Maria-Teresia De Pietro

Nachtgedanken

Es fühlt sich an wie ein Sonntagmorgen. Wir wissen nicht, ob wir noch schlafen oder ob wir nur wachliegen und warten. Ob wir nur so tun, als hätten wir noch nicht bemerkt, dass gestern schon längst vorbei ist.
Wenn der Wind leise durch das Fenster klettert, rascheln die dünnen Vorhänge wie Papier. Wie als würde er niemanden aufwecken wollen und deswegen nur aus der Ferne applaudieren.

Und es sind die letzten Sonnenstunden am späten Nachmittag.
Wenn das Licht unbemerkt durch das Glas scheint und sich in unserer Küche auf den glänzenden Fließen widerspiegelt. Weil es zu schüchtern ist, die Wände zu verfärben, läuft es auf dem Boden entlang. Aber die leuchtenden Fäden kommen nicht weit genug und deswegen haben wir sie den ganzen Tag nicht bemerkt.

Und es sind die lautlosen Worte, die wir uns um Mitternacht sagen.                                                                                                                                                    
Ja, es ist das kleine Bekenntnis, das wir uns mit den Augen geben. Denn jedes unserer Worte wäre zu schade.
Heute ist der Mond sowieso viel zu weit weg.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.01.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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