Heinz-Walter Hoetter

Wir sind keine freien Menschen

Die meisten Menschen bemerken es nicht einmal, dass sie nicht frei sind.

Spricht man über dieses Thema mit ihnen, hört man Sätze wie diese:

"Wieso sind wir nicht frei? Wie kommst du denn darauf? Jeder kann doch machen, was er will? In der DDR waren doch alle eingesperrt und durften außerdem nicht überall hinreisen. Wir leben doch in Freiheit und können selbst entscheiden, in welchem Land wir z. B. den Urlaub verbringen wollen."

So oder ähnliche Sätze hört man tatsächlich überall, wenn man darüber spricht, dass wir Menschen nicht frei sind.

Natürlich leben wir nicht hinter einer Mauer, wie die Menschen damals in der DDR. Auf den ersten Blick scheinen wir tatsächlich frei zu sein, wie ich zugeben muss. Aber das ist ja das perfide daran, dass die modernen Menschen glauben, sie seien frei, sehen aber die unsichtbaren Fesseln nicht, die man ihnen heimlich und unbemerkt angelegt hat.

Hierzu gehören auch die sog. Systemmedien, die man unter dem Begriff "Mainstream Media" zusammenfasst. Sie sind es, die uns rund um die Uhr mit allen möglichen Unterhaltungen berieseln und uns damit Sand in die (geistigen) Augen streuen, damit wir nicht erkennen können, dass wir in Wirklichkeit von Zwängen und den heimlich angelegten Fesseln nichts bemerken, die man uns angelegt hat.

Das Gegenteil von Freiheit ist die Versklavung.

Sklaverei ist alles das, wo eine herrschende Klasse einer Gesellschaft (jene Menschen also, die die politische Macht und vor allen Dingen das Geld besitzen) andere Menschen (die überwiegende Mehrheit einer Gesellschaft) so quasi als ihr Eigentum ansehen und ihre Herrschaft dazu benutzen, eine ahnungslos gebliebene Menschheit nach ihren politischen Vorstellungen zu manipulieren.

Allerdings beschreibt der Begriff der Sklaverei vergleichsweise oberflächlich den Zustand heutiger plutokratisch funktionierender Gesellschaften.

Ich spreche daher lieber von der sog. "Schuldknechtschaft".
Was heißt eigentlich "Schuldknechtschaft"?

Die Schuldknechtschaft bezeichnet laut dem Bundesgesetzblatt eine Rechtsstellung oder Lage, die entsteht, wenn ein sog. "Schuldner" für seine Schuld persönliche Dienstleistungen verpfändet und diese Dienstleistung nicht nach Dauer und nach ihrer Art begrenzt sind (BGBl. 1958 II S. 203).

Damit sind wir alle Schuldner per Gesetz in diesem ach so gelobten Deutschland, welches sich seiner gewährten Freiheiten, seiner Demokratie und eines unglaublichen Wohlstandes erfreut, wie es die Deutschen noch nie gesehen haben in ihrer Geschichte.

Wer würde denn schon dagegen sprechen wollen?
Übrigens kann kein Staat die Freiheit als solche "gewähren". Sie ist vielmehr ein "Naturrecht", das erst gar nicht "gewährt" werden muss, schon gar nicht von staatlichen Gebilden und Systemen aller Art.

Doch weiter mit dem Thema “Schuldner”.

Der Begriff "Schuldner" wird laut Wikipedia folgendermaßen definiert:
„Schuldner ist eine natürliche oder juristische Person, die aus einem vertraglichen oder GESETZLICHEN Schuldverhältnis eine Leistungspflicht trifft.

Und in der Tat hat uns dieser "Staat" alle gesetzlich in eine Sklaverei ähnliche Abhängigkeit gebracht (siehe dazu auch der Begriff Lohnsklave).

Im Schnitt muss jeder arbeitende Mensch den gesamten Lohn von mehr als sechs Monaten an diesen “Staat” abgeben. Erst im siebten Monat geht das Geld eines jeden Arbeitenden in sein eigenes Portemonnaie.

Ein ungeheuerlicher Vorgang, der die Lohnsklaverei ganz legal zur Normalität macht, weil alle fleißig arbeitenden und in Lohn stehende Bürgerinnen und Bürger fast 40 Prozent an Zinsen für die weltweit agierenden Geldkartelle sozusagen zwangsweise “abdrücken” müssen. Außerdem leben wir in einem sog. “Schuldgeldsystem”.

Was ist eigentlich ein “Schuldgeldsystgem”?

Hier die Erklärung

Das herrschende Geldsystem fußt auf der Ausgabe von Krediten, denn ohne Kreditvergabe gäbe es überhaupt kein Geld.

Fakt ist, dass diese Entwicklung bereits bei den sog. „Zentralbanken“ ihren Anfang nimmt.

Schon die Geschäftsbanken müssen sich bei der Zentralbank verschulden um Geld, wieder per Schulden, an die privaten Haushalte und Unternehmen weiterreichen zu können. Deshalb ist gerade der Begriff Schuldgeldsystem präzise und angebracht.

Unser komplettes Wirtschaftssystem basiert auf verzinsten Krediten, die gleichbedeutend mit Schulden sind. Für die Erbringung der Zins- und Zinseszinsen wird vor allen Dingen die arbeitende Masse (die fleißigen Arbeiter) vom bestehenden Finanz- und Geldsystem in die zwangsweise Pflicht genommen.
Aber das ganze hat noch eine ganz andere Konsequenz, denn ohne Schulden gäbe es in der Tat kein „Guthaben“.

Was des einen Schulden sind des anderen Guthaben und umgekehrt.

Das heißt vereinfacht gesagt, dass der einzige Unterschied zwischen Vermögen und Schulden im Vorzeichen besteht. Summiert man beide Seiten auf, kommt am Ende eine Null heraus. Würden man alle „Schulden“ auf einmal zurückzahlen, bräche das ganze Wirtschaftssystem zusammen.

Wenn man das den Leuten erzählt, schütteln die meisten eh mit dem Kopf und sagen:

"Warum regst du dich eigentlich darüber auf? Steuern zahlen wir doch alle."

Zahlen wir wirklich alle Steuern? Eben nicht. Wir werden in dieser Hinsicht wie kleine dumme Kinder regelrecht vom herrschenden Geldsystem “verarscht”.

Der Staat holt sich vorzugsweise seine Steuereinnahmen nämlich bei denen, die man als "Leistungsträger" bezeichnet, also bei jenen Menschen, die jeden Tag hart arbeiten gehen müssen und sowohl die armen als auch die reichen Arbeitslosen mitfinanzieren müssen.

Die reichen Arbeitslosen findet man z. B. im Fürstentum Monaco und nicht in den sozialen Brennpunkten dieses Landes, wo die arbeitslosen Armen vegetieren müssen.

Vermögensverteilung von unten nach oben bedeutet auch, dass die Scherenöffnung zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, ja zwangsweise sogar auseinander gehen muss.

Leistungslos verdienter Geldgewinn durch Zins- und Zinseszinsbetrug, das ist die Grundlage des Reichtums dieses Staates und seines perfiden Finanzsystems, den ich als Plutokratie bezeichne (Herrschaft des Geldes oder der reichen Geldbesitzer).

Das Geld ist heute als Rechtsdokument eine Anweisung auf Waren und Dienstleistungen, das aber den Tausch nur dann gerecht vermittelt, wenn es ebenfalls durch selbst erzeugte Waren oder eigene Dienstleistungen, also durch Arbeit erworben worden ist.

Geld ist also im volkswirtschaftlich-rechtlichen Sinne ein Leistungsnachweis für getane Arbeit, das dadurch gerechterweise einen Anspruch auf Gegenleistung gewährt.

Nur sieht man diese Voraussetzung dem Geld selbst nicht an. Es bleibt auch dann eine gültige Anweisung auf die Produkte fremder Arbeit, wenn es ganz oder teilweise nicht durch eigene Arbeit erworben worden ist, andere also regelrecht betrogen werden bzw. wurden.

Dies ist beim derzeitigen weltweit bestehendem Zinssystem ganz klar der Fall.

Das zur Bank gegebene Geld, das ja durchaus selbst erarbeitet sein kann, wird als Ware behandelt, für dessen Ausleihe ein Preis verlangt wird, der bald den nominellen „Wert“ der Ware in horrendem Maße übersteigt.

Diesem Geld sieht man es eben nicht an, dass es nicht selbst erarbeitet worden ist. Man kann es als Anweisung auf fremde Waren oder Dienstleistungen verwenden, ohne vorher selbst eine Gegenleistung in den wirtschaftlichen Zirkulationsprozess eingebracht zu haben.

Möglich macht diesen betrügerischen (eigentlich nicht verdienten) Gewinn der sog. "Zinseffekt".

Neben dem durch den Zinseszins erworbenen Reichtum gibt es heute im Wesentlichen noch zwei weitere Formen arbeitslosen Einkommens.

Dies sind einmal die Bodenrente, also Miet- und Pachteinnahmen, die allein aufgrund des Eigentums an Grund und Boden bezogen werden.

Zum anderen sind es die Unternehmensgewinne und Dividenden, die aus dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beansprucht werden.

Alle drei zusammen bewirken eine permanente Vermögensverteilung von unten nach oben, also von Arm nach Reich.

Schon allein diese Beispiele zeigen den verbrecherischen Charakter des Zins- und Zinseszinssystems der BRD und anderer Staaten dieser Welt (siehe USA und andere).

Um diesen ungeheuren Missbrauch des Geldes zugunsten weniger auszuschließen, müsste als erstes der Zinseszins wegen seiner sozial schädlichen Wirkung von den parlamentarischen Volksvertretern, wenn sie denn wirklich das Volk der Deutschen vertreten würden, per Gesetz verboten werden.

Ich bin mir allerdings sicher, dass diese sog. "Volksvertreter", die ja vom manipulativen Zins- und Zinseszinssystem abhängig sind, nichts unternehmen werden bzw. nichts unternehmen können, weil sie abhängige Marionetten der weltweit agierenden Geldkartelle sind.

"Geld regiert die Welt" sagt man heute, was sogar tatsächlich stimmt.

Ein jeder sollte sich aber dann auch mal die Frage stellen: "Wer regiert aber dann das Geld?"

Wer die Antwort kennt, der hat auch schon die Verbrecher gegen die Menschlichkeit und die Menschheit an sich ausfindig gemacht bzw. geortet.

Was wäre die unabdingbare Konsequenz daraus?

Wie lange wollt ihr noch Sklaven der Zins- und Zinseszins Verbrecher sein?

(c)Heinz-Walter Hoetter

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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