Hans Fritz

Destruktionsmaschinerie und ihre Vermarktung

[auf der Basis eines z.Zt. nicht mehr abrufbaren ‘Lesetheater’stücks mit dem Titel Destruktionengalopp]
 

DIE GENERALPROBE

Wir befinden uns in einer öden Gegend Mirakoliens. Vor einem lindgrün getünchten Landhaus des Dörfchens Ronkaludz sitzen zwei Männer mit kakifarbenen Overalls und rotbebänderten Strohhüten. Es sind Henry Rolys und Joe Ralph Denning, leitende Mitarbeiter der Gesellschaft für Angewandte Physik und Technologie, kurz ANPHYTEC. Die beiden erheben sich aus ihren Korbsesseln und schlendern auf ein anderthalb Meter hohes, knallrotes Pult zu, um letzte Vorbereitungen für ein, wie sie hoffen, weltbewegendes, nein, weltveränderndes Experiment zu treffen. Das Pult ist über eine Supraleitung mit einem kleinwagengrossen Gerät verbunden. Letzteres ist der Prototyp des Destruktors XL3, der mit der Freisetzung einer mysteriösen Energie zum Beispiel Bauruinen in Sekunden zerschmelzen lassen und zu kleinen gestaltlosen Klumpen komprimieren soll. Eine baufällige, seit Jahren ungenutzte Lagerhalle ist das Ziel der Premiere.

«Jetzt können wir nur hoffen und beten», seufzt Denning auf. Darauf Rolys: «Sie zweifeln doch nicht etwa an der Zuverlässigkeit der Präzision unserer Technik?» «Nein, nein, Rolys. Aber ich habe da meine Zweifel –«

Während der Vorbereitungsphase des Experiments hatte sich Reporterin Nelly Saproni von der Morgenpost Zugang zum Testgelände verschafft und den Leiter des Unternehmens, Dr. James Harold Malvin, in einem Interview nach der Art der vom Gerät erzeugten Energie befragt. Malvins Antwort war: «Sie werden verstehen, dass die augenblickliche Monopolstellung unserer technischen Entwicklung keine diesbezügliche Aussage zulässt. Aber eines kann ich versichern. Es handelt sich um eine für den Menschen unschädliche Strahlung, sofern er sich an die Sicherheitsbestimmungen hält.»

«Könnten Sie das Wirkprinzip des Gerätes etwas näher erläutern?» bohrte die Reporterin weiter. Malvin erklärte: «Stellen Sie sich zwei Energiestrahlenbündel vor, die in einem bestimmten Winkel aufeinander zulaufen und sich in einem Punkt schneiden, so zum Beispiel im Zentrum eines abbruchreifen Gebäudes.» «So etwas wie Haupt- und Komplementärstrahlung?» fragt Frau Saproni. «Ja, so etwa kann man sagen.» «Wie können Sie den Destruktor, sollte er einmal in Serienfertigung gehen, vor Missbrauch schützen?» «Wir werden unser Menschenmöglichstes tun, damit das Gerät lediglich für zivile Zwecke eingesetzt wird.»

_________________________________________________________________

«Noch geschlagene vier Minuten bis zur Auslösung», stellt Denning fest, als sich fünf Männer und drei Frauen in wallenden roten Gewändern dem Landhaus nähern, in einem Halbkreis Aufstellung nehmen und zu einem Sprechgesang ansetzen. Als das Wachpersonal erscheint, entfernen sie sich langsam mit erhobenen Händen. Denning und Rolys starren ihnen nach. «Was sind das für Menschen?» seufzt Denning. «Linkslastige Demonstranten», meint Rolys. «Ich fürchte, dass sie im Auftrag dieser komischen OCTD [verdeutscht etwa: Organisation zur Kontrolle technischer Neuentwicklungen, Anm. Autor] handeln. Gestern hatten sie drunten in der Stadt Flugblätter mit so komischen Versen verteilt.» Er nimmt ein Blatt aus seiner Tasche und rezitiert:

Aus höllischem Saal
flieht brennender Strahl,
alles begehrend,
alles verzehrend,
Unheil vermehrend,
Städte verheerend.
Im glühenden Wehen
Wälder vergehen.
Im grossen Sterben
Äcker verderben.
Wo Todeshauch streicht,
Blume erbleicht.

«Sonderbar, sehr sonderbar, wer schreibt denn so etwas?», kommentiert Denning.

Inzwischen streicht ein bläulicher Lichtstrahl über das Objekt der Zerstörung.

«Jetzt, ja jetzt», ruft Rolys begeistert, Denning kurz darauf bestürzt: «Nun, was ist das? Die Halle wankt noch keinen Zentimeter.» «Tun Sie nicht so dämlich, Denning. Es hat nicht funktioniert. Das sehen Sie doch. Sabotage, Sabotage! Ja, diese Demonstranten sind schuld, Denning. Sabotage, Sabotage». «Quatsch, es war wohl ein technischer Fehler», meint Denning. «Unmöglich, nach jahrelanger intensiver Vorbereitung», sagt Rolys.

 

DAS GESCHÄFT SEINES LEBENS

In einem karg ausgestatteten Hotelzimmer haben es sich zwei Leute bequem gemacht, nämlich Billy Rolys, Sohn des Henry Rolys, und Frau Anja Okinger, seine Freundin und Malvins Sekretärin. Billy trägt einen modischen hellen Strassenanzug, Anja ein hellblaues Kleid. Sie sitzen auf einer abgeschabten Couch und schweigen sich an. Bis Anja sagt: «Sag mal, Billy, was ist das für ein komisches Kästchen dort auf dem Tisch?» «Ach das – das ist eine Gebrauchtware aus dem Institut.» «Und was machst du damit?» «Das Geschäft meines Lebens. Ich werde, nein wir werden reich, Anja, sehr reich!» «Das ist doch nicht etwa -?» «Doch, das ist –«. «Wahnsinn. Bring das Ding sofort zurück! Sonst gebe ich Malvin Bescheid.« «Das Ding ist, wie du richtig vermutest, das Kernstück des Destruktors». «Wie kamst du da ran?» «Als von der Verwaltung aufgebotener Fotograf hatte ich Gelegenheit das Ding unbemerkt auszubauen.» «War kein Wachmann zugegen?» «Ja schon, aber der stand in einer Ecke und hatte meine Arbeit aus einer gewissen Distanz beobachtet, ohne Misstrauen zu schöpfen.» «Wem willst du das Ding anbieten, wem verkaufen?» Billy antwortet, auf seine protzige Taschenuhr schauend: «In circa einer Stunde wird sich drunten in der Lobby ein Geschäftsmann einfinden, der mir hunderttausend Euro bieten wird –« «Was? Ich dachte da an Millionen», sagt Anja, scheinbar ebenso entsetzt wie erstaunt. Sie begibt sich zum Tisch, schnappt die Kassette und wirft sie durchs offene Fenster in den Lichthof. «Was hast du gemacht, Anja? Du hast meine Zukunft zerstört. Was hast du bloss angerichtet. Wie erkläre ich das dem Herrn Karimbow, der bald hier erscheint.» «Dir wird schon etwas einfallen.»

Während die beiden noch heftig streiten, kündigt die Rezeption per Telefon einen Besucher an, der Herrn Billy Rolys in einer dringenden Angelegenheit sprechen möchte. «Schicken Sie ihn bitte herauf», sagt Billy. Er eilt zum Lift, um sich unten Zutritt zum Lichthof zu verschaffen. «Da stürzte einer aus dem Lift und hätte mich beinahe umgerannt», begrüsst Karimbow Anja, als er das offen stehende Zimmer Nummer 523 betritt. «Sagen Sie schöne Frau, wo ist Billy Rolys?» «Der müsste Ihnen unten am Lift begegnet sein», sagt Anja.

Billy findet inzwischen im Lichthof Bruchstücke der zerstörten Kassette und bringt eine Handvoll davon zurück ins Zimmer. «Na, Billy, was bringst du da Schönes, sieht aus wie geschreddertes Werkzeug», spricht der unangenehme Gast seinen Geschäftspartner an. «Das sind die Reste der Kassette –« «Was? Was ist damit passiert?» «Da musst du diese Dame hier fragen.» «Mir genügt, dass das Ding kaputt ist. Das wirst du mir büssen, Billy! Gib mir vorweg wenigstens meine Provision, zehntausend Euro.» «Weiss nicht, wie ich die auf die Schnelle auftreiben kann», sagt Billy kleinlaut. «Ist mir scheissegal, ich will mein Geld, mein Geld!» ereifert sich Karimbow. Er stürzt aus dem Zimmer und schreit: «In zwei Stunden bin ich wieder da und hole mein Geld, mein Geld!» «Dieser Mensch scheint sich gerne zu wiederholen», stellt Anja fest. «Es war übrigens Malvin, der den Auftrag zur Beseitigung des Kernstücks gab», erklärt Billy. «Wie, was? Das ist doch nicht möglich», spricht Anja aufgebracht. «Doch, so war es. Durch eine Indiskretion hat Malvin mitbekommen, dass der Destruktor ein lukratives Geschäft im Waffenhandel mit irgendwelchen politisch unzuverlässigen Staaten werden sollte, Staaten die eher an der Zerstörung intakter als maroder Bausubstanz interessiert sind. Vierhundert Exemplare seien schon so gut wie verkauft, das Stück zu anderthalb Millionen Euro, hiess es.» «Und was hast du damit zu tun?» «Ich sollte das Kernstück - und damit die Steuerung des Geräts - unauffällig verschwinden lassen.» «Warum hast du nicht?» «Ich hatte kurz zuvor Karimbow kennengelernt und kam dann mit ihm ins Geschäft. Die Baupläne des Destruktors hat Malvin übrigens selbst beiseitegeschafft – oder war es seine rührige Sekretärin?» «Mit uns ist es aus, Billy» schluchzt Anja auf.» «Ich will dich nicht mehr sehen.» Wortlos verlässt Billy das Zimmer. Über seinen weiteren Verbleib gibt es lediglich wilde Gerüchte. Anja muss mit Hilfe zweier eiligst herbeigerufenen stämmigen Portiers Karimbow wegschicken, als er bereits eine Stunde nach seinem ersten Auftritt erscheint und sein Geld in Empfang nehmen möchte.

Für wen Karimbow Vermittlerdienste leistet, bleibt geheim. Es drängt sich die Frage auf, ob Frau Okinger wirklich nicht in Malvins Plan eingeweiht war und das Kernstück des Destruktors vernichtete, bevor Billy es an einen obskuren Bund hätte verschachern können.

 

DAS TRIBUNAL

Ermittlungen sind im Allgemeinen aufwendig und zeitraubend. Nicht so im ‘Fall Malvin’. Malvin wird der Sabotage an einer staatlich geförderten technischen Neuentwicklung beschuldigt. Das Verfahren findet in einem extra hergerichteten Theater der Provinzhauptstadt statt und hat seinen Auftakt im Plädoyer des Vertreters der Anklage. «Herr Vorsitzender, Hohes Tribunal. Der Angeklagte hat der Ermittlungsbehörde gegenüber gestanden, ein wesentliches Element des Destruktors XL3 sowie die Schaltpläne dazu mittels eines Helfers zum Zweck der Vernichtung entwendet zu haben.»

Und weiter geht’s im Taumel durch trübe juristische Gefilde. Schalten wir uns doch als stille Beobachter in das Plädoyer des Verteidigers ein.

«Herr Vorsitzender, hohes Tribunal! Doktor James Harold Malvin ist der Sabotage sowie der Anstiftung zur Sabotage an Staatseigentum für schuldig befunden worden. Sabotage ist in unserer Föderation in der Tat ein schwerwiegendes Delikt. Aber ist, unter der Berücksichtigung des Motivs Doktor Malvins zu seiner Handlungsweise, nämlich der Unterbindung des Vertriebs potenziellen Kriegsgeräts, der Tatbestand der Sabotage wirklich erfüllt? Worin, Herr Vorsitzender, hohes Tribunal, bestand Doktor Malvins mutmassliches Verbrechen? Es bestand im, zugegebenermassen nicht ganz legalen, Auftrag zur Beseitigung eines Geräts, über dessen möglichen Einsatz bei militärischen wie paramilitärischen Aktionen diesseits und jenseits der Parlamentstüren heftig diskutiert wird und dessen tatsächliches Wirkspektrum in seiner Gänze noch wenig überschaubar ist. Ganz zu schweigen von möglichen Schäden der Strahlung an der belebten Natur einschliesslich des Menschen. Mangelndes Wissen um das Gefahrenpotenzial im Einsatz des Destruktors stimmt einen Grossteil der politisch Verantwortlichen, aber auch der breiten Öffentlichkeit, nachdenklich.»

Als unter den Zuhörern eine grosse Unruhe ausbricht und nicht mit deftigen Zwischenrufen gespart wird, sorgt der Vorsitzende ungewollt für Heiterkeit, als er verkündet: «Wenn hier keine Ruhe eintritt, lasse ich das Theater räumen.»

Der Verteidiger fährt unbeirrt fort: «Die Tat des Doktor Malvin geschah, streng juristisch gesehen, unter gewissen Aspekten, wie schon angedeutet, ein wenig ausserhalb der Legalität. Aber, Herr Vorsitzender, hohes Tribunal, der Tatbestand der Sabotage, beziehungsweise der Anstiftung dazu, ist nach meinem Rechtsempfinden in gar keiner Weise erfüllt worden. Doktor Malvin tat nichts anderes als seinem Gewissen zu folgen, empfand es als seine verdammte Pflicht –« Der Vorsitzende unterbricht: «Herr Rechtsbeistand, ich kann das Wort ‘verdammt’ nicht zulassen.» Darauf der Verteidiger: «Schön, Herr Vorsitzender, ich nehme das Wort 'verdammt' mit grösstem Bedauern zurück. Doktor Malvin tat also, hm, seine Pflicht, als freier Bürger, jawohl, Herr Vorsitzender, hohes Tribunal, als freier und mündiger Bürger, in Verantwortung den Mitbürgern gegenüber [Beifallklatschen der Zuhörer]. Kaum ein Wissenschaftler wie Doktor Malvin, der vielseitige Theoretiker wie Praktiker, vermag das Risiko, das ein Projekt wie die Erprobung des Destruktors XL3 in all seinen technischen und politischen Dimensionen in sich birgt, a priori abzuschätzen und, das ist das Entscheidende, damit auch die ethischen Grenzen eines solchen Unternehmens abzustecken. Es geht nicht an, Menschen wie Doktor Malvin ein simples 'Zurück zur Natur' unterstellen zu wollen. Nein, sie fordern ein 'Zurück zur Menschlichkeit', zur Menschenwürde. Nun, ich räume ein: Ist die Chance des Destruktors XL3 als moderne Supermaschine, zu welchen Zwecken auch immer konstruiert, vertan, wird früher oder später eine andere Seite, auch ohne die Pläne der ANPHYTEC, ein adäquates Gerät entwickeln. Die Presse will, Informationen aus so genannten zuverlässigen Quellen zufolge, bereits wissen, dass dem so ist. Also war die Tat Doktor Malvins sinnlos? Nein, Herr Vorsitzender, hohes Tribunal, sie war es nicht. Malvin wollte ein Zeichen setzen, wollte die Menschheit aus der Lethargie des Nichtsehen-und-Nichthören-Wollens aufrütteln, gleichsam auffordern, einmal ein wenig nachzudenken. Um wieviel reicher wäre unsere Gesellschaft, besässe sie mehr Männer vom Format Doktor Malvins. Die mögliche Gefahr des Missbrauchs eines Geräts, wie es der Destruktor XL3 darstellt, frühzeitig zu erkennen und wenn dessen Beseitigung der letzte Ausweg ist.»

«Was ist nicht alles potenzielles Kriegsgerät?» flicht der Vertreter der Anklage ein. «An ein so genanntes Schwellenland verschenkte Lastwagen oder Transporthelikopter könnten in den Krieg ziehende Truppen oder Waffen transportieren. Hätte der Mensch nie das Rad erfinden dürfen, damit nicht einst Räder für den Sieg rollen? Ihr Gerede mag bei gewissen Kreisen unserer Bevölkerung Beifallsstürme hervorrufen und auch von einigen Vertretern der Medien lebhaft begrüsst werden. Hier, vor dem Hohen Tribunal ist das, was Sie da zum Besten geben, völlig deplatziert. Im Übrigen nähert sich die Geduld des Tribunals dem absoluten Nullpunkt. Ich gebe Ihnen noch zwei Minuten Zeit, Ihr Plädoyer zu beenden.»

Der Verteidiger bemüht sich um einen Schlussgedanken. «Resümierend finden wir ein schuldhaftes Verhalten nicht beim Angeklagten, nein, wir finden es in unserem trägen politischen System. Nicht Doktor Malvin gehört auf die Anklagebank, sondern diejenigen Glieder unserer Gesellschaft, die in blindem Eifer der totalen Kommerzialisierung unseres Lebens der Quasi-Legalisierung der Herstellung hochwirksamer Vernichtungswaffen und damit der Eskalation des Wettrüstens Tür und Tor öffnen. Malvin wurde sukzessive zum Werkzeug jener skrupellosen Zeitgenossen geformt. Der Destruktor XL3 hätte den Stempel eines gelungenen Werkes tragen können, wäre da nicht die Möglichkeit des Missbrauchs programmiert gewesen. Als Malvin dies mehr und mehr bewusst wurde, begann er an der Existenzberechtigung des Destruktors zu zweifeln und entschloss sich, nach hartem Ringen mit seinem Gewissen, die Grundsysteme zum Betrieb des Geräts, nämlich die Pläne und das Kernstück, zu vernichten. Doktor Malvin genügte seiner Pflicht als Bürger in Loyalität dem frei denkenden Teil unserer Gesellschaft gegenüber. Ich fordere das Hohe Tribunal auf, Herrn Doktor Malvin frei zu sprechen.»

Ungeduldig in seinem frisch verplüschten Richterstuhl hin und herschwankend spricht der Vorsitzende: «Herr Verteidiger, Ihr Plädoyer ist hiermit beendet. Der Beirat des Tribunals wird alsbald über Ihre generelle Zulassung zur Verteidigung von Straffällen der hier vorliegenden Art entscheiden. In der Strafsache Doktor James Harold Malvin zieht sich das Tribunal zur Beratung zurück.»

Nach einer Weile angespannten Wartens betritt ein Sprecher des Tribunals die Bühne und verkündet: «Das Hohe Tribunal ist in der Strafsache Malvin zu folgendem Urteilsspruch gekommen: Doktor James Harold Malvin ist der Sabotage an Staatseigentum für schuldig befunden worden. Das Urteil lautet auf zweieinhalb Jahre Haftstrafe. Die Strafe ist zur Bewährung auszusetzen. Mit sofortiger Wirkung gilt der Arbeitsvertrag des Verurteilten mit der ANPHYTEC als gelöst. Dem Verurteilten ist es zeitlebens strengstens untersagt, ANPHYTEC-eigene Institutionen zu betreten. Der Verurteilte trägt die Kosten des Verfahrens.»

«Da ist der aber gut davongekommen», meint Rolys. «Und wie geht es jetzt mit dem Projekt weiter?» grübelt Denning. «Das Programm läuft weiter, wenn auch mit einer gewissen Verzögerung», sagt Rolys. «Das Wichtigste ist jetzt Lieferverträge einzuhalten.» «Einen Tag im Verzug und ein anderer Produzent bekommt den Zuschlag», meint Denning. «Die Konkurrenz schläft nicht.»

 

NACHSPIEL

Ein paar Wochen später wird die Premiere des Destruktoreinsatzes zum vollen Erfolg und die Serienproduktion des Geräts startet unverzüglich. Alle bereits bestellten Exemplare werden ausgeliefert, bevor die Konkurrenz tätig werden kann.

Frau Okinger übersteht die Destruktoraffäre unbehelligt. Ein Herr Prönkler, alias Karimbow und Disponent einer Zulieferfirma der ANPHYTEC, erklärte vor Gericht als vereidigter Zeuge, Billy Rolys habe eigenhändig die Kassette zerstört. Prönklers Selbstsicherheit lässt vermuten, dass er Billy aufgespürt und dafür gesorgt hat, dass er für immer schweigt. Mit sich und der Welt zufrieden, streicht er Frau Okingers ‘Schweigegeld’ ein. Sie hat die geforderten zehntausend Euro um ein paar Piepen aufgestockt.

 

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Hans Fritz).
Der Beitrag wurde von Hans Fritz auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Blütezeit am Baum des Lebens von Shri Mataji Nirmala Devi (Übersetzer Uwe David)



Sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene schildert "Blütezeit am Baum des Lebens" die Geschichte der Evolution unseres Bewusstseins von der Erschaffung des Universums hin bis zur Erleuchtung in spiritueller Selbst-Erkenntnis. Dabei legt es gleichermaßen Wert auf Anleitung wie auch auf Inspiration.
Mit wohlwollenden und einfühlsamen Worten beschreibt Shri Mataji Nirmala Devi wie wir dort angekommen sind, wo wir heute stehen und wie unsere nächsten essenziellen Schritte aussehen sollten.
"Blütezeit am Baum des Lebens“ ist die erste deutsche Übersetzung der amerikanischen Ausgabe von „Journey Within“, einer Kompilation der Lehren Shri Mataji Nirmala Devis zum spirituellen Aufstieg des Menschen

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Skurriles" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Hans Fritz

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Brimikos von Hans Fritz (Satire)
Der Liebesbeweis von Rainer Tiemann (Skurriles)
Ein Milchbad für die Bohrmaschine von Christine Wolny (Wahre Geschichten)