Hans Elmer

Gustav Gans

Gustav Gans.

Verunsichertsein ist in unserer Zeit mit Sicherheit nichts
 ungewöhnliches. Das Dumme an der Sache ist nur,
dass es immer mehr wird, mit der Unsicherheit. An
diese ganzen islamitischen Idioten haben wir uns ja
schon beinahe gewöhnt. Oder dieser Erdogan mit
seinen Anhängern, die sich mit Freuden in eine Diktatur
stürzen. Nun ist dieser Erdogan noch immer in der
Ausbildung zum Diktator, es dauert noch ein wenig,
denn er ist ja nicht gerade der Hellste. Da gibt es
allerdings schon richtige Profis. In Afrika und Südamerika.
Aber all diese Diktatoren haben Weltweit eigentlich
keine Bedeutung. Sie knechten ihre eigenen Länder,
bringen nach belieben Menschen um, foltern die
anderen, und damit hat sich’s. Also nichts was uns
irgendwie beunruhigen könnte.

Jetzt ist da allerdings etwas aufgetaucht, das mich
schon etwas verunsichert. Dieses etwas nennt sich
Donald Trump. Und dieser Donald Trump hat jede
Menge Anhänger. Warum? Nun ich vermute dass
die meisten davon ihn mit Donald Duck verwechseln.
Und der gehört seit einem guten halben Jahrhundert
zum Kulturgut der USA. Für das mit Kulturgut und
USA im Zusammenhang möchte ich mich entschuldigen,
mir viel kein adäquater Begriff ein. Allerdings passt
da eher ein plattgeföhnter Gustav Gans dazu, auch
von der Mentalität.

Wie kann so etwas passieren? Wie kann ein Gustav
Gans zum mächtigsten Menschen der Welt aufsteigen?
Na ja, eine Erklärung wäre, dass annähern die hälfte
der Bevölkerung die  Evolution ablehnt. Sie glauben
nach wie vor an die Bibel, mit Adam und Eva und
dem ganzen anderen Zeug. Also gut, wenn man das
überdenkt, dann reicht das eigentlich voll und ganz
als Erklärung.

Nun gut, wir wissen nun wie Donald Trump zum
Präsidenten wurde, mit Gottes Hilfe. Ich würde mal
sagen, das mit der Unfehlbarkeit wird immer unglaubhafter.   

Man könnte nun sagen das geht uns nichts an, wen
andere zum Häuptling wählen. Und wir sollten so
wieso das Maul halten, wir haben schließlich die Merkel.
Gut, das ist ein Argument, da sag ich nichts mehr.
Aber die Merkel hat keinen roten Knopf. Also keinen
gefährlichen meine ich. Die an ihren Hosenanzügen
sind höchstens für ihre nähere Umgebung gefährlich,
aber wohl kaum lebensbedrohlich.

Aber jetzt endlich zur Sache. Könnt ihr mit dem Begriff
Öttingerenglisch etwas anfangen? Wenn nicht, fragt
den GOOGLE. Auf jeden fall könnte der Öttinger, im
Verhältnis zu meinem Englisch, an jedem beliebigen
Gymnasium Englisch unterrichten. Na ja, sagen wir
mal an jedem schwäbischen Gymnasium. Damit will
ich einfach sagen, dass mein Englisch eher Rudimentär
ist. Nie richtig gelernt und das meiste wieder vergessen.

Ein par Wochen nach der Wahl zum Präsidenten sah
ich eine Rede von Trump in der Glotze. Üblicherweise
gibt es da immer eine Übersetzung. Hier gab es keine.
Womöglich ein Übertragungsfehler. Oder der der
Übersetzer dachte sich, den Scheiß will eh keiner
hören, ich geh dann mal ein Bier trinken. Wenn das
so ist, ein kluger Mann. Man sollte diese Option im
Auge behalten, vor allem bei Reden von Politikern.
Auf jeden Fall, ich habe so gut wie alles verstanden.
Was im Endeffekt bedeutet: Der mächtigste Mann der
Welt, hat in seiner Muttersprache in etwa den gleichen
Wortschatz wie ich. Ich denke, das kann einen schon
etwas verunsichern.    
       

Das wäre eigentlich schon genug, wenn es da nicht
die neuesten Meldungen geben würde. Nach diesem
letzten Massaker in einer Schule, hat Gustav Gans
sich mit seinen hochkarätigen Mitarbeitern beraten.
Mit dem Ergebnis: Man müsse die Lehrer bewaffnen.
Das ist mit Sicherheit eine äußerst kluge Entscheidung.
Das wäre auch der allgemeinen Disziplin dienlich.
Wer zu spät kommt, kriegt erstmal vom Lehrer einen
Warnschuss ins Knie. Für derartige disziplinarische
Maßnahmen sollte man allerdings Waffen mit einem
kleinen Kalieber zum Einsatz bringen. Für die extrem
aufmüpfigen greift man dann schon mal zum  Fünfundvierziger.

Wir sehen also mal wieder, wenn sich kluge Köpfe
zusammensetzen, kommt auch was vernünftiges
dabei raus. Allerdings ist diese Arbeit noch nicht beendet.
Denn was ist mit dem Hausmeister, oder dem
Reinigungspersonal? Wenn die Putzfrau einen soliden
Colt an der Hüfte hat, landet der ganze Müll eher im
Papierkorb, als auf dem Boden.

Da gibt es allerdings noch was, was ich Gustav Ganz
sagen muss: Du bist nicht nur für die Schulen da, deine
Weisheit gehört dem ganzen Land, der ganzen Nation!
Was ist denn zum Beispiel mit den Kirchen? Auch hier
gibt es Handlungsbedarf. Auf jeden Altar, auf jede Kanzel,
neben jede Orgel, in jeden Beichtstuhl, gehört ein
vollautomatisches Schnellfeuergewehr. Na gut, im
Beichtstuhl ist es ziemlich eng, da ist ein Gewehr ziemlich
unhandlich, da wäre ein Fünfundvierziger die bessere
Wahl.

Und die Kindergärten? Ich denke, man kann mit der
Prävention nicht früh genug anfangen. Der Colt an der
Seite der Kindergärtnerin, ist ein Garant für ein
vertrauensvolles Verhältnis mit den Kleinen. Die
Waffengesetze in den USA sind ja eigentlich vorbildlich.
So ein vollautomatisches Schnellfeuergewehr bekommt
man erst mit 16. Wenn aber das Taschengeld ausreicht,
dann nimmt so ein 16-jähriger schon auch mal einen
handlichen Revolver mit. Und in Texas zum Beispiel,
gibt es jede Menge 4-jährige, mit Erfahrung auf dem
Schießstand. Und wenn dann einer davon dem großen
Bruder den Revolver klaut? Na, seht ihr, einfach weiterdenken.

Und was ist mit den Krankenhäusern? Na gut, da könnte
man dem Pförtner ein leichtes Maschinengewehr zur
Verfügung stellen, der putzt dann schon im Vorfeld alle
verdächtigen weg. Dann gäbe es da noch diverse Behörden,
Bordelle und sonstige ähnliche Einrichtungen. Siehst du,
mein lieber Gustav Gans, Wer A sagt, muss auch B sagen,
es gibt noch viel zu tun, für dich und deine klugen Berater.
Aber ich bin da zuversichtlich, ihr kriegt das schon hin,
mit eurer gottgegebenen Intelligenz. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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