Olaf Lüken

Die Magie des Geldes

Die Welt der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Es verstopft unsere Taschen, beult Geldbörsen aus,
füllt heimische Spardosen und Marmeladengläser, sorgt für Schlangen an den Supermarkt-
kassen und ist ökonomisch eher nutzlos, vor allem als Kleingeld. Immer wieder wird die Ab-
schaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen gefordert. Viele Länder haben diesen Schritt bereits
getan. Und dennoch: Geld ist magisch, selbst wenn sein Wert schwindend ist. Das weiß jeder,
der mal versucht hat, Münzen in den Müll zu werfen. Man widerstrebt, auch wenn es nur ein
Cent ist und deponiert die Münze lieber in einer Schale oder einem Glas, nahe der Wohnungs-
tür ,wo sie ruht und langsam dunkler wird. Geld und selbst nur ein kleiner Cent,hat Symbol-
kraft und wird auch von jenen geachtet, die daran glauben, dass er Glück bringt. Langsam
setzt sich auch in Deutschland die Erkenntnis durch, das Ein- und Zweit-Cent-Stücke eher
unnütz sind. Denn die Kupfer-Stahl-Münzen sind unpraktisch und in der Summe schwer.
Im Alltag sind sie nicht beliebt. Wer freut sich schon,wenn die Kassiererin im Laden entschuldi-
gent sagt: "Ich muss Ihnen klein herausgeben." Zudem verursachen Produktion und Trans-
port der Ein- und Zwei-Cent-Stücke Handel und Staat hohe Kosten,ohne dass dem ein öko-
nomischer Nutzen gegenübersteht.Nichts spricht dagegen, sich die Kleinstmünzen gleich
ganz zu ersparen, anstatt sie anzusparen. Beim Bezahlen können die krummen Preise dann
schlicht in 5-Cent-Schritten auf- und abgerundet werden, sodass es für den Verbraucher unterm
Strich gleichbleibt.

(c) Olaf Lüken (2017)

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