Christa Astl

Mit dem U-Boot nach Amerika


Heute lasse ich wieder meinen 6-jährigen Enkel zu Wort kommen. Er denkt sich die Geschichten aus und ich habe Mühe, so schnell mitzuschreiben. Natürlich stammen auch die Zeichnungen von ihm.
 

Mit dem U-Boot nach Amerika
 

Nori und Laura lebten schon lange zusammen in ihrem Haus. Sie wussten nicht mehr, was sie tun sollten. Da hatten sie eine Idee: Wir fahren mit dem U-Boot nach Amerika.

Sie hatten so viel Geld gespart, dass sie sich ein schönes großes glänzendes U-Boot kaufen konnten.

Am See probierten sie es erst einmal aus, und sie merkten, es war ganz schnell. Eine Minute war fast gar nichts, so schnell fuhr es! Sie packten sie es in ihr großes langes Auto, da passte das U-Boot ganz genau hinein. Sie freuten sich sehr.

Nun kauften sie sich einen ganzen Sack mit Brot, 6 verschiedene Sorten Wurst, 3  Sorten Käse, 2 Butter und 6 große Literflaschen, eine mit Wasser, eine mit Himbeersaft, eine mit verdünntem Hollersaft und auch noch ein paar andere Säfte. 2 Gläser zum Trinken nahmen sie auch mit und einen großen Koffer mit Bekleidung. Der Koffer war so groß wie der ganze Nori. Eine halbe Packung mit Hustenzuckerl nahmen sie auch mit, falls jemand krank wird. Für den Sonntag kauften sie noch einen Himbeer-Erdbeerkuchen.

Ein kleiner weißer Teddybär durfte mitfahren und zwei kleine Matadorautos zum Spielen. Ein Drahtspiel mit Perlen, das man bewegen konnte, packten sie auch noch ein. Das hatten sie bei einem Mann in der Altstadt gekauft. Natürlich haben sie auch was zum Lesen mitgenommen. Ein Mickymauscomic um 3 Euro, ein Buch, das sie selber gemacht hatten, mit Geschichten über Wissenschaftler. Denn sie wollten auch beide Wissenschaftler werden, wenn sie groß waren. Eine kleine Schachtel mit Lego nahmen sie noch mit und ihre große rote Taschenlampe. Die brauchte keine Batterien. Durch das Kurbeln lud sie sich immer wieder auf. Papier und Farbstifte und eine Unterlage vergaßen sie natürlich auch nicht, und eine Zeitung und ein kleines Reisespiel. All das kam in den großen Koffer. Der war jetzt so schwer, dass sie ihn kaum ins Auto brachten. Zu zweit ging es leichter. Jetzt war das Auto ganz voll.

Nori war der Fahrer, denn er war der größere. Den Führerschein durfte er nicht vergessen. Laura sagte: Jetzt können wir loslegen!

Am Weg begegneten ihnen 3 Feuerwehrautos, die mit lautem Geheule über die Straße fuhren. Unterwegs musste sie dreimal tanken, so weit war der Weg. Erst nach 4 Stunden kamen sie ans Meer.

Jetzt mussten sie das schwere U-Boot ins Wasser bringen. Ein großer, starker Mann, der gerade vorbei kam, half ihnen. Und den großen Koffer trug er auch ins Boot. Sie bedankten sich bei dem netten Mann. Im U-Boot merkten sie, dass ein Radio eingebaut war und schalteten gleich laute Musik ein, so laut, dass es gerade noch nicht in den Ohren weh tat. „quietsch quatsch haha…“ tat die Musik. Plötzlich machte es nur noch „schsch“, das war U-Boot Musik. Von dem Geräusch erschraken die Kinder sehr und glaubten, etwas sei kaputt.

Nach 6 Stunden fanden sie einen Schatz im Meer. Mit dem Taucheranzug schwammen sie hin und holten die Schatztruhe in ihr U-Boot. Der Deckel ging ganz leicht auf, es war nur ein Riegel zum Herausziehen. 6 Edelsteine waren drinnen und 4 Silberketten und dann fanden sie noch ein riesengroßes Goldstück. Mit dem konnten sie sich viel kaufen. Da freuten sie sich sehr.

Dann wollten sie eine andere Musik, aber das ging nicht, es gab aber Nachrichten. Wieder fuhren sie 6 Stunden, dann noch einmal 4 Stunden, dann waren sie in Amerika.

Wo sollten sie jetzt wohnen? Sie gingen von Haus zu Haus und fragten, ob sie bleiben könnten. Ja habt ihr kein Haus? fragten die Leute. Nein, wir kommen direkt von Innsbruck nach Amerika mit dem U-Boot. Aber nirgends bekamen sie ein Zimmer. Bis in die Nacht suchten sie mit der Taschenlampe. Da bekam Nori Hunger und die Laura Durst. Sie gingen zurück zum U-Boot, dort hatten sie noch was zum Essen. Nori aß 3 Butterbrote mit Käse drauf, dann noch ein Brot mit Landjägern. denn sie hatten schon seit 6 Wochen keine mehr gehabt. Laura wollte kosten und bekam auch einen Landjäger. Dazu tranken sie Himbeersaft und Erdbeersaft. Dann waren sie ganz dick und satt und müde. Weil sie keine Wohnung bekamen, blieben sie im U-Boot und schliefen dort.

Früh am Morgen waren sie immer noch müde. Gottseidank hatten sie keinen Kindergarten und keine Schule, denn es waren Weihnachtsferien. So konnten sie ganz lang ausschlafen. Dann ist die Laura zuerst aufgestanden und Nori wollte auch nicht mehr im Bett bleiben. Sie konnten zum Frühstück nur Brot, dick mit Butter bestrichen essen, denn sie hatten die Marmelade zu Hause vergessen.

6 Tage blieben sie in Amerika. Am Tag hörten sie Musik, in der Früh die Nachrichten, manchmal sogar die U-Boot Musik oder österreichische Musik. Manchmal gingen sie auch spazieren, sie wollten ja was sehen von Amerika.

Am 7. Tag fuhren sie ganz in der Früh wieder nach Hause. Sie freuten sich schon auf Sylvester. Da schossen sie viele Raketen ab, die sie aus Amerika mitgebracht hatten. Sie waren viel schöner als die zu Hause, vor allem viel bunter und leuchtender. Sie machten kleine und große Kreise am Himmel, manche sogar eine Spirale. Die Kinder glaubten erst gar nicht, dass es Raketen waren, denn auf der Packung lasen sie Maketen, aber das war die fremde Sprache, die dort gesprochen wurde.

 

NChA.16.01.18

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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