Peter Kröger

Schlafen


Grad eben noch war mir nach Aufstehen zumute. Die Silvesternacht stand vor der Tür und lockte mit Glanz und Glitter. Thekla wartete in ihrer schönen Wohnung mit Hafenblick. Ich nuschelte etwas in die Dunkelheit und schlug mit der Faust nach einem Faulkner-Roman auf dem Nachttisch. Ein langweiliges Buch. Ich hatte es satt, langweilige Bücher zu lesen. Sie ödeten mich an und vergrößerten mein Schlafbedürfnis. Irgendwo schrie jemand hässliche Worte, Glas ging zu Bruch, wahrscheinlich die Nachbarn. Sie liebten sich, sie rangen mit sich und der Welt. Von Faulkner wussten sie nichts, das war sicher. Das Glück war ein Kühlschrank mit Sekt in einem Haus mit tausend Türen. Der freie Wille löste ein Zugticket und führe zu Thekla in die Hafenstadt, dachte ich. Stunden vergingen. Ich blieb liegen und starrte die Decke an, bis es knallte. Die Nacht gefiel mir. Das Leben früher. Vielleicht war Keats ja besser. Dann schlief ich ein.

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Epilepsie – was ist das eigentlich? Gute Frage... denn wie ich immer wieder mit Entsetzen feststellen musste, wussten selbst ein Großteil der von mir und anderen Betroffenen konsultierten Neurologen keine vernünftige Antwort darauf, geschweige denn Allgemeinmediziner jedweder Art und erst recht nicht Otto – Normalverbraucher. Völlig außer Frage steht, dass Epilepsien oft mit geistigen Behinderungen einhergehen, was aber nicht heißt, dass das eine mit dem anderen gleichzusetzen ist. Dieses Buch soll deshalb auch nicht als medizinisches Handbuch dienen, sondern lediglich als ein Beweismittel, dass es auch anders geht, wenn man nur will oder allenfalls eine Art Gebrauchsanleitung für den Umgang mit solchen und ähnlichen Problemen. Es sind, wenn man so will, Geschichten aus dem wahren Leben, die ich hier beschreibe und Konfliktsituationen, für deren Bewältigung sich mal eine mehr, mal eine weniger elegante Lösung findet.

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