Jürgen Skupniewski-Fernandez

Aus dem Diwan der Liebe (3)

von Abdelrahman ben Abdelhamid

13. Ghasala

Es lockt mit süsser Melodie,
die Liebe
Im Herzen bahnt sich der zarte Trieb,
der Liebe.
Vom tiefen Schlaf erwacht sind Gefühle,
der Liebe.
Es haucht die Flöte mir das Spiel,
der Liebe.
Vernunft kann der Liebe Reigen nicht
mehr halten.
Flieg nicht so nah Liebesschmetterling,
um Flammen brennender Liebe,
im Feuer sonst verbrennen
Dir Deiner Liebe Flügel.

14. Ghasala

Sei mein Gast, mein Freund, Du Leben!
Tisch und Stuhl sind mir der Fluren
grüner Eben.
Aufgedeckt und angerichtet sind mir Deiner
Felder Früchte.
Erde, die das Leben reich bestückt,
Wasser, das unserer Wurzel Liebe feucht beglückt,
brennender Duft den
Blütenkelch entzückt.

Durch des Frühlingnebels Winde,
gleite ich hoch am Sonnenstrahl
zur blauen Pforte,
zum Eingang reiner Liebe.

15. Ghasala

Sieh, wie schon seit Ewigkeiten,
schläft das Feuer gefrorener Herzen
unter tiefen Schnee.
Sieh, vom Baum des Lebens,
fällt der Same Deiner Liebe.
Sieh, in des Weltmeers Fluten,
schwärmt silbern Deine Meeresfrucht.
Sieh, die Zeder träumt am Hang,
verfallen ihrem eigenen Duft,
ihr Stamm erweckt Begehrlichkeiten.

Veilchen, die vom Staub geküsst,
Jasmin, Parfüm schmelzender Sehmsucht,
durch Deiner Liebe Adern fliesst.

16. Ghasala

Gefangen hat mich die Schlinge Deines Feuers,
Gefangen, die Glut meiner Lust,
Gefangen, betäubt, von Deiner Rose Duft.
Gefangen hat mich der Dorn süsser Schmerzen,
Gefangen, meine Angst vor der Flucht.
Wo die Glut reiner Gefangenschaft brennt,
fürchte Dich nicht vor glühender Liebe
geschmiedeter Fesseln,
denn sie sind Seiner angemessen.


 

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