Jürgen Skupniewski-Fernandez

Aus dem Diwan der Liebe (4)

von Abdulrahman ben Abdelhamid

17. Ghasala

Lüsternd schmiegt sich Blatt an Blatt,
wenn der Liebesbote auf Reisen geht.

Flüsternd fügt sich Halm an Halm,
wenn der Wind seiner Träume Phantasie aussät.

Freudig springt mit kindlichem Gesicht,
die Quelle ans Licht,
wenn sie aus der Dunkelheit in denTag aufbricht.

Emsig fleißige Bienen, ziehen von Blütenkelch zur Blüte,
durchs rosagold schimmernde Morgenlicht.

Spielende Wolken, weiss wie Schnee, spiegeln sich
lächelnd auf silbernen Seen.

Ruhe Dich aus mein Herz, wenn Du durchs Tor hin zu
seinen duftenden Rosenhainen gehst,
verschliess Deinen Mund wie frische
Knospen und schweige.

18. Ghasala

Das blaue Wolkenband,
schnürret aller Herzen,
in taufrischer Liebe Schleifen.

Erwache, was träumst Du Kind,
laufe dem Frühlingsboten rasch entgegen.
Empfange seine Früchte,
die eines anderen Garten sind.

Reich ist seiner Liebe Kost,
doch nasche nicht zu viel davon,
zu viel davon macht sonst
Deine Seele blind.

19. Ghasala

Ich sehne mich nach Deinem Himmel,
es treibt mich in die Höhen, zu Dir.
Ich sehne mich nach Deiner Erde,
sie hält mich fest wo ich auch stehe.

Ich sehne mich nach dem Ort,
nach Deinen Düften,
nach Rosen, die Dir als Deine
Liebessoldaten, aller Liebenden
Spaliere stehn.

Ich sehne mich nach des Weltmeers Tiefen,
es zieht mich hin zu Deinem Perlengarten.

Ich sehne mich nach dem Herzen,
mich aufzuwärem an Deiner Lust.
Ich kann es kaum erwarten.

Nach dem goldenen Blick im Stein,
giert der Mensch nach schönem Schein,
doch welches Licht strahlt noch so rein,
wenn nicht das Licht der Liebe.



 

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