Christiane Höfel

Das größte Geschenk aller Zeiten

Wieder einmal ist es soweit. Die Weihnachtszeit ist in vollem Gange und der Heiligabend nähert sich mit Riesenschritten. Voller Erwartung schaukelte die kleine Elli Bett hin und her und malte sich aus, was Sie nun dieses Jahr geschenkt bekommen würde. In ihr kochte eine Mischung aus Erwartung und Angst vor Enttäuschung, denn ihr Vater war gerade arbeitslos geworden und ihre Mutter warnte Elli, dass sie dieses Jahr kein Geschenk bekommen könne. Als sie im Bett lag erinnerte sie immer wieder ihre Tränen, welche durch diese Vorwarnung über ihre Wangen flossen. Jetzt schlief Elli noch drei Nächte – dann war der Heiligabend angebrochen. In der Hoffnung, dass die Eltern ihre "Drohung" doch nicht wahr machen, lief sie aufgeregt Korridor auf und ab. Sie hatte doch da etwas gehört von einer Puppe, die tanzen und singen kann und dabei noch Purzelbäume schlägt? Ach sowas wäre doch toll, dachte sie. Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, trieb Ellis Fantasie ihre Blüten. "Noch eine Viertelstunde bis zur Bescherung", dachte sie. In Gedanken gegen Sie mit der Puppe die mit einer Freundin in die Disco und stellt ihre neue Freundin auch in der Schulklasse vor. Sie tanzte mit eher und beide tauschten ihre Kleider aus. Dann kam das große Glockengeläut. Mama und Papa riefen "Elli, du kannst kommen". Die Eltern hatten alles wunderbar geschmückt. Der künstliche Tannenbaum stand sie jedes Jahr am Fenster mit elektrischen Kerzen und besonders geschmackvoll arrangierten bunten Kugeln aus dem Weihnachtskoffer. Auf dem Wohnzimmertisch stand ein riesiger Süßigkeitenteller, auf den Elli gleich losstürzen wollte. Ihre Mutter lächelte sie freudig und zugleich traurig an. Sie fragte aufgeregt, “wo ist denn nun mein Gabentisch?“ Erwartungsvoll drehte Elli den Kopf hin und her, jedoch waren keine Geschenkspäckchen zu sehen. Sie weinte. Leicht verärgert schaute sie den Papa an. Dieser sagte mit trauriger gedämpfter Stimme: “Kind du weißt, ich muss noch Schulden ab bezahlen, wir können uns alle dies ja nichts schenken. Sobald ich kann, mache ich dir das wieder gut. Dann fahren wir in die Stadt und etwas aussuchen. Wir mussten uns schon Geld von der Oma leihen für unser bescheidenes Mahl. Elli setzte sich auf den Schoß ihres Vaters und weinte. Der Vater schaute ihre Mutter an, also bei ihr was sagen wollte. “Naja gut!" sagte die Mutter, und holte den Gebäckskarton, den sie eigentlich für die Familie für die Feiertage aufbewahren wollte, aus dem Küchenschrank. Dieser war bunt gemischt mit Dominosteinen ließen Lebkuchen Zimtsternen und Spekulatius. “Hier, damit dir das Herz nicht blutet.“ Hastig und frustriertes Elli der Mutter den Kekskasten aus der Hand und riss ihn gierig auf. Dabei fielen alle Kekse auf den Fußboden. Ihrer Mutter standen die Tränen in den Augen.“Kind das war das einzige was wir dir geben konnten. Es ist wenig, aber es kam von Herzen. Du hast die kleine Gabe, die wir dir noch geben konnten, nicht geachtet. Wütend schmiss das kleine Mädchen noch den Rest auf den Boden. Dann beschlossen die Eltern den Abend früh zu beenden, denn er war ja nicht gerade erfreulich. Als die Mutter Elli ins Bett brachte sprach der Elli die Mutter mit weinerliche Stimme: “warum musste ich nun die einzige sein die nicht zu Weihnachten bekommt? Alle andern in meiner Klasse wären ein Geschenk bekommen". "Gute Nacht!" Sagte die Mutter mit traurigen Blicken und schloss die Kinderzimmertür. Änderte sich an das letzte Weihnachtsfest, wo sie mit ihren Eltern in der Kirche war und der Fahrer ihr mit rührenden Worten erklärte, warum Jesus für die Menschheit gelitten hat. Hier kamen die Tränen und Sie weinte sich in Schlaf. Im Traum erschien ihr der verstorbene Großvater, der zu Elli sagte: welches Geschenk ist größer, als die Erlösung durch unseren Herrn Jesus Christus?" Dann sah sie im Traum auch den Pfarrer, der ihr den Himmel erklärte. Am nächsten Morgen fiel sie ihrer Mutter voller Freude in die Arme. "Auf einmal so fröhlich?" fragte die Mutter. "Ja, sagte Elli, Opa ist mir im Traum erschienen, und hat mir mitgeteilt, dass sich das größte Geschenk bekommen habe was man je bekommen kann". "Und das wäre?" fragte die Mutter prüfend. "Die Erlösung durch unseren Herrn Jesus dass wir, wenn wir an ihn glauben und lieb zu allen sind, an den Himmel dürfen". "Siehst du, mein Kind?" Der Vater, die Mutter sowie Elli fielen sich gegenseitig in die Arme.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.12.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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