Onkel Sam wurde von seinen amerikanischen Besitzern in der Wohnung zurückgelassen,
als diese aus unserer Stadt abgezogen wurden und zurück in die Staaten mussten.
Er wurde als halbjähriges Katzenbaby von Mitarbeitern des Tierheimes aus der Wohnung gerettet und
kam ins Tierheim.Dort gab man ihm den Namen - Onkel Sam -. Bei einem Besuch im Städtischen Tierheim
verliebte sich mein Sohn und ich in das kleine schwarz-weiße Katerchen.
Onkel Sam kam und siegte! Er war zauberhaft!
Er war ein zärtlicher Schmusekater, aber auch ein richtiger Draufgänger. Außer Mäusen, die er
uns fast täglich präsentierte, brachte er auch Vögel mit nach Hause. Diese legte er uns zu Füßen, lebend!
Wir konnten sie einfangen und in die Freitheit entlassen, ohne dass ihnen auch nur eine Feder fehlte.
Onkel Sam war ein Jäger!
Eines Nachts schrie mein Sohn: "Nein er soll nicht das Häschen fressen"! Unser Katerchen hatte in
der Nacht einen kleinen Hasen, auch "lebend" mit gebracht. Dieser flüchtete unter das Bett meines Sohnes.
Onkel Sam sperrten wir in ein anderes Zimmer. Nachdem wir dicke Handschuhe angezogen hatten,
gelang es uns das zitternde Häschen zu fangen und es unbeschadet in den Garten zu setzen,
sofort flüchtete es.
Onkel Sam war zärtlich und sehr verschmust! Er konnte so herrlich schnurren! Unseren Nachbarn stattete er
gern einen Besuch ab , machte es sich dann in deren Betten bequem. Zum Glück waren sie sehr tierlieb.
Sie freuten sich über seine Besuche. Das Angebot von mir, die Bettwäsche zu waschen, schlugen sie aus.
Zum Einkaufen begleitete mich Onkel Sam, wartete vor dem Geschäft und zusammen traten wir den Heimweg an.
Unser abendliches Ritual bestand aus einem gemeinsamen Spaziergang, zu dritt.
Meinen Sohn brachte er zu Schule und holte ihn wieder ab. Er muss wohl dort auf ihn gewartet haben.
Für die Kinder war Onkel Sam der Star! Da sich das Klassenzimmer im Erdgeschoss befand, schaute er des öfteren
durchs Fenster, was den Klassenlehrer gewaltig störte. Er ließ mir durch meinen Sohn ausrichten: "er möchte nicht
das der Kater mit zur Schule kommt ,er verbietet es!
Ich schrieb dem Lehrer: Sehr geehrter Herr..., ich habe mit unserem Kater gesprochen und es ihm verboten,
allerdings kann ich Ihnen nicht versprechen, dass er sich an das Verbor hält!
Ach, ja dieser Pädagoge!!!
Die Schüler bekamen eine neue Klassenlehrerin, die sich mit den Kindern freute, wenn Onkel Sam zu Besuch kam.
Sie machte "Tiere"zum Unterrichtsthema.
Onkel Sam genoss sein Leben in vollen Zügen! Ließ sich gerne streicheln und stellte dann seinen Motor an:
schnurr, schnurr...
Besagter Lehrer teilte meinem Sohn eines Tages mit, dass er Onkel Sam, tot auf der Straße hat liegen sehen.
Wir suchten nach ihm, konnten ihn nicht finden.
Unser geliebter Stromer kam nicht wieder. Ich hege den Verdacht, dass.....
Onkel Sam durfte nur für 2 Jahre unser Begleiter sein.
Voller Liebe denken wir an die schöne, aufregende Zeit mit ihm !
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Margitta Lange).
Der Beitrag wurde von Margitta Lange auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.12.2017.
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