoren-Lachen, es kann dich wahrlich glauben machen: Die Hölle gibt es, jetzt und hier! Und zwar im Freistaat mit dem Bier! Horst Seehofer nennt der Höllenkaiser sich, sein Todesgrinsen: Wahrlich fürchterlich! Jamaika olé!!
  2. In diesem Kontext mag es ja interessieren, dass die Statistik für Deutschland ausweist, dass sich in der Woche, in der Klaus-Rainer Jackisch innerhalb der 17-Uhr-Tagesschau über die aktuellen Börsenwerte berichtet, mehr Bundesbürger das Leben nehmen als bei den anderen Börsen-Experten Sissy Hajtmanek, Markus Gürne und Stephan Wolff.

 

  1. Wisset: Denn wenn Systeme zerbrechen, wenn Politiker versagen (was sie ja so gut wie dauernd tun), wenn Strukturen verblassen, wenn die Moral im Korruptions-Sumpf versinkt, wenn Ethik und Anstand im Treibsand jämmerlich ersticken, dann bleibt nur das nackte Bürger-Individuum übrig, das auf seinen Verstand angewiesen ist/bleibt.

 

  1. Mit das Lächerlichste und Unglaubhafteste im TV sind die Szenen, in denen ein Autor höchst interessiert in den eigenen Werken blättert. Peinlicher geht es wirklich nicht.

 

  1. Ich glaube, da gehen alle d´accord mit mir: Es gibt nichts Schärferes, Megageileres, Ultracooleres und Hyperangesagteres als die Top-in-Crowd-IT-Kids, die rappenden Pomm-Bär-Kinder. Dieser Groove, diese Moves… Sagenhaft! Und diese Paula-Kids. Brille auf und hart abgerappt.

 

  1. Früge man vor einem erweiterten Selbstmord die unschuldigen, arglosen Kinder, die  von ihren Eltern aus Narzissmus, Rachsucht, Egomanie, Hass oder purer Eitelkeit mit in den Tod gerissen werden sollen, so käme man zu jener verblüffenden Ansicht, dass diese das Leben in so gut wie allen Fällen vorzögen. Das ist ein Fakt! Aber ändert das etwas an dem fortgesetzt ausgeführten erweiterten Mors voluntaria? Nein. Mitnichten.

 

  1. Einstellungstest für upper management-Kandidaten in der höchsten Chef-Etage der Banken-Elite: Übersetzen Sie bitte ins Englische – „Der trantütige Fachsimpler kommt alles andere als auf der Tüten-Nudelsuppe daher geschwommen, arg krekel krakeelt er hanebüchenes Kauderwelsch im schlicht-schicken Zweireiher...“ (PT-Quote: ca. 14 %)  

 

  1. „Du scheinst mir ja ein niedlicher Chaot zu sein, ein stinkender, verkommener, debiler Gewebehaufen noch dazu!“ „Hurra! Ich bin ein stinkender, verkommener und debiler Gewebehaufen!“ – „Ähem… das war eine Beleidigung, Mann!“ „Hurra! Beleidigung, Beleidigung, Beleidigung!! Ich wurde beleidigt! Das bedeutet strikte Aufmerksamkeit!“

 

  1. Solitude, o my bitter sweet Solitude: Ergo wanke ich fortgesetzt trunken vor heftiger Depression, Schwermut, Melancholie, Traurigkeit und Ernüchterung (Hat jemand das Paradoxon bemerkt? Nein? Keiner? Na ja, drauf gepfiffen…) lautstill durch die Straßen und stammele: „Ich möchte endlich kennengelernt werden, ihr Menschen, eeeendlich!“

 

  1. „Nun denn, Hiltruda“, fragte Moritz seine untreue Ehefrau, „sollte ich einen Gattenmord in Betracht ziehen, sprich?“ Hiltruda beeilte sich, diese Frage stringent zu verneinen.

 

  1. Einst, als sehr kleines Kind, habe ich fast 5 Jahre lang ernsthaft geglaubt, fürs jeweils nachfolgend miserable Wetter verantwortlich zeichnen zu müssen, weil ich mein Essen nicht zur Gänze, wie von den Eltern verlangt, vertilgt hatte. Was Eltern ihren Kindern so alles antun… „Dein Schutzengel ist jetzt ganz, ganz traurig, weil er DAS mit ansehen musste…“ „Jetzt rotiert dein armer Großpapa, Gott hab ihn selig, sicher im Grab, weil du so unartig warst…“ „Dafür kommt dich ganz sicher der Schwarze Mann in der Nacht holen, Bürschchen!“ (Da liegst du als Kind mit klappernden Zähnen im Bett und achtest auf wirklich JEDES Geräusch in der Nacht) Oder, der Klassiker: Ich glaube nicht, dass dich bei DIESEM VERHALTEN der Weihnachtsmann dieses Jahr besuchen wird. Und auch das Christkind ist jetzt ganz arg traurig, du böser Junge, du! (Ganz abgesehen davon, dass Knecht Ruprecht mit bösem Grinsen bereits die Rute parat hält. Ist die Kindheit wirklich so wundervoll, wie uns allen immerzu vorgegaukelt wird?)

 

  1. Ohne Kleinhirn kein Leben, Faktum! Dagegen lebt es sich gänzlich ohne Hirn doch recht famos, wie ich nach prüfendem Blick nach rechts außen und auch nach links feststellen musste. Denn je geringer der IQ, desto lauter ertönt stets der Ruf nach der Todesstrafe. WIR HABEN KEIN RECHT…


Anmerkung: Besorgter Bürger: Darf der das überhaupt? Diese Geschichte mit Horst Seehofer? Darf der das so schreiben? Antwort des Satirikers: Ja, der darf das. Das geht so in Ordnung. Und eigentlich ist es noch viel zu harmlos!
 

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