Elke Müller

Amerika...

Redmon warf noch einmal einen Blick über das kleine Lager, welches hier sein schlimmes Ende fand. Die Abdrücke der Wagenräder waren noch deutlich zu sehen. Er lies Cody aufsitzen und nahm die Zügel seines Rotfuchses auf. Er wollte keine weitere Zeit verlieren, fernes Knallen von Schüssen drang zu ihnen. Er weiß das es ein Angriff ist. „ Der Krieg, wie man sieht, geht noch immer weiter,“ flucht er. Cody war noch zu jung und hatte noch keine Erfahrung, was Überleben heißt. Er wollte zu einem Freund, der, unweit von hier eine kleine Farm betrieb. Vielleicht konnte Cody, bei einigen Arbeiten helfen, bis er näheres über den ganzen Vorfall heraus gefunden hatte. Außerdem machte er sich Sorgen um Heika. Seine Wildheit und Entschlossenheit machte es mit ihm, nicht gerade leicht. Er führte sein Pferd in eine Talmulde hinunter. Unter seiner Hutkrempe beobachtete er die Umgebung. Das Gelände konnte gut genutzt werden um in eine Falle zu geraten, immerhin gab es genug an zerklüfteten Felsen, Mulden und Geröllhalden. Prosopisträucher mit 4 bis 75 mm langen Dornen, bedeckten manchen Hang. Es war für sie ein leichtes in Schuhsohlen einzudringen und schmerzhafte Wunden zu reißen. Er sah Spuren von Mokassins und Trittsiegel von nicht beschlagenen Hufen, die hinter einer Spur von mehreren Weißen her waren. Öfter sah er sich um.

Sie erreicht das verborgene Tal in der Abenddämmerung, als die Blockhütte von Ty Morris, in Sicht kam. Sie war dahin gestellt, wo man gut fischen und jagen konnte. Der Wald begann vor der Haustür und im See, der nicht weit weg war, tummelten sich reichlich Fische. Einen besseren Platz konnte man nicht noch einmal finden. Für die Wasserversorgung diente ein Brunnen, aber der See war so klar, das man daraus Trinkwasser entnehmen konnte. Am Haus befand sich ein Korral und eine Scheune schloss sich an. Ein etwa 40 Jahre alter Mann, bärtig mit kurzen schwarzen Haaren, darin sich schon Silberfäden zeigten, trat aus der Tür. Ein Revolver steckte im Hosenbund. Ein Zweispänner stand zur Abfahrt bereit und die Pferde stampften unruhig mit den Hufen. Auf den Wagenbock lag ein Gewehr griffbereit. Die Lippen des Alten hatten sich zu einem schmalen Strich und die Augen zu schmalen Schlitzen gebildet. Aufmerksam blickte er den Ankömmlingen entgegen. Seine Mine entspannte sich, als er sah wer da kam. „ Lange nicht gesehen, was?,“ ein freundliches Lächeln ging über Redmon‘s Gesicht. „ So alt und verkalkt bin ich nun auch nicht, um dich verrückten Kerl zu vergessen!“ Beide gaben sich die Hand zum Gruß. „ Cody,… darf ich dir vorstellen, mein Lehrmeister und bester Spurenleser weit und breit. Haben Seite an Seite gekämpft und immer den Tod vor Augen gehabt.“ „ Ma‘am!“ Cody starrte den Fremden an.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.05.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Lieder eines sattvischen Engels von Angelos Ashes (Übersetzer Uwe David)



Die Idee, die vorgelegten Gedichte in eine Buchform zu bringen, kam mir eines Tages in der Meditation. Dabei verspürte ich eher den Wunsch, dem Leser ein Gefühl von Liebe und Trost zu vermitteln, als dass es ein intellektueller Prozess war. Die Lieder sind einfach gedacht und ebenso gelesen, gibt es mir das Gefühl, erfolgreich die Lücke zwischen Wissen und Werden geschlossen zu haben. Dies ist die Reise, die wir alle von unserem Verstand zum Herzen unternehmen müssen, um uns selbst und die Welt um uns herum heilen zu können. Der Titel des Buches verweist auf eine engelhafte Reinheit, die zugleich Anspruch und auch die tiefe Wirklichkeit ist, die wir alle sind. Es liegt nur an uns, diese Qualität zu entdecken und manchmal helfen dabei ein paar wenige Worte.

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