Heidelind Matthews

Magie


An einem unbekannten Ort vom Wald beschützt, schlummern die
Überreste einer längs vergessenen Burg. Lautenklänge durchdringen
die Stille. Die Vögel ringsherum sind verstummt. Nur der Wind säuselt
leise.

Am Fuße des Berges verharrt ein Wanderer und lauscht der
wehmütigen Melodie. Seine Fantasie malt ihm geheinmisvolle
Bilder.

Ein Minnesänger betritt den Burghof. In seinen Augen schimmern
Tränen. Seine rührenden Lieder locken die Herzallerliebste auf den
Balkon. Ehrfürchtig verbeugt er sich vor ihrem Liebreiz und wirft
mit elegantem Schwung eine rote Rose zu ihr hinauf. Zärtlich kosen
ihre Lippen die Blütenblätter, auf denen seine Tränen schimmern.

Zum letzten Mal in dieser sternklaren Nachter erklingen seine Lieder,
denn es zieht ihn hinaus in die Ferne. Ihr Abschiedskuss, getragen
auf den Flügeln des Windes, wird ihn begleiten und Hoffnung
schenken für ein glückliches Wiedersehen.

Die Musik verstummt. Sterntränen fallen auf die Erde.
Wolkenschatten verstecken schnell ihren Kummer. Der Wanderer
setzt gerührt seinen Weg fort.

(c) 2013

Diese Minigeschichte ist entstanden nach einem Besuch auf der Wartburg.Heidelind Matthews, Anmerkung zur Geschichte

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