Claudia Kühne

Der Arbeiter und das Geheimnis der Möhren

von Erik L. (5 Jahre) und Claudia Kühne (Mama)

Die Maschine

An einem schönen Frühlingstag erfand ein kluger Arbeiter eine besondere Maschine. Diese Maschine sollte Eiscreme produzieren, aber sie backte immer Möhrenkuchen. Der Arbeiter war unglücklich darüber, denn er liebte Eiscreme. Aber er hatte so viele Möhren, mit denen er nichts anfangen konnte und steckte sie deshalb alle in die Maschine. Daraus wollte er Eiscreme machen, aber heraus kamen nur unglaublich viele Möhrenkuchen.
Also wollte der Arbeiter eine neue Maschine bauen, jedoch fehlten ihm die passenden Teile. Deswegen ging er einkaufen. Nachdem er alles besorgt hatte, baute er die neue Maschine, die allerdings wieder nur Möhrenkuchen produzierte. Inzwischen hatte er 500 Möhrenkuchen in seinen Garten gestapelt. Deswegen kamen massenweise Vögel in den Garten und pickten die Kuchen Stück für Stück auf.

Woher kommen die Möhren?

Der Arbeiter wunderte sich die ganze Zeit, wie die vielen Möhren in seinen Garten gekommen waren und hatte deswegen sämtliche Nachbarn gefragt. Aber keiner wusste Bescheid. Denn alle Nachbarn hatte ebenfalls Berge an Möhren in ihren Gärten gefunden und es sah aus, als ob sie vom Himmel gefallen waren. Hatte der Bauer aus dem Nachbardorf etwa seine Ernte bei ihnen vergessen?
Die Maschine wunderte sich auch, denn diese Maschine konnte denken. Trotzdem wusste sie nicht, woher die Möhren gekommen waren. Vielleicht waren die Möhren anstelle von Regen aus den Wolken gefallen? Vielleicht hatte ein Flugzeug sie verloren? Keiner wusste Bescheid.
Eines Tages, nachdem jeden Nacht neue Möhren dazu gekommen waren, erinnerte sich ein Nachbar, dass er eine Kamera hatte, welche die ganze Nacht filmen konnte. Diese Kamera stellten sie in den Garten des Arbeiter, direkt neben die Möhrenkuchen-Maschinen.
Am nächsten Tag sahen alle Nachbar auf dem Film, wie hunderte Maulwürfe hunderte Möhren in ihre Gärten schafften. Die Nachbarn holten den Bauern dazu und fragten, ob er sich mit solchen Maulwürfen auskannte. Da rief der Bauer: „Oh, das sind meine Möhren!“, und er hängte an, „Nein, mit solchen diebischen Maulwürfen kenne ich mich nicht aus.“

Wie beseitigt man diebische Maulwürfe?

Im letzten Frühjahr hatte der Bauer ein riesiges neues Möhrenfeld auf einer ehemaligen grünen Wiese angelegt. Weil darunter eine Maulwurfsstadt lag, haben die sich sehr darüber beschwert. Doch der Bauer hatte davon nichts bemerkt. Die Möhren wurden größer und größer und wuchsen in die Maulwurfshöhlen hinein. Die Maulwürfe waren sehr wütend und mussten etwas unternehmen.
Deswegen haben sie sich überlegt, die Möhren einfach irgendwo anders hinzubringen. Nachts rupften sie die Möhren aus, gruben Tunnel zu den nahegelegenen Häusern und schmissen die Rüben in die Gärten der Leute. Der Bauer verstand nichts.

Nachdem der Arbeiter inzwischen 10.000 Möhren in seine Maschine gesteckt und 1000 Möhrenkuchen produziert hatte, reichte es ihm. Er erfand die Möhrenkuchen-Schmeißmaschine, die Kuchen nach Maulwürfen schmiss. Sie bauten so viele davon, dass jeder Nachbar eine in seinen Garten stellen konnte. Nachts wurden die Maulwürfe beschmissen und hatten bald keine Lust mehr auf Möhrenkuchen. Er verklebte ihre Gesichter und deshalb verirrten sie sich. An einer duftenden Blumenwiese an einen Hügel kamen sie heraus. Dort gefiel es ihnen so gut, dass sie beschlossen ihre Stadt umzuziehen und niemals wieder auf das Möhrenfeld gingen.
Der Bauer verkaufte die restlichen Möhrenkuchen in seinen Hofladen und verdiente eine Menge Geld damit. Der Arbeiter, der immer mehr Möhrenkuchen herstellte, wurde auch reich davon, aber Eiscreme hatte er immer noch nicht.

Fortsetzung folgt

Mein fünjähriger Sohn Erik wollte eine Geschichte schreiben. Den Inhalt hat er sich ganz allein ausgedacht. Hilfe gab es beim Formulieren und Aufschreiben. Und kleinere Anregungen flossen ein.
Claudia Kühne, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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