Peter Biastoch

REHA 2

Bei einem Dia-Vortrag über Bad-Schandau erfuhren wir auch, dass diese Felsen ihren Namen davon hatten, dass kein Kletterer dort wieder heraus käme, ohne Schrammen! Im Übrigen gab uns dieser Vortrag einige interessante Eckdaten, über die es sich sicher noch einmal lohnen wird, Nachforschungen anzustellen. Besonders spannend scheint dabei auch das Leben eines Herrn Sendig zu sein, der zu Beginn des vorigen Jahrhunderts viele der heute noch stehenden Gebäude in Bad-Schandau bauen ließ. Auch in Ostrau gibt es eine Straße, die von seinen Villen gesäumt ist. Leider wurde diese Straße gerade neu gebaut, als wir dort waren. Sie soll nächstes Jahr zur „Kurpromenade“ der Falkensteinklinik werden.

Zu meinem Kuraufenthalt habe ich eine ähnliche Meinung, wie mein dortiger Stationsarzt, der meinte: „Wozu schickt man sie jetzt hierher? Nach der zweiten OP würde das doch erst Sinn machen.“ Es ist eine Tatsache, dass ich bisher einen Stand ins Herz gepflanzt bekam und eine weitere Arterie zu 75 % zu ist. Um diese Engstelle zu beseitigen habe ich ja schon einen Termin am 16.02.2018. Nun gut, meine Gymnastik und Ergotherapie wurde mit maximal 40 Watt gedeckelt und fiel mir daher überhaupt nicht schwer und so wurden diese drei Wochen wirklich zu einem echten Erholungsurlaub für meine Frau und mich!

Aufgrund dessen, dass ich nicht gerade leistungsfähig bin, war ich leider auch darauf beschränkt, ebenes Gelände zum Spazierengehen auszuwählen, was uns auf den Ortsteil „Ostrau“ beschränkte. Lediglich zwei Mal ließen wir uns vom Kliniktaxi nach Bad-Schandau hinunter fahren. Allerdings ist dort, in der jetzigen Winterzeit nicht wirklich etwas los, so dass wir mit der Verweildauer von jeweils 2 Stunden voll und ganz auskamen!

Ein Blick die Elbe hinauf, ein Blick die Elbe hinunter, den Marktplatz umrunden und drei Seitenstraßen vom Markt aus durchbummeln – das war es dann auch schon von Bad-Schandau. Der Marktplatz wurde dominiert von einer Kirche, dem Sendigbrunnen und mehreren Hotels, die alle auf den Bauherrn Sendig zurück gehen.

Das wohl bekannteste Bauwerk dieses Herrn Sendig ist wohl der Personenaufzug, mit dessen Hilfe man von Bad-Schandau nach Ostrau gelangen kann. Wie wir erfuhren, gibt es weltweit nur zwei dieser frei stehenden Aufzüge gibt. Dieser hier wurde im Jahr 1997, aufgrund seiner Beleuchtung, als „größte Kerze“, ins „Guinesbuch der Rekorde“ eingetragen.

Was an Bad-Schandau ebenfalls interessant ist, sind die Hochwassermarken, die an verschiedenen Häusern angebracht sind und besonders auf den Hochwasserstand vom 16.08.2002 verweisen. Viele der Häuser, um den Markt waren demzufolge bis über die 1. Etage unter Wasser!

Doch, wieder zurück nach Ostrau. Fast jeden Morgen stand für mich (um 8.30 Uhr) ein Spaziergang von ca. 1 km Länge auf dem Programm. Dabei ging es, in einer Acht, einmal um die Klinik und einmal um das daneben stehende Hotel „Ostrauer Scheibe“. Margitta begleitete mich jeden Tag bei dieser Runde und erzählte, dass sie dieses Hotel noch von früher kannte. Damals war sie mit ihren Eltern gelegentlich in der Sächsischen Schweiz unterwegs und unter anderem auch in diesem Hotel, zum Mittagessen.

Zurzeit steht dieses Gebäude leer und wartet auf einen neuen Eigentümer. Die ersten Anzeichen von Verfall sind zu erkennen und so habe ich nicht einmal ein Foto von diesem Haus, als ganzem gemacht.

Als etwas absonderlich fanden wir, dass der große Speisesaal, trotz Leerstand – oder gerade, wegen diesem – komplett eingedeckt war! Wir konnten uns jedenfalls denken, was man damit bezwecken wollte. Nämlich, dass das Gebäude einen bewirtschafteten Eindruck vermittelt und so der Anreiz, die Scheiben einzuwerfen, reduziert würde!?!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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