Ulrich Gugenhan

Der Hirte

Der Hirte

Er freute sich schon lange wieder auf Weihnachten, da es für ihn eine besondere Zeit war. Nicht, dass es ihm sonst schlecht ginge, aber die Weihnachtszeit war für ihn eine gute Zeit. Er war der Hirte aus der Krippe und freute sich jedes Mal wieder, seine Freunde, Maria, Josef, die Drei aus dem Morgenland, aber auch die Kuh und seine Schafe, sowie das Jesuskind wieder sehen zu können. Nicht, dass man sich über vergangene Tage unterhielt, aber man stand doch gerne die paar Feiertage zusammen. Bald war es wieder so weit, man würde ihn und die Anderen wieder vom Speicher holen. War man erst in der guten Stube, so wurde es erst so richtig gemütlich. Als erstes wurde man dann aus dem etwas muffig riechenden Wachspapier gewickelt, um dann mit einem feuchten Lappen gereinigt zu werden. Es tat gut, denn die frische Luft und auch das saubere Wasser machte eine ganz andere Figur aus einem. Nun sah man auch zum ersten Male die Kameraden wieder, die ja nun neben einander liegend auf ihre Säuberung warteten. Bevor man dann die Position einnahm, die demjenigen, der dieses Mal die Krippe aufstellte, als am besten vorkam, wurde man sehr gewissenhaft abgetrocknet, bei Bedarf noch etwas geschminkt und fein säuberlich in einer Reihe aufgestellt und auf Verschleiß geprüft. Am Schönsten empfand er den Moment, wo man das frische Moos auf dem Tisch ausbreitete. Es roch immer sehr frisch und war herrlich grün. Aus der gesammelten Rinde krochen dann immer noch kleine Käfer, die aus ihrem Wald mit heraus getragen wurden. Nun kam dann der große Augenblick, wo er zu seinen Schafen gestellt wurde und es erfreute ihn immer sehr, wenn sie auch alle noch da waren. Ganz zum Schluss dann, wurde das Christkind in die Krippe gelegt und nun warteten sie alle auf die vielen kleinen und auch großen Augen, die sie Jahr für Jahr hier in der Kirche bestaunten und auch bewunderten. Diese Zeit, die Weihnachtszeit war für den Hirten die schönste Zeit im Jahr, konnte er sie doch mit seinen Kameraden verbringen und auch vielen anderen durch seine Anwesenheit Freude bringen.

 

2012 uli

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