Paul Rudolf Uhl

HOLOCAUST (Meinung)

 

Mitte Juli 04 ist/war das Holocaust-Mahnmal in Berlin halb fertig. Grund genug, schon mal ein Richtfest zu feiern.

Früher war es einfach: Ein Denkmal war zumeist einer verdienten oder berühmten Person gewidmet, daher war es von seiner Form her einfach zu bewerkstelligen: Man stellte die Person in Siegerpose oder ihrer Lebensart oder ihrem Charakter entsprechend dar...

Heute wird da ein Mahnmal errichtet, das an eine negative, verbrecherische Handlungsweise erinnern soll –in diesem Fall an die Ermordung von Millionen Juden und Systemgegnern. Dieses Thema ist in einem Denkmal sicherlich nicht so einfach darzustellen...

Dennoch: Wenn es nach mir ginge, ich hätte mich nicht für die industrielle Fabrikation von schmucklosen Betonklötzen entschieden, die zu Hunderten (Tausenden?) liegend und stehend gegossen, mehrere Hektar von wertvollem Grund im Zentrum der Hauptstadt beanspruchen!

Vielleicht für eine größere Personengruppe, liegend, kniend, die von arischen „Kämpfern“ ausgepeitscht, sonstwie gequält oder mit Waffen bedroht wird – das würde unseren Mut beweisen, die Verbrechen der Nazis aufrüttelnd, grausam und  deutlichst zu zeigen... So ein Denkmal würde vielleicht 200 Quadratmeter Fläche in Anspruch nehmen und dem Betrachter das Grausen über die bösen Deutschen beibringen. -Wenn es schon sein muß, dass wir uns nach so langen Jahren noch immer bezichtigen und selbst auspeitschen müssen...

Ob sich nationale oder internationale Besucher der Hauptstadt bei der Besichtigung eines hektargroßen Feldes von Betonsäulen – also lediglich industrieller „Kunst“ - wirklich in die Betrachtung nationalsozialistischer Verbrechen einfühlen können, sei dahingestellt...

Vielleicht aber haben wir mit der Preisgabe von so viel teuerster Grundstücksfläche bewiesen, dass wir  ein Opfer bringen wollen, dass uns die Selbstbezichtigung eben viel wert ist....

Ich wage gar nicht, zu hinterfragen, wer denn wirklich initiiert hat, dass ein Denkmal dieses Themas in Berlin aufgestellt werden muss. Ob da nicht auch die USA und/oder das Weltjudentum die Finger drin haben – aber so eine Frage könnte mir ja als nationalsozialistisch, als ausländerfeindlich oder gar antiisraelisch ausgelegt werden...

Warum muss denn eigentlich in Berlin ein Mahnmal aufgestellt werden, das aussagt: „Seht alle her, wir Deutschen sind schlecht! Wir haben Millionen  Juden und Andersdenkende ermordet“?

Würden die Serben „sich“ so ein Denkmal leisten, um an ihre Kriegsverbrechen zu erinnern – oder die Spanier, weil sie Millionen Inkas und mittelamerikanische Einwohner hingemetzelt haben ? Oder etwa die Amis, die Millionen Indianer auf dem Gewissen haben?  Wohl nicht!

Tatsache aber ist: Wenn „wir“ uns schon entschließen „müssen“, in unserer Hauptstadt ein Holocaustdenkmal zu errichten, dann sollte es doch ein Kunstwerk sein, eines, das dem Land der Dichter und Denker würdig ist und nicht eines, das nur der Betonindustrie huldigt. – Falls es nicht ein schlichter Gedenkstein mit Inschrift auch tut... Aber wahrscheinlich müssen wir übergründlichen Deutschen immer übertreiben – in jeder Hinsicht! ...

Ich meine: Wer auch immer letztendlich veranlasst hat, dass „wir Deutschen“ in Berlin ein Holocaust- Denkmal brauchen und dafür auch hohe Kosten aufwenden sollen, den soll dafür der…

                   Foto Uhl

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Paul Rudolf Uhl).
Der Beitrag wurde von Paul Rudolf Uhl auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Paul Rudolf Uhl:

cover

Ein Schelm von Paul Rudolf Uhl



„Ein Schelm“ umfasst 95 Gedichte auf 105 Seiten, Größe: 19,2 x 14,6 cm, Klebebindung, größtenteils farbig illustriert. Das Büchlein erscheint im Selbstverlag.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Besinnliches" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Paul Rudolf Uhl

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

I hob's dakennt von Paul Rudolf Uhl (Alltag)
Welttag der Lyrik von Paul Rudolf Uhl (Besinnliches)
Regen in Posen von Rainer Tiemann (Wie das Leben so spielt)