Stefan Jacobi

Von A bis Y (Teil 5)

Der Himmel bei Nacht

22:00 Uhr. Die Nacht so nahe. Leonora streift sich mit ihrer Hand durch die Haare und legt diese nach hinten. Dadurch verhindert sie, dass ihre langen Haare in die Sicht fallen könnten. Was könnte bloß so wichtig sein, dass sie es unbedingt mitbekommen muss? Sie weiß es selber noch nicht, aber für den Fall der Fälle liegen sie nun hinten. Sie denkt kurz nach und lächelt. Und welch Weltfrieden herbeibringendes Lächeln es ist. Danach geht Leonora ins Wohnzimmer und macht sich auf die Suche nach einem ganz bestimmten Buch. "Nah, wo ist es denn, Mensch." Sie öffnete mehrere Schubladen doch dort war niemals ein Buch befindlich. "Ach, scheiß egal jetzt, aber wo ist eigentlich mein Handtuch?" Leonora hatte sich vorgenommen morgen Schwimmen zu gehen. Und wieder schaute sie sich um. Doch auch das Handtuch ließ sich nicht finden. "Jetzt reichts, ich suche einfach mein Portemonnaie", sagte sie, um sich vergeblich nach ihrer Geldbörse umzuschauen. "Das kann doch wohl jetzt nicht sein." Ihr fiel der Brief ein, den sie am Abend noch zurückgelegt hatte. Nachdem sie die Treppen hochgegangen war, und die Tür zu ihrem Schlafzimmer öffnete, klingelte es unten an der Tür. "Huch, ich hab doch eigentlich gar keinen Besuch erwartet, oder nicht?" Sie wunderte sich zunächst und schritt dann nach unten zur Tür. Ohne lange zu überlegen öffnete sie diese. Das nächste was sie vernahm war eine sanfte Stimme, die langsam zu ihr sprach.
"Hey, na." Es war Nemiel. Leonora schaute selbst kurz zur Uhr, nachdem sie Nemiel durchmustert hatte.
"Ehm, du es ist spät." Nemiel konnte dies natürlich nicht abstreiten.
"Ich will auch gar nicht viel", antwortete er eher unpassend. "Na dann... du ich war auch grad am Suchen, entschuldige mein aufgebrachtes Antlitz."
Nemiel nickte. "Na, das passt sich doch ganz gut, ich war auch grade auf der Suche." Leonora lächelte. "Wie du auch?" Nemiel nickte erneut. "Ja, schau mal, da in den Sternen hab ich meinen großen Wagen verloren", sagte er und schaute selber kurz zum Himmel. Als Leonora einen Blick in den Himmel warf, wurde sie wenig später umarmt. Von wem auch immer. Sie schloss die Augen und verstummte für einige Minuten.
 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Stefan Jacobi).
Der Beitrag wurde von Stefan Jacobi auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Tal der gebrochene Puppen: Virtuelle Liebe von Paul Riedel



Der Umweltminister wurde von einer gierigen Reporterin erwischt. Sein transsexueller Liebhaber aus Thailand droht seine Karriere zu beenden. Wer steckt hinter diesem Spiel? Wie kann man die Lage retten? Auch im katholischen Bayern sind nicht alle Liebesaffären christilich.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Stefan Jacobi

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Von A bis Y (Teil 1) von Stefan Jacobi (Besinnliches)
Supergirl von Carolin Schmitt (Liebesgeschichten)
Der Augenblick von Klaus-D. Heid (Wie das Leben so spielt)