Peter Kröger

Das Geheimnis

 

 

Als Gernot älter wurde, schaute er zurück, und das Meer war glatt und glitzerte, und auf den Kaimauern saßen Fischer und schwiegen. Das Leben war gut zu ihm gewesen, kaum sperrig oder wiederborstig, viel mehr ein Umhang aus Seide und milder Brise, ein wärmendes Licht. Alles war ein Fließen und Treiben, und alle zarten Schmerzlichkeiten gingen, wie sie gekommen waren, nichtssagend, fremd.

Älter nun sah er, was ihm wie die Ernte des Guten und Schönen erschien, kühlen Gedanken folgend, erhaben und wahr, ohne Umwege zum Greifen nah.

Und doch: das Ende des Tages erlebte er nicht. Jemand schrie seinen Namen und zielte auf ihn. Gernot hörte und sah es und wartete. Bis ins Mark erschüttert vom Knall, der alles um ihn in Stücke riss, getroffen von etwas Unbeschreiblichem, was sein Herz durchschlug, sank er nieder. Nach und nach erschienen Menschen, die sich über ihn beugten und schließlich bedauernd die sonst so emsigen Hände falteten. Auf dem Friedhof der Heimatlosen wurde er begraben.

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