Paul Rudolf Uhl

ZENSUR ?

(die schreckliche Leichtigkeit schriftstellerischen Seins)

 

Gestern Abend kamen drei Herren in unser Haus. Einer wies sich aus: C. Bukowsky vom Bundeskriminalamt! Er stellte die beiden anderen vor: Herr Miller vom internationalen Arbeitsstab Terrorbekämpfung und Mr. Claine vom FBI...

Sie fragen, ob ich der Paul Uhl und Schriftsteller sei. Als ich zögernd, (weil ich ja nur ein kleiner Hobbypoet und Erlebnisschreiber bin) bejahte, ersuchten Sie mich, ihnen meinen Computer und meine Aufzeichnungen, Bücher etc. zu zei-gen. 

Herr Bukowsky erklärte mir, dass der Rechner, meine Arbeitsunterlagen und die fertigen Bücher beschlagnahmt seien und zeigte mir einen Durchsuchungsbefehl. Dann nahmen sie mich mit, in unsere örtliche Polizeistation, wo ich verhört wurde. Ich musste sagen, wem ich meine Bücher geschickt hatte, welche und wie viele. Dann fragten sie nach Beziehungen zum Passauer Literatenkreis, und ob ich zu muslimischen Vereinigungen Kontakt hätte.

Vieles mehr wollten Sie wissen und erst nach drei Stunden ließen sie mich laufen. Daheim stellte ich fest, dass mein Computer und die Bücher weg waren, und sogar die Papiertonne kam erst ein paar Tage später zurück...

Offensichtlich hatte jemand meine Werke „Fliederbuch“ und „Krieg“, in dem ich teilweise massiv pazifistische Äußerungen gemacht und die Amis als Imperialisten und die Herren Bush und Schröder als Kriegstreiber bezeichnet hatte, in falsche Hände gegeben...

Als ich erwachte, war ich in Schweiß gebadet und stürzte sofort in mein Bürozimmer. Der Computer und meine Bücher waren noch da, Thanks God!

Ein schrecklicher Traum - oder etwa eine Zukunftsvision?

P.U. 2001 

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