Es gibt sie, diese Tage, die schon sehr früh Morgens beginnen!
Tage, die in kurzer Nacht all das gesammelt haben, was mir heute verwehrt sein wird. Und vor mir, nach mir ..oder zur gleichen Zeit, stehen überall Menschen auf, die auch einen Drang haben. Die auch etwas tun, sich weigern oder etwas in die Familie, die Nachbarschaft oder in die ganze Welt hinaus schreien wollen. Etwas, das sie im Gleichschritt stolpern lässt und aus dem Gleichmut heraus katapultiert. Gefühle, Erkenntnisse, Sehnsüchte, Wut, Hass oder Verzweiflung. Auf jeden Fall etwas, das für eine einzige Seele zu viel ist.
Es gibt diese Tage, an denen einige von ihnen keine Kraft mehr haben. Tage an denen die Explosion als einziges Mittel der Linderung bleibt. Sich selbst in Fetzen verstreuen, und dabei den Gegnern blutige Teile des einzig wahren Ichs ins überhebliche, hämische Gesicht schleudern. Lange überfällig. Zu lange verdrängt. Minutiös geplant oder einfach dahin dilettiert.
Und dann sitzen sie an Frühstückstischen und schlagen ihre ignoranten Kinder, drücken der Gattin den Slip ihres Liebhabers ins Gesicht, treten den Lehrer in die Weichteile, verpfeifen den Nachbarn beim Finanzamt, bezichtigen ihre Ehemänner, liegen mit dunkel bemalten Gesichtern auf Kaufhausdächern, das Sturmgewehr im Anschlag, …
...oder sie fahren den PC hoch, loggen sich ein ..
und dann.. !
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.05.2018.
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Unser aller Erbe: Kriminalroman
von Torsten Jäger
Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …
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