Marlene Remen

Frühling auf der Elfenwiese

       Fortsetzung der Kurzgeschichte   "  Die  Elfenprüfung  "



Lange hatte der Winter in diesem Jahr gedauert und die kleine Stadt am Rande
des Waldes in einen Tiefschlaf versetzt. Alles Leben schien erloschen und die
Menschen sehnten sich sehr nach dem Frühling. Es war Anfang April und die
Temperaturen wurden milder. Ab und zu gab es noch eine frostige Nacht, aber
dann war auch dies vorbei. Die Sonne tat ihr Bestes, um auch die letzten Schneeflecken
aufzutauen und siehe da, überall regte sich neues Leben.

In den Gärten und am Rande der Strassen und Wege waren wie von Zauberhand ganze
Büschel mit Schneeglöckchen gewachsen. Ihre hübschen kleinen Glöckchen nickten
den Menschen zu und brachten ihnen die Gewißheit, ja, der Frühling ist nun angekommen.

Auch auf der Wiese, inmitten des Waldes, regte sich das erste Leben. Das Gras wurde
zusehends grüner und die ersten Kräuter und Wildblumen streckten mutig ihre Stiele
aus dem Wiesenboden. Und sogleich umschwirrten sie eine Menge von Käfern und auch die
ersten Bienen und Hummeln kamen hinzu. Eine Knospe nach der Anderen öffnete sich und
der Duft, der diesen Blüten entströmte, hüllte die ganze Wiese ein.

Die Winterstürme hatten an vielen Bäumen Schäden angerichtet und ein paar Waldarbeiter
begannen mit der Entsorgung der abgeknickten Äste und luden auch kleinere junge Bäumchen,
die den Stürmen nicht standgehalten hatten, auf einen Transportwagen. Den letzten, dickeren
Stamm nutzten sie, um eine kleine Rast zu machen. Voller Freude blickten sie dabei auf die
Wiese, über der ganz viele Schmetterlinge in den schönsten, bunten Farben, schwebten.

Doch den wahren Zauber dieses Augenblick, den nahmen sie nicht wahr. Denn die Schmetterlinge,
die sie sahen, es waren die Blumenelfen, die auch aus ihrem langen Winterschlaf erwacht waren.
Und eine jede von ihnen versorgte nun die von ihre ausgesuchte Blume und ließ sie all ihre
Liebe und Fürsorge spüren.Und die jüngste Elfe, die kleine Joana, die im vergangen Jahr ihre
Flügel bekommen hatte, auch sie bemühte sich ganz besonders um ihre Blume, das schöne,
gelbe Johanniskraut.

Ganz versunken waren die Waldarbeiter in den Anblick all der vielen, schönen Falter,
die aber eigentlich die Blumenelfen waren.

                                Oder       doch       nicht ??

Wenn die Blumenelfen tanzen, ihren Tanz im Sonnenschein,
berühren sie mit ihren Füßchen, jedes kleine Blümelein.
Marlene Remen, Anmerkung zur Geschichte

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