Olaf Lüken

Sind wir nicht alle Millionäre ?

Nahezu jeder Deutsche ist in seinem Leben ein Millionär. Ein Monatseinkommen von
2.000 Euro addieren sich im Jahr zu 24.000 Euro, in zehn Jahren zu 240.000 Euro,
nach vierzig Arbeitsjahren zu 960.000 Euro. Eine knappe Million, bewegt von einer
Person; als Steuern für den Staat, als Geld für den Konsum oder als Anlage auf ei-
nem Sparbuch, in Aktien oder in Beteiligungen. In einer nationalen Wirtschaft mit
82 Millionen Einwohnern kreisen Milliardenbeträge. Eine ungeheure Summe. Wir
brauchen Geld als Zahlungsmittel, als Recheneinheit und als Mittel zur Wertaufbe-
wahrung. Ohne Geld könnte unsere moderne Wirtschaft nicht funktionieren. Die
Geschichte des Geldes ist die Geschichte des menschlichen Fortschritts, der
Entwicklung der Technik und der Arbeitsteilung.

Das klingt übertrieben, doch die Behauptung lässt sich beweisen. Früher war jeder
mehr oder weniger Selbsterzeuger und Selbstverbraucher. Für diesen Wirtschafts-
prozess brauchte man kein Geld. Heute haben wir uns die Arbeit geteilt. Kaum
jemand produziert noch das, was er zum Leben braucht. Fast jeder ist Zulieferer
für andere: Der Bauer züchtet Kühe in Massenbetrieben, ein Spediteur bringt die
Milch zur Molkerei, Fachleute veredeln die Milch zu Butter und Käse, und der
Supermarkt verkauft sie dem Verbraucher. Oder ein Stahlarbeiter bearbeitet
Roheisen. Ein Teil des Eisens wird zum Hammer, der Hammer wird beim Hausbau
gebraucht.

Geld besitzt einen für alle Menschen wichtigen Stellenwert. Und wie reagieren
Deutschlands Bildungsanstalten darauf ? Deutschlands Schulen sind heute kaum
in der Lage, ein alle Menschen beeinflussendes Ereignis wie die "Finanzkrise"
schlüssig zu erklären, geschweige davon Handlungsanleitungen zu ihrer Bewäl-
tigung zu geben. Sie können nicht einmal vermitteln, was Menschen mit ihrem
Geld für die Altersvorsorge tun sollen. 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler
(ab 14) haben keine Ahnung davon, was man unter einer "Rendite" versteht.
Warum, frage ich, gibt es in unserem Land, keine nationale Strategie für die
"finanzielle Bildung" ? Mittlerweile frage ich mich, was tut die Bundeskanzlerin
überhaupt ?

(c) Olaf Lüken (2018)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Olaf Lüken).
Der Beitrag wurde von Olaf Lüken auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Tanz der Zauberfee von Hartmut Pollack



Hier ist ein Buch geschrieben worden, welches versucht, Romantik in Worten zu malen. Gefühle in Worte zu fassen, die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu überschreiten, ist immer wieder für den Poeten eine große Herausforderung. Zur Romantik gehört auch die Liebe, welche im zweiten Teil des Buches Platz findet. Liebe und Romantik sind und werden stets die treibenden Kräfte im menschlichen Leben sein. Hartmut Pollack legt ein neues poetisches Büchlein vor, das die große Bandbreite seiner lyrischen Schaffenskraft aufzeigt. Der Poet wohnt in der Nähe von Northeim in Südniedersachsen in der Ortschaft Echte am Harz. Die Ruhe der Landschaft hilft ihm beim Schreiben. Nach seinem beruflichen Leben genießt er die Zeit als lyrischer Poet. In kurzer Zeit hat er im Engelsdorfer Verlag schon vier Bände mit Gedichten veröffentlicht.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)

Olaf Lüken hat die Funktion für Leserkommentare deaktiviert

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Wie das Leben so spielt" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Olaf Lüken

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Fluch ewiger Jugend von Olaf Lüken (Sonstige)
FLORIBUNDA - ... genau so von Monika Hoesch (Wie das Leben so spielt)
Mordlust 1956 von Paul Rudolf Uhl (Autobiografisches)