Heinz-Walter Hoetter

Äh, Mutter..., was machst du denn hier?

Tanja und Rosi waren zwei 19jährige Näherinnen, die sich schon seit ihrer Schulzeit her kannten. Man konnte sie als sehr gute Freundinnen bezeichnen, die alles miteinander teilten. Beide waren in der gleichen Firma tätig, in der auch der gut aussehende, 32 Jahre alte Andreas M. als Bandleiter an einem Taktband arbeitete. Andreas hatte schon sehr früh ein Auge auf die beiden äußerst hübschen Arbeiterinnen geworfen, die gleichzeitig vor etwas mehr als zwei Jahren in seiner Abteilung für exklusive Herrenmoden als angelernte Maschinennäherinnen eingestellt worden waren.

 

Auf einer Betriebsfeier hatte er dann Tanja in Gegenwart von Rosi angebaggert und von ihnen lediglich zu hören bekommen, dass er sie schon beide „nehmen“ müsse, wenn es ihm nicht zu viel sein würde.

 

Andreas M. war sich ziemlich unsicher darüber gewesen, wie er die laszive Aussage der beiden Mädchen aufzufassen hatte. War alles nur Spaß gewesen oder steckte mehr dahinter?

 

Erst zur fortgeschrittener Stunde auf dem Tanzparkett in der festlich dekorierten Kantine flüsterte Tanja ihm ins Ohr: „Von mir und Rosi kannst du haben, was du willst. Wir geben dir alles, wonach dein Männerherz sich sehnt. Sex ohne tabu. Lass es darauf ankommen. Wir könnten noch heute Abend, gleich nach der Betriebsfeier, zu dir gehen, wenn du nichts dagegen hast.“

 

Andreas M. war gerade ohne Beziehung. Sex konnte er jetzt gut gebrauchen und er war darüber hinaus mehr als neugierig auf die beiden reizenden Girls, die sich ihm so offen für ein ungewöhnliches Liebesabenteuer anboten.

 

Weit nach Mitternacht ließen sich alle drei schließlich, schon ziemlich angeheitert, mit einem Taxi direkt zu Andreas Wohnung fahren, wo die beiden aufgeheizten Mädchen schon an der Tür die Weichen für den Rest der Nacht stellten.

 

Herr M. schwitzte wie ein schnaufender Ackergaul vom anstrengenden Treppensteigen. Er wohnte immerhin im fünften Stock eines alten, aber sehr ruhigen Mietshauses, das allerdings keinen Aufzug hatte.

 

Zuerst gab Tanja ihm einige zärtliche Küsse auf seine hochroten Wangen, dann kam Rosi von hinten, hielt sich an seinem Hals fest, drehte seinen Kopf langsam zu ihr rüber und zeigte ihm, was sie unter „knutschen“ verstand, nämlich einen intensiven Zungenkuss.

 

Andreas M. war mehr als überrascht, lies aber alles willig über sich ergehen. Einen Rückzieher konnte er jetzt sowieso nicht mehr machen. Er wollte das auch jetzt gar nicht mehr, denn sein Schwanz wurde langsam immer steifer.

 

Der lange Kuss von Rosi hatte ihm fast die Luft zum Atmen geraubt, und als sie fertig war, da hing schon wieder Tanja an seinen Lippen.

 

Sie ging diesmal noch schärfer ran, schob vorsichtig ihre Knie zwischen seine Schenkel und deutete damit an, was sie sich jetzt am liebsten wünschte. Mit der rechten Hand fuhr sie ihrem verblüfften Bandleiter über den abstehenden Hosenschlitz und stellte zufrieden fest, dass sein Penis mittlerweile schon hart wie ein Eichenknüppel geworden war.

 

Offenbar gefiel Andreas M. die Anmache seiner beiden jungen Mitarbeiterinnen, und vor geiler Vorfreude darauf, es zum ersten mal in seinem Leben mit zwei Frauen zu treiben, ließ ihn schon jetzt in die Unterhose abspritzen.

 

Seine Fantasie ging mit ihm durch. Er hatte im Augenblick nichts anderes im Kopf, als die eine sofort herrlich zu vögeln und die andere zu sich über seinen Kopf zu ziehen, um ihrer süßen kleinen Muschi die Flötentöne beizubringen.

 

Tanja und Rosi drängelten nach diesem heißen Vorspiel im Hausflur ihren sexuell erregten Stier dazu, endlich die Wohnungstür zu öffnen.

 

Andreas M. fingerte nervös nach seinem Hausschlüssel und fand ihn schließlich in der rechten Brusttasche seiner schwarzen Lederjacke.

 

Mit leicht zitternden Händen wollte er den Schlüssel ins Schloss stecken und musste einige Augenblicke später dummerweise feststellen, dass dieser einfach nicht passte.

 

Wie er den silbrig farbigen Schlüssel am klimpernden Schlüsselbund auch drehte und wendete: ER PASSTE EINFACH NICHT IN DIESES VERDAMMTE SCHLÜSSELOCH!

 

Vor lauter Ärger und Frust schlug er mit der Faust einfach gegen die Tür, die sich plötzlich wie von selbst öffnete und eine etwas ältere Dame ohne Hemmungen zu ihm sagte: „Mein Sohn, was soll der Krach hier an deiner Wohnungstür, noch dazu um diese nachtschlafende Zeit? Du weckst die ganze Nachbarschaft damit auf! Komm sofort rein und lass den Unsinn! Und was sind das für Frauen, die du da angeschleppt hast. Bild dir bloß nicht ein, dass die hier reinkommen. – Schick’ sie weg! Ich will meine Ruhe haben, wenn ich dich schon mal besuchen komme. Du hast übrigens aus Versehen meinen Schlüsselbund mitgenommen, als du heute morgen von mir weggefahren bist. Ich bin später mit der Straßenbahn zu dir gefahren und hab mich die ganze Zeit in deiner Wohnung aufgehalten. Dein Schlüssel liegt auf dem Küchentisch. Ich hab ihn dort hingelegt, damit du ihn nicht übersehen kannst. Außerdem möchte ich noch ein paar Tage bleiben. - Wo hast du bloß deinen Kopf, mein Junge.“

 

Andreas M. betrachtete mit verschämten Blick und hochrotem Schädel zuerst die Schlüssel in seiner Hand und dann die alte Dame, die in ihrem langen Schlafmantel und mit tiefernster Miene resolut zwischen Tür und Angel stand.

 

Stotternd brachte er nur noch die Worte heraus: „Äh, Mutter..., was machst du denn hier?“

 

Damit war der Rest des Abends für alle drei sozusagen 'gelaufen'.

 

ENDE


(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

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