Marlene Remen

DIE STERNENKINDER

Schon seit Tagen war der Himmel über dem kleinen Ort wolkenverhangen
und es regnete immerzu. Nun waren es nur noch wenige Tage bis zum
Weihnachtsfest und es wollte gar keine rechte weihnachtliche Stimmung
aufkommen. Würde dieser Regen so weiter gehn, fielen die Schneeträume
der kleinen Lisa buchstäblich ins Wasser.

"Mami, fragte sie, ich hab mir doch den neuen Schlitten gewünscht, aber,
wenn es keinen Schnee gibt, dann brauche ich ihn nicht. "
"Nun laß doch nicht gleich den Kopf hängen, meinte Mama, das Wetter kann
sich doch noch ganz schnell ändern und es gibt doch Schnee zu Weihnachten."
So recht glaubte Mama aber auch nicht daran, nur sagte sie es ihrer Lisa nicht.

In der nächsten Nacht hatte Lisa einen Traum, der ihr sehr viel zu Denken gab.
Sie war ein Sternchen und machte sich auf den Weg, um noch ganz viele andere
Sternchen zu finden, aus jedem Land auf dieser Erde eins und dann wollten sie
alle zusammen über dem Nordpol leuchten. Nur blieb nicht mehr viel Zeit,
denn zum Weihnachtsfest waren es nicht mehr viele Tage.

Nun können Sternchen aber sehr schnell von einem Ort zum Anderen kommen,
so gab es doch die Hoffnung, daß es klappen würde. Die Sternchen über Europa,
sie waren schnell zusammen und weiter ging es. Die afrikanischen dauerten etwas
länger, denn es gibt ja so viele Länder dort. Über Australien waren auch ein paar
zu finden, sie kamen dazu. Zwischen den Nord und Süd Amerikanischen Sternchen
war ein heftiger Streit entbrannt, wer denn nun mitkommen durfte. Da sprach das
Lisa-Sternchen aber ein Machtwort und meinte, jedes hat das Recht, sich auf den
Weg zu machen, gebt Ruhe ! Nun fehlten noch alle Sterne aus den Asiatischen Ländern,
auch das waren sehr Viele.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Nordpol, um sich dann dort zu treffen
und zu einem, großen Stern zu werden. Und es gelang, alle Streitigkeiten waren ausgeräumt,
denn sie hatten ja ein Ziel, eine Botschaft für die Menschen auf der Erde .
Ganz gleich, aus welchem Land jemand kommt, gemeinsam und mit Liebe kann
es gelingen, diese Welt und die Herzen ein wenig friedvoller zu machen.
Und alle Sternchen, die sich zusammen gefunden hatten, sie leuchteten als ein großer,
heller Stern für die Menschen auf der Erde.

Lisa erzählte ihrer Mama diesen Traum und Mama meinte, er sei wunderschön.
Dann zeigte sie nach draussen und Lisa konnte sich vor Freude gar nicht mehr
einkriegen.  "Es schneit, Mama, sieh nur, es schneit, nun wird es doch noch eine
wunderschöne, weiße Weihnacht werden!"
"Ja, mein Liebes, da freue ich mich mit dir und sie nahm ihre Kleine ganz lieb
in ihre Arme.
 


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.12.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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