Peter Biastoch

REHA 1

Wie bereits erwähnt erhielt ich eine Reha-Kur. Diese erstreckte sich vom 23.11. bis zum 14.12.2017 und meine Frau begleitete mich dorthin.

26.11.2017  REHA-Kur (Falkenstein-Klinik; Bad-Schandau)

Gestern waren wir zu dem Vortrag eines Psychologen, mit dem Thema: Macht uns Stress krank? Er brachte unter anderem den Vergleich mit einem Auto, indem er sagte: Was machen wir, wenn wir mit unserem Auto unterwegs sind und plötzlich geht irgendeine Warnlampe an? Selbstverständlich kümmern wir uns so schnell wie möglich darum, was hinter diesem Warnsignal steht. Notfalls fahren wir in eine Werkstatt.

Doch wie ist das mit unserem Körper? Er meldet Mündigkeit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Schweißausbrüche usw. Halten wir dann inne und fragen nach den Ursachen? Nein! Wir sagen uns: „Junge, du wirst auch langsam alt.“ Oder, „noch zwei Tage, dann ist Wochenende, da kann ich mich erholen.“ Bzw. (wie das ganz besonders bei mir der Fall war): „Ich habe jetzt erst noch das und das zu erledigen, das ist unaufschiebbar, da muss ich durch!“ Zu gut Deutsch, wir ignorieren all diese Signale unseres Körpers und machen weiter, wie gehabt.

 

Lass mich hier ein Erlebnis einfügen, das dies verdeutlichen soll:

Gismos (Spielereien)

Meine Tochter überprüfte, bei ihrem PKW, regelmäßig dein Stand der Wischerflüssigkeit, den Reifendruck, die Bremsflüssigkeit und den Ölstand. Jedenfalls, als sie ihr Auto neu hatte. Später wurden diese Kontrollen seltener und beschränkten sich auf die Tage vor großen Fahrten. Mehr und mehr vertraute sie den Anzeigen auf ihrem Armaturenbrett. Doch eines Tages sprang ihr Wagen einfach nicht mehr an. Keine Warnlampe war angegangen und so war der Schock groß, als sie in ihrer Werkstatt erfuhr, dass sie mit zu wenig Öl unterwegs gewesen ist und nun einen massiven Motorschaden hatte. Ihr  blieb nur die Wahl zwischen einer extrem teuren Reparatur, oder einem neuen Wagen...

Tja, hätte meine Tochter gewusst, dass ihre Warnlampe für den Öldruck eine reine Spielerei ist und erst angeht, wenn die Pumpe keinerlei Öl mehr zu fördern findet und dass ein Motorschaden bereits eintritt, lange bevor dieser Zustand erreicht ist (d.h., überhaupt kein Öl  mehr gepumpt wird), wäre ihr klar gewesen, dass sie wesentlich regelmäßiger den Ölstand manuell prüfen muss, was sie nun natürlich bei ihrem neuen Wagen auch wieder macht. (Einfügung Ende)

 

Ich glaube, mit diesem Beispiel wird recht deutlich, dass wir uns viel mehr Sorgen um ein Auto machen, als um unsere eigene Gesundheit! Wir müssen wesentlich mehr auf die kleinen und oft schon nicht mehr so kleinen Warnsignale unseres Körpers achten, bevor uns ein Motorschaden (Herzinfarkt) auf den Schrottplatz (Krankenhaus / Friedhof) befördert!

Doch, wie bringe ich nun all den lieben Menschen, die auf mich angewiesen sind bei, dass ich mein Leben ändern muss? Eines ist klar: Nur die wenigsten von ihnen werden das sofort, wenn überhaupt, verstehen und akzeptieren! Dieser Diplompsychologe gab uns persönlich den guten Rat, klare Grenzen zu ziehen und im Zweifel auch einem Streit nicht aus dem Wege zu gehen. Zitat: „Es geht schließlich um ihr Leben!“

Hatte ich schon erwähnt, dass auch meine Frau mit nach Bad Schandau gefahren ist? Wir hatten uns sehr schnell darauf geeinigt, dass es auch für sie gut wäre, diese drei Wochen aus dem Pflegestress, bei ihrem Vater, heraus zu kommen!

Inzwischen hast Du ja auch gelesen, wo wir diese drei Wochen verbracht haben – in der „Falkenstein-Klinik“ von Bad-Schandau, im Elbsandsteingebirge. Die Klinik selbst liegt im Ortsteil „Ostrau“, einer Ebene ca. 30 Meter oberhalb von Bad-Schandau.

Unser Zimmer in diesem riesigen Komplex war ganz oben, am Ende des Flures. Von dort aus hatten wir eine wunderschöne Fernsicht auf den Falkenstein und den Beginn des Gebietes der Schrammsteine, deren markante Form einige meiner dort entstandenen Fotos dominiert.

 (Fortsetzung folgt)

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