Wilhelm Westerkamp

Angela Merkel und ihr Aussitzen von Konflikten

Ich will die Bundesrepublik garnicht verteufeln, kann man dort durchaus gut leben, mit anderen Worten, unser Staat ist reich, die Wirtschaft floriert, nur eine, die Bundeskanzlerin, will anscheinend niemand mehr haben.
Am Sonntag auf dem Sonderparteitag in Bonn hat auf Antrag der Parteiführung durch die Delegierten abstimmen lassen, ob eine Koalition mit der CDU möglich wäre. Es wurde, wenn auch knapp, dafür gestimmt. Was aber merkwürdig stimmte, war, das Parteichef Schulz sich dem Votum der Delegierten anschloss, obwohl er vor Monaten noch verbal versichert hat, nicht mit der Union zu koalieren. Da stellt sich doch die Frage: Ist Herr Schulz etwa zum Opportunisten geworden? Von Außen betrachtet könnte dies den Eindruck vermitteln, hat Martin Schulz aber auch mit dem Parteiapparat der SPD zu tun, der ihn möglicherweise dazu gezwungen hat, seinen Kurs zu ändern, so ist Schulz schließlich nur ausführendes Organ. Sollte er nun gehen müssen, wird niemand mehr wissen wollen wer dieser Mann aus dem provinziellen Würselen eigentlich gewesen ist. Denn Verlierer wie Schulz, werden besonderes in der Politik, fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.
Frau Kanzlerin (so wirkt es zumindest), hält sich, wie wir das von ihr kennen, dezent zurück. Außerdem war sie über das Wochenende beim französischen Staatspräsidenten Macron zu Gast. Wahrscheinlich deshalb, um von ihr abzulenken, damit die Medien fast ausschließlich vom Parteitag in Bonn berichten.
Bei den nun folgenden Koalitionsverhandlungen wird sie es mit der Tradition ihres Ziehvaters Dr. Helmut Kohl halten, zu versuchen, die Schwierigkeiten und Probleme, die bei den Verhandlungen auftreten werden, “auszusitzen”. Und somit könnte sie wieder als Siegerin da stehen und die alte und neue Bundeskanzlerin wird vermutlich wieder Angela Merkel heißen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.01.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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