Hans Elmer

040418

040418

 

Dies ist ein denkwürdiges Datum. Bis jetzt noch nicht, aber nach den nun folgenden
Ausführungen wird es das hoffentlich sein. Ich habe leider keine Einzelheiten, aber
das ist nicht so wichtig. Es geht einfach darum, dass wir nicht nur von Deppen regiert,
sondern auch von Deppen verwaltet werden. In dem Fall geht es um eine
Berufsgenossenschaft und ein Sozialgericht in Heilbronn. Und um eine diesbezüglich
Meldung in den Nachrichten an diesem Tag.

 

In einem Heilbronner Betrieb ist ein Mitarbeiter im WC auf einer Seifenpfütze ausgerutscht
und hat sich am Waschbecken den Kopf angeschlagen. Dies wurde, vermutlich von
der Firma, bei der zuständigen Berufsgenossenschaft als Betriebsunfall angemeldet.
Die sind nämlich für so was zuständig. Eigentlich. Doch diese Berufsgenossenschaft
lehnt ihre Zuständigkeit ab. Wenn auf dem Weg zum und vom WC etwas passiert,
dann gilt das als Arbeitsunfall, aber das WC selbst ist davon ausgeschlossen.
Sozusagen neutraler Boden, oder was auch immer aus diesen verschwurbelten Gehirnen heraus kam.

 

Nun könnte man das Ganze so stehen lassen und die Entscheidungsträger von dieser
Berufsgenossenschaft einfach als kleinliche Erbsenzähler bezeichnen. Denn ich kann
mir nicht vorstellen, dass dieser Unfall im WC diese Berufsgenossenschaft in finanzielle
Bedrängnis bringen könnte. Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass derartige
Unfälle an der Tagesordnung sind.

 

Es gab da allerdings jemand, der mit dieser Erbsenzählerei nicht einverstanden war.
Mit seiner Klage allerdings, ist er satt gegen die Wand gefahren. Denn das Heilbronner
Sozialgericht wird auch von Erbsenzählern dominiert. Den Rest könnt ihr euch denken.
Irgendjemand sollte mal überprüfen, wieweit die Mitglieder dieser beiden Institutionen
verwandt sind. Oder einfacher, mit wie vielen Nachnahmen sie auskommen.

 

Jetzt gibt es allerdings einen richterlichen Beschluss, der da lautet: Der Aufenthalt auf
dem WC, hat nichts mit der Arbeit zu tun. Und jetzt gibt es wiederum Menschen, die im
Gegensatz zu den oben genannten, ihr Gehirn zum Denken einsetzen.
Und das könnte so aussehen:

 

Wenn der Aufenthalt auf dem WC nicht zur Arbeit gehört, muss ich meine Mitarbeiter
für diese Zeit auch nicht bezahlen. Für Kleinbetriebe wird das nicht so Interessant sein.
Gehen wir mal von fünf Minuten pro Sitzung aus. Und gehen wir mal von 30 Euro
Lohnkosten aus, das ist mit Abgaben eher untertrieben. Das macht dann bei 12 Mitarbeitern
eine Stunde pro Tag, also 30 Euro. Da macht sich wohl niemand Gedanken darüber.

 

Bei 12000 Mitarbeitern sind das allerdings 30000 Euro pro Tag, Da kann man schon mal
darüber nachdenken, Kartenleser an den WC’s anzubringen. Zumal das Ganze gerichtlich
abgesegnet ist. Und zwar von einem Sozialgericht.

 

Der VW Konzern hat über 600000 Mitarbeiter. Da lohnt sich das nachdenken.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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