Franz Jürgen Scharnickel

Tagebau

Manche betrachten den Tagebau als sinnvolle Sache, obwohl sich bereits im Namen die Unsinnigkeit des Unterfangens erschließt.

 

Die Bezeichnung ‚Tag’ ist eine imaginäre, nicht greifbare Definition eines Zeitraumes von rund vierundzwanzig Stunden. Manche behaupten ja, als ‚Tag’ bezeichnet man nur die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Jedoch gehört die Nacht ebenso zum Tag, wie der Tag selbst.

 

Offiziell ergibt sich der Name ‚Tagebau’ aus der Tatsache, dass ‚über Tage’ gearbeitet wird, wobei anderen­orts auch Kumpel ‚unter Tage’ malochen müssen. Was heißt jedoch ‚über’ oder ‚unter Tage’?

 

Es ist bislang noch Niemandem gelungen, sich oberhalb oder unterhalb eines Zeitraumes aufzuhalten. Ebenso wenig wird ausschließlich tagsüber, sondern auch über Nacht gearbeitet. Weshalb heißt der Tagebau dann nicht auch ‚Nächtebau’? Zudem zieht sich ein Tagebau nicht nur über ein paar Tage, sondern über Jahrzehnte hin. Daher wäre die Bezeichnung ‚Dekadenbau’ wesentlich angebrachter.

 

Vielleicht ergibt sich die einzig wahre Definition des Begriffes ‚Tagebau’ aber auch aus der Möglichkeit, dass hier Tagediebe am Werk sind, welche Raubbau an Mensch und Natur betreiben.

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