Olaf Lüken

Geld - zwischen Klugheit und Redensart II

Der Däne: Wenn du kein Geld hast, dann sei wenigstens höflich. Ein Beutel voller Geld
ist überzeugender als zwei Beutel voller Wahrheit. Geld ist redegewandter als zehn
Abgeordnete. Wer Geld hat, hat Angst. Wer kein Geld hat, hat Sorgen. Das Geld ist
der Schlüssel, der durch alle Türen passt. Geld ist die beste Ware, sie gilt im Sommer
wie im Winter.

Der Franzose: Ein Mann ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne. Geld ist das einzige,
was eine Frau für sich behalten kann. Liebe vermag viel, Geld alles. Geld ist ein vorzüg-
liches Mittel, um die Armut zu ertragen. Mit Geld werden sogar hässliche Dinge
schön; aber alles wird entsetzlich mit der Armut. Geht Geld vor, geht das Recht nach.

Der Engländer: Die beliebteste aller englischen Sportarten ist das Geldverdienen. Time
is money. Der Reiche hat überall die maßgebliche Meinung. Warum blinzelt die Queen
auf der britischen Pfundnote, wenn ein Schotte den Schein aus der Tasche zieht ?
Weil sie jahrelang kein Tageslicht mehr gesehen hat. Es wird viel Geld verloren, um Geld
zu gewinnen.

Der Schotte: Heirate nie wegen Geld. Es ist billiger, wenn man einen Kredit nimmt.

Der Waliser: Geld ist wie ein Aal, den man in der Hand hält.

Der Ire: Das Geld schwor einen Eid: Niemand, der es nicht liebte, sollte es haben.

Der Amerikaner: Dem Geld darf man nicht nachlaufen - man muss ihm engegen
kommen. Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel die
andere. Geld ist wie ein Arm oder ein Bein - benutze es oder verliere es.

Der Chinese: Wer Geld verdient ist niemals müde. Mit Geld kann man dem Teufel
befehligen, ohne Geld kann man nicht mal einen Menschen zu etwas auffordern.

Der Japaner: Geld zu verdienen ist wie mit einer Nadel im Sand zu graben; es
auszugeben ist, wie das Wasser, das im Sand verrinnt.

Der Russe: Wenn das Geld spricht, schweigt die Wahrheit. Für Geld verkauft der
Abt sein Kloster.

Der Italiener: Geld öffnet alle Türe, nur die Himmelspforte nicht. Wer alles bloß
des Geldes wegen tut, wird bald des Geldes wegen alles tun.

(C) Olaf Lüken (2017)

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