Andreas Rüdig

Misogynie

Misogynie ist ein abstrakter Oberbegriff. Er beschreibt soziokulturelle Einstellungsmuster, die Männern eine höhere Wertigkeit und Frauen dementsprechend eine geringere Wertigkeit zuschreibt. Frauenfreindlichkeit ist ein deutscher Begriff dafür.

Lebt der Mann mit einer Frau,
wird er schnell zur armen Sau
führt sie erst das Regiment,
hat er lang genug gepennt.
sie hat dann das Sagen
Widerspruch darf er nicht wagen
mit den Freunden einen Männerabend?
lang genug war das sehr labend
Vorm Schlafengeh`n ein helles Bier?
darauf verzichten wir!
Samstagabend vor`m TV
Porno macht uns alle schlau
denn des Fußes Ball
werden schaut, der hat`nen Knall
und suchst du dein Vergnügen,
kein Betthäschen sollst du kriegen.

Oskar, kommst du mal gefälligst.

Eigentlich ist Oskar mein bester Freund. Mit ihm kann man Pferde stehlen gehen. Doch dann hat er den größten Fehler seines Lebens gemacht. Er hat geheiratet, Roswitha, die schon vor der Ehe als Hausdrachen verschrieen war.

Seitdem darf er gar nichts mehr. Keine Orgien, Gelage, Herrenabende und Besäufnisse mehr. Auch die Besuche beim Tabledance und in der Striptease Bar sind seitdem vorbei.

Roswitha wollte Oskar völlig feminisieren. Er sollte kochen lernen, stricken, häkeln und nähen. Sie hätte zwar noch geputzt, gewaschen und andere leichtere Hausarbeit übernommen - Oskar wäre aber total entmännlicht gewesen.

Eines Tages sei ihm dann der Kragen geplatzt, berichtet der Ärmste. Er habe Fußball und Kegel gepackt und sei in eine Pension am Rande der Stadt gezogen. "Zu meiner Überraschung war sie voll von Männern, die ein ähnliches Schicksal erlitten hatten wie ich." Der Schritt in die Selbsthilfegruppe der Frauenfeinde und ins Männerhaus waaren da nicht mehr weit. "Ich bin nicht schwul. Sie glauben nicht, wie befreiend ein Leben ohne Weiber ist. Fußball? Kegeln? Saufen! Pornos! Was gibt es herrlicheres?"

Ob ihn seine Frau vermißt? Oskar weiß es nicht. Auf der Suche nach ihm soll sie allerdings schon sein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Langsam gehe ich auf das sechzigste Lebensjahr zu. Da hinter mir nahezu jede emotionale Erinnerung »verschwindet«, besitze ich keinerlei sichtbare Erinnerung! Vieles von dem, was ich Ihnen aus meinem Leben berichte, beruht auf alten Notizen, Erinnerungen meiner Frau und meiner Mutter oder vielleicht auch auf sogenannten »falschen Erinnerungen«. Ich selbst erinnere mich nicht an meine Kindheit, Jugend, nicht an meine Heirat und auch nicht an andere hochemotionale Ereignisse, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

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