Olaf Lüken

Bank und Geld

Es heißt, dass Geld die Welt regiert. Wer aber regiert das Geld ? Betrachten wir einmal einen
Banker. Der Banker ist Ihr Freund, denn er will Ihr Bestes. Ihr Geld. Was die Welt einst öko-
nomisch bewegte, ist für einen Banker Geschichte. Geldgeschichte. Dazu gehört auch die
Bankenkrise, der wir noch längst nicht entronnen sind. Für den Banker aber zählt die Ge-
genwart und sein Lebensmotto " business as usual." Und - was ist eine Bank ?

"Eine Bank ist ein Ort, an dem man Geld geliehen bekommt, wenn man nachweisen kann,
dass man es nicht braucht." Dieser Auffassung war der amerikanische Schauspieler Bop
Hope. Das Wichtigste für eine Bank ist die Tatsache, dass es Geld gibt. Ergo: Kein Geld,
keine Banker und keine Bank.

Geld scheint aber auch für die Mehrheit aller Menschen wichtig zu sein. Ursprünglich gehörte
Geld in die kultische Sphäre und bezeichnete alles, womit man Buße und Opfer erstatten
bzw. entrichten konnte. Um das 14. Jahrhundert nimmt Geld seine aktuelle Bedeutung als
geprägtes Zahlungsmittel an. Geld ist ein Wertäquivalent und kommt in materieller oder
immaterieller Form vor. Geldmünzen und Banknoten stellen die materielle Form des Geldes
dar, während Bankguthaben, Kreditzusagen und elektronisches Geld immaterielles Geld
widerspiegeln.

Das in einem Staat verwendete Geld bezeichnet man als Währung. Im praktischen Gebrauch
ist Geld ein Zwischentauschmittel, das sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet,
dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern auf Grund
allgemeiner Akzeptanz zu weiterem Tausch eingesetzt werden kann.

Haben Banken eine Zukunft ? " Bankgeschäfte sind auch in Zukunft notwendig,
Banken eher nicht." Dieser Auffassung ist zumindest Bill Gates (FOCUS 26/2016), reichster
Mensch auf dem Erdenrund.

(c) Olaf Lüken (2017)

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