Egbert Schmitt

... Frühjahr 68 ! ... Gescheitert oder Erfolgreich ?

 

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Misst man Sie an ihren Idealen,
Träumen und Utopien, (ja dann):
muss man „die Bewegung“ der
67/68er für gescheitert erklären !

Haben sich gefühlter-maßen
all „die 68er-Errungenschaften“

der letzten Krisen-Jahrzehnte,

jetzt, so nach über 50 Jahren
rein ins Gegenteil verkehrt !?

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Bis heute sorgen „die Ereignisse“
dieser Zeit für Kontroversen !
Waren Sie wirklich notwendig,
für den Übergang in die moderne

Gesellschaft !? … oder

Ist die „studierte 68er“-Generation
für den Werteverlust, Kindermangel
und Bildungsnotstand verantwortlich ?!


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Als der Slogan:

„Ouvriers étudiants: unis nous vaincrons”
(„Arbeiter, Studierende, gemeinsam gewinnen wir“)

im „Pariser Mai“ aufgestellt wurde


So hatte dies (in Deutschland):
auf
eine mögliche Einheit
der „Arbeitenden & Studierenden“
keine nennenswerte Auswirkung

Ist heute, alles (wieder) „beim Alten“ angelangt,
im vereinten Individualismus-Deutschland ?!

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Zusehend-/nehmende Impertinenz,
gepaart mit Intoleranz derjenigen,
die in ihrem Standesdünkel felsenfest
glauben, „das Maß aller Dinge” zu sein.

So scheint ES (eigentlich):
umso verwunderlicher, als dass jenes
Zentrum der Studierendenbewegung
ab Mai 67“ nicht in Sozialismus-Frankreich,
sondern im WiWu-Deutschland zu suchen war !

Und das (genau genommen):
eigentlich „nur ein Jahr lang“ !

(Weil) in Frankreich war die Solidarität zwischen
Studenten & Arbeitern „besonders ausgeprägt“.


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Zitats-(Film)-Übersetzung (aus dem Französischen)
Daniel Cohn-Bendit, 5ter Mai 1968:

Welches ist die realistische Natur der Bewegung ?

Die Studenten verweigern sich gegen ihre Funktion
die ihnen durch die Gesellschaft zugedacht ist.

Das heißt, sie verweigern sich, die zukünftigen Kader
der Gesellschaft zu werden, die später die Arbeiterklasse
und die Bauern ausbeuten werden.

Dieser Widerstand entsteht zuerst an der Universität.

Es ist klar, dass die Bewegung vom 22. März nicht
an der Universität bleiben will, sie will sich vielmehr
auch außerhalb der Universität ausbreiten.

Das heißt, Sie versucht eine Verbindung mit den
kämpfenden Arbeitern und Bauern herzustellen.

Film-Zitat-Ende

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Im „französischen Mai“ wurde, wenn auch nur kurzzeitig,
etwas Wirklichkeit, was in anderen Ländern (
wie der BRD)
nicht über ein Stadium leerer Worte & Parolen hinaus ging !

Siehe das Zusammentreffen und die Auswirkungen
der ökonomischen Rezession „studentischen Protestes“,
mit dem landesweiten Aufbegehren (
im Generalstreik)
von zehn Millionen „französischer Arbeiter“ …


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Soyez réalistes demandez l'impossible
„seit Realisten verlangt das Unmögliche“

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Il est inderdit d'interdire
„Es ist verboten zu verbieten

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Dire NON c'est penser
„NEIN sagen ist denken“ !


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Letztendlich hatte „die große Revolution“,
welche auf so viele rote und schwarze Fahnen
geschrieben worden war, „so gesehen“
kaum stattgefunden !

Folgenlos ist „der Pariser-Mai“ nicht geblieben.
Zumindest bekamen „die Arbeiter“
35 % mehr
Mindestlohn und einen Lohnaufschlag (
10 %).

Nur in der Einschätzung der politischen Folgen
sind sich beteiligte Franzosen und Beobachter
„bis heute“, wie auch hinsichtlich der Ursachen

weiterhin uneins. Ähnlich wie in unserer Republik.

Französische „grüne“ und pazifistische
Alternativbewegungen verkümmerten im
Gegensatz zur westdeutschen Entwicklung.

Leider hatten schon damals „die BRD-Studierenden“
(
ohne DDR) „den Arbeiter an sich“ nur vorgeschoben.
Studienabgänger stammen „bis heute“, weitgehend
aus dem Bürgertum, wie ihre alten Erzeuger-Eltern.


 

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ES-Zwischen-Zitat: (im Hier & jetzt)
von 1968 über 2018 hinaus:

… welche später als „verklärte 68er“, (WIR waren dabei !)
Lehrer, Apotheker, Mediziner, ev. Pfarrer oder Abteilungsleiter,
(plus) akademischen Titeln (zum Passat-Kombi), aufwärts wurden.

Meist an höheren Schul- und ev. Kirchenfesten,
(wenn‘s „einfache Fußvolk“ gemeinsam aufräumt)
„Sie“ in Intellekt-Zirkeln, „der Privilegierten“ verweilen …

Nebenan, beim 6ten Glas „nun kostenlosen“ Bio-Messweins
mit dem Backfrauen-Restkuchen, unter Gitarre-Absingen
„von Arbeiterliedern“ eines H. Wader & F.J. Degenhardt
(Spiel nicht mit den Schmuddelkindern),
s/eine 68er-Studentenbewegung zu rezitieren.

Während SIE, seine adäquate Ehe-Gefährtin
(genau wie ER, ohne vorher & nachher in der
Chaos-Küche mitzuhelfen), „die guten Stücke“
vom Restkuchen-Buffet „klammheimlich“ in den
zwei mitgebrachten Jute-Tragetasche einsackt …

Heim ins in‘s „arbeiterfreie“ Reihenhaus-Reich
zum „Einzelkind auf Besuch“ eilt; dass „mal wieder“
in der grünen Vorstadt weilt und seit zig‘ Jahren
68er`gesponsert „im Ausland vor-sich-hin-studiert“ !

Alle Heil-Froh (sind) und „alles daran setzen“
das jenes alt-olle dreigliedrige Schulsystem
(für den Pisa-Rest & Zuzugs-Migranten)
weiterhin SO beibehalten wird, damit jeder
„dahin gehört“, wo ER derzeit hingehört !


ES-Zwischen-Zitat-Ende

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Jene primär „von Vitamin B-Zuhause“-Studenten,
tendierts „damals wie heute“ kaum, wie ein
68er bis 2018er BRD-Arbeiter“ so klarkommt.

Vor allem für die „anno dunemals“, wo es
„das Wirtschaftswunder“ noch für alle gab,
die „hand“werkliche Aufbauarbeiten leisteten !

Im Gegensatz zu Frankreich (oder England),
die „als Siegermächte“ mit dem veralteten
techn. Industrie-Standard weiterwurstelten …

Während „Ami-Deutschland“ aufgerüstet
(
auch im Konsum), ein Bollwerk „gen Osten“
aufbaute.
Auch deshalb, damit BRD-Sie
nicht wieder „auf dumpe Gedanken“ kamen.


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Überflügelten so Europa (n.d. Reparation).
Ignorierten geflissentlich die NS-Altlasten,
die es „so in Frankreich“ seltenst gab.

Diese hatten lediglich einen Reformstau
in den konservativen Eliten, die sich
modernisieren mussten und

Man war stolz darauf, dass aus dem
Mai '68“ unmittelbar kein linksradikaler
Terrorismus wie in Westdeutschland
hervorging.
Zumindest damals !

Nun, der rasche gesellschaftliche und
kulturelle Wandlungsprozess, der bereits
in den 50er-Jahren begann, führte prompt

zu Spannungen zwischen den Generationen.


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Jene zwischen 1940 und 1950 geborenen,
waren 67/68 „die Kinder“ jener Generation,
die als Zweite-Weltkriegs-Soldaten kämpften.

Dabei, egal ob als Sieger oder Verlierer,
Täter oder Opfer, ihr restliches Leben prägten !

Es begann mit Protesten US-amerikanischer Bürgerrechtler.
In Deutschland ebenso, wie in anderen Ländern Europas.
Hier gab es intensive zivile Konflikte.
Siehe Prager Frühling.

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Dieser hat der 68er-Bewegung und ganzen Generation
ihren Namen gegeben. Mit allen rigiden Auswirkungen !

Ein weiterer Haupt-Faktoren, der dazu führte
dass sich eine solche Bewegung formierte,
war der Protest gegen den Vietnam-Krieg.

Ein anderer, die deutschen Notstandsgesetze.
Verstaubte Situationen an den UNIs werden kritisiert.
Das veraltete System wird durch Studenten-Sprüche: (
wie)
unter den Talaren "Muff von 1000 Jahren verdeutlicht.

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SIEHE:
(e-Stories)-Zitat_1: ES 2006

Benennen wir's rückwirkend betrachtet:
als eine Art „unsinnige Rebellion“,
die wie eine Selbstüberhebung wirkte …

Deren einziger später 68er-Verdienst darin bestand,
dass Sie mit der Kultur des Gehorsams brachen … und …
so gesehen, somit die Demokratie lebendiger machten,
es sogar schafften eine ökologische Partei zu etablieren.

Auch über den unkritischen Umgang mit den Rebellen
mit den revolutionären Vorbildern in Kuba, Vietnam und China,
sollte thematisch ernsthaft angesprochen werden … !

Tja, oder uns allen (! nicht bewusst ?) war, das der
vielgepriesene Mao-ze-Tung (hallo Paul Breitner)
seine eigene Bevölkerung in Friedenszeiten
bewusst Gegeneinander aufhetzte, Sie
„für Ihn“ die Säuberung durchführten …


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Sich millionenfach selbst erschlugen,
ohne großes Zutun seiner Person.
Er hatte schließlich gelernt, von seinen
Hitler und Stalin-Dilettanten in spe !

Ja und was ist mit Che Guevara ?
DER wird weltweit nicht nur von
den Ultra-Linken glorifiziert !

Fast jeder Jugendliche erliegt irgendwann einmal
dem revolutionären Charme des Mannes, der wie
kein anderer zum Symbol der lateinamerikanischen
Befreiungsbewegung geworden ist.

Unklar bleibt weiterhin, Wovon & Wen „diese Bewegung”
eigentlich, die bis heute mehrheitlich vergleichsweise
armen Bewohner des mittel- und südamerikanischen
Kontinents befreit hat !?


Alles Lug & Trug gewesen. Auch dies ein fehlgeleiteter
68er-Spinner (?), dem alle hinterherliefen, wie die
33er Generation „einem FÜHRER (!)”


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Immer klarer wird dagegen, mit welchen Methoden
die KILLER-Ikone Guevara seine Macht-Ziele
zu erreichen suchte und Macht-mordete.

Oder, betrachten wir die RAF-Baader-Meinhof-Gruppe.

Im klassischen Sinne der 70er waren die meisten selbst
„soziopathische Kriminelle“, die – aus heutiger Sicht –
(un)bedeutende Funktions-Eliten-Wirtschaftsbosse
und arglose Begleitpersonen um die Ecke brachten.

Aber ihr krudes Tun als politisch – für die Arbeiterklasse –
deklarierten, mit der Sie geflissentlich „nichts im Ansatz“
was am Studien-Hute hatten, wie Ihre Kriegs-Altvorderen.

(e-Stories)-Zitat)-Ende


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Auswirkungen von Achtundsechzig waren 1968
noch nicht spürbar. Die Studentenunruhen selbst

waren klein, viel weniger spektakulär, als die Bilder
die um die Welt gingen, es verhießen.

Der Protest richtete sich primär gegen die Eltern,
gegen den „Faschismus“ und gegen die Autorität.
Aber er hatte totalitäre Züge !

Eine umstrittene These (die Strukturen):
der Studentenbewegungen von 1968

und 1933 weisen Ähnlichkeiten auf.

Die revoltierenden Kinder der schuldbeladenen
Kriegsgeneration verfielen in die Denkmuster
ihrer Eltern. Nicht inhaltlich, aber doch strukturell
sei 68 ein neues 33 gewesen.


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Man könnte einwenden, dass den Aufständischen
von damals fast alle Türen der (
Eliten)-Arbeitswelt
selbst mit miserablen Examina offen standen und
deshalb ne‘ Menge Zeit blieb „für Experimental-Trips“

Während schon die nächste „Maloch“-Generation
von einer eiskalten Leistungsgesellschaft in

pragmatische Lebensentwürfe gepresst wurde.

Das eben ist „das Wirtschaftssystem“, das auch
heute in Deutschland und anderen Ländern herrscht.

Sie bemängelten daran (schon damals, wie heute):
vor allem, dass der Besitz ungleich verteilt war und
die Macht in erster Linie reicheren Menschen gehörte,

die „auf Kosten der Ärmeren“ lebten.

 

Welch ein Anachronismus !

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Siehe auch den zweiten Finalteil:

Herbst 68
Erfolgreich oder Gescheitert ?


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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