Peter Kröger

Schlafen


Grad eben noch war mir nach Aufstehen zumute. Die Silvesternacht stand vor der Tür und lockte mit Glanz und Glitter. Thekla wartete in ihrer schönen Wohnung mit Hafenblick. Ich nuschelte etwas in die Dunkelheit und schlug mit der Faust nach einem Faulkner-Roman auf dem Nachttisch. Ein langweiliges Buch. Ich hatte es satt, langweilige Bücher zu lesen. Sie ödeten mich an und vergrößerten mein Schlafbedürfnis. Irgendwo schrie jemand hässliche Worte, Glas ging zu Bruch, wahrscheinlich die Nachbarn. Sie liebten sich, sie rangen mit sich und der Welt. Von Faulkner wussten sie nichts, das war sicher. Das Glück war ein Kühlschrank mit Sekt in einem Haus mit tausend Türen. Der freie Wille löste ein Zugticket und führe zu Thekla in die Hafenstadt, dachte ich. Stunden vergingen. Ich blieb liegen und starrte die Decke an, bis es knallte. Die Nacht gefiel mir. Das Leben früher. Vielleicht war Keats ja besser. Dann schlief ich ein.

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Die Autorin, geboren 1960, wohnt im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/Hessen/Rheinland-Pfalz. Erst spät hat sie ihr Talent zum Dichten entdeckt und ihre Gedanken und Erfahrungen zusammengetragen. So entstand eine Gedichtsammlung, an der die Autorin gerne andere Menschen teilhaben lassen möchte, und daher wurde der vorliegende Band zusammengestellt.

Das Leben ist zu kurz, um es mit Nichtigkeiten zu vergeuden oder um sich über die Schlechtigkeit der Welt allzu viele Gedanken zu machen. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht vergiften lässt und so lebt, dass man jederzeit in den Spiegel schauen kann.

In diesem Sinn denkt die Autorin über Natur, Naturereignisse und ihre Lebenserfahrungen nach. Dem Leser wünscht sie eine positive Lebens-einstellung, viele gute Gedanken und Freude an der Lektüre.

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