Wilhelm Westerkamp

Menschenfischer im politischem Gewand aktual.

Ihr, die Menschenfischer im politischem Gewand, wartet sehnsüchtig auf die Stimmen dieser Wahl und sind es um so mehr, desto besser, denn nur einer(e) kann gewählt werden und wird entweder Minister(in) im Kabinett oder gar Bundeskanzler(in) und zu guter Letzt, vielleicht Bundespräsident(in), als erster Mann/Frau im Staat.
Eure hohen Ämter nehmt ihr dann dankend entgegen und gerne in Empfang, ist die immense Lust am Spiel mit der Macht und dem Regieren doch so verführerisch, in dem man etwas arrogant wird, z.B. nun als Minister(in) und denkt nicht mehr unbedingt über die Wähler nach, die einen zwar nicht direkt wählen können, denn die Zusammensetzung des Bundestages wählt dann beispielsweise den Kanzler(in). So verschwinden die Wähler aber zunächst wieder in der trägen Masse des Volkes, als gäbe es sie nicht mehr, so könnte man meinen. Aber alle vier Jahre zur Bundestagswahl, wenn viel auf dem Spiel steht, werden sie wieder gesichtet, als kämen sie aus einem dunklen, kalten Wald und tauchen urplötzlich wieder in der Öffentlichkeit auf. So ist die Versuchung für den Wähler doch sehr groß, zumindest durch die Erst - und Zweitstimme an dem politischen Spektakel mitzuwirken. Mag ja sein, das der Wähler in seiner Naivität es so sieht, doch realistisch gesehen, kann durch die Erst - und Zweitstimme eines Wählers diesbezüglich nichts ausrichten, außer der Wähler kann von sich sagen, er habe durch die beiden Stimmen doch bei so einer Bundestagswahl irgendwie mitgemacht. So hat er aber lediglich zwei Kreuzchen mit dem Kugelschreiber auf die entsprechenden Felder des Wahlzettels getan.
So muss der Wähler aber auch akzeptieren, das nicht sein Kandidat(in) Bundeskanzler(in) wird, sondern jemand anders von einer anderen Partei, sind auch seine zwei Stimmen bei der Wahl registriert, haben sie jedoch separat gesehen keinen weiteren Einfluss auf den Sieger(rin) einer solchen Wahl, der dann auch mehrheitlich der stärksten Partei angehören wird. Und zwar deshalb, weil es natürlich nicht nur diese zwei Stimmen gibt, sondern Millionen von Bundesbürgern wählen gehen, wenn so eine Bundestagswahl stattfindet und diese zwei Stimmen gegen Millionen davon glatt verschwinden werden.. Aber so läuft eben dieses Spiel um die Macht und so gibt es alle vier Jahre diese Bundestagswahl für den Bürger(in), so dass er überhaupt an dieser Wahl allein nur durch Wählen teilnehmen kann.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Wilhelm Westerkamp).
Der Beitrag wurde von Wilhelm Westerkamp auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.05.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Reise und andere Gedichte von Margot S. Baumann



Kommen Sie mit Margot S. Baumann auf eine Reise. Das Gepäck ist mit Gedichten aus der Werkstatt des Lebens gefüllt. Haltestationen sind Themen, die uns alle angehen: Beziehung, Liebe und Kindheit.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Essays" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Wilhelm Westerkamp

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Nicht schon wieder die Kanzlerin! von Wilhelm Westerkamp (Glossen)
Eine Reise ins Ungewisse (Fortsetzung) von Karl-Heinz Fricke (Wahre Geschichten)