Wilhelm Westerkamp

Der Mittelpunkt der Gesellschaft etwa?

Spürst du auch das Eis deutlich in deinen von Kälte geröteten Händen? Dann sieh doch einmal die Sterne am dunklen Himmel an, wie sie freundlich funkeln und doch so weit entfernt erscheinen?

Doch die Menschen passen sich dieser undurchsichtigen Lage recht zügig an, ob diesbezüglich eine gewisse Kälte zu spüren ist oder weniger, spielt hierbei keine bedeutende Rolle; Hauptsache die Spezies Mensch, überlebt jene sich in der Krise befindliche Zeit,besonders durch die spürbare Kälte malträtierte Epoche, die einem die Finger ertauben lässt. Sollte diese sich androhende menschliche Kälte, denn den Einzelnen moralisch verstümmeln und sogar ausrotten wollen? Die Menschen würden vielleicht mit einem kurzem, aber prägnanten Lächeln kontern, doch was bliebe ihnen denn anderes übrig, um ihre dominierende Art zu erhalten? Erst wenn der Sonnenschein gegen Mittag wieder einsetzt und sich allmählich, durch die inhumane Kälte zwängt, verspürt man ein wenig liebevolle Gedanken, so als würde man den Tag hochleben lassen wollen, damit der gehässige Tod, der nur zu gerne in unserer unmittelbaren Nähe weilt, wie einer „ Fata Morgana“ ähnlich, am weitläufigem Horizont erscheint und unserer ständiger Gast bleiben wird.

 

Die Kälte wie auch die Hitze, als entgegengesetzte Pole, machen ihren besonderen Reiz aus, der in den Extremen zu suchen ist, die viele Menschen mit Argusaugen wahrnehmen, obwohl jeder weiß, das es sich in der Mitte davon, viel besser aushalten lässt, es jedoch dort auch rasch langweilig werden kann, ja so langweilig, das man sich doch wieder zu den Extremen hingezogen fühlt und sich dann doch dafür entscheidet, aber auch mit der perfiden Angst vielleicht leben zu müssen, nicht mehr zur „Mitte“ der Gesellschaft zu gehören, weil die Majorität weiterhin den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentiert. Jene Majorität also, deren Ausblick auf ihr weiteres Leben, eher unspektakulär verläuft und auf längere Sicht gesehen, alternativlos erscheint, spielt hierbei der „Sicherheitsaspekt“ eine entscheidende Rolle, die für die Mehrzahl der Menschen, die unseren Planeten bevölkern, vermutlich das „Maß aller Dinge“ sein wird.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Westerkamp).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Westerkamp auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Wir Kinder aus dem JWH von Annett Reinboth



Mein Buch "Wir Kinder aus dem JWH", erzählt von meinen ersten 18 Lebensjahren. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Mein Elternhaus war ein kaputtes und krankes dazu.
Es war nur eine Frage der Zeit bis ich in einen JWH eingewiesen wurde. Viele glaubten damals das so ein Jugendwerkhof für Verbrecher sei. In meinem Buch geht es nicht darum, das ich nach dem Mitleid der Menschen schreie. Ich stelle nur in Frage, ob das was man uns damals angetan hat noch in einem gesunden Maße gerechtfertigt werden kann...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Essays" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Wilhelm Westerkamp

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? von Wilhelm Westerkamp (Satire)
SPARSAME ZEITEN von Christine Wolny (Erinnerungen)