Marlene Remen

SONNTAGSGESCHICHTEN 21

Heute tue ich mich schwer, sehr schwer, meine Gedanken auf die Reihe
zu kriegen. Wieder eine Woche vorbei, ich glaube es nicht. Die Tage scheinen
immer kürzer zu werden, dabei ist doch Frühling. Oder genauer gesagt, eher
schon Sommer, bei diesen Temperaturen. Etwas weniger, wäre auch genug.

Ach ja, der Mensch ist nie zufrieden, ist es kalt, wird geknatscht und
gibt es höhere Temperaturgrade, ist es auch nicht gut. Im Moment hat sich der
 Himmel komplett mit Wolken zugezogen, es soll noch ein heftiges Gewitter kommen.
Vielleicht ist die Luft danach etwas frischer, diese Schwüle macht mir zu schaffen,
bekomme keine Luft. Es steht aber auch zu befürchten, daß der Sommer schon jetzt
da ist und ab Juni nahtlos in einen Herbst übergeht, wie im vergangenen Jahr.

Ja, die Klimaveränderungen sind schon sehr zu spüren, da brauchen wir uns gar
nichts vormachen, alle Jahreszeiten werden sich verschieben, das steht fest.
Und unsere Erde, unsere schöne Erde, sie wird immer mehr zerstört, durch uns
Menschen und unser Unverständnis, sie zu schützen. Dies wird sich ganz furchtbar
rächen und wir, die Älteren, können froh sein, es nicht mehr zu erleben. Doch die
nächsten Generationen werden bald vor den Trümmern der Welt stehen, wenn nicht
endlich etwas Entscheidendes passiert. Denn, was nutzt dem Menschen der ganze
Fortschritt in Technik, Wirtschaft und so Vieles mehr, doch unsere Natur geht
zu Grunde ?

Ihr seht, meine Gedanken sind heute etwas konfus, da will ich euch meine persönlichen
Dinge schon mal gar nicht antun. Das Leben, oh ja, das Leben zeigt dir deine Grenzen auf,
wenn du dich auch noch so sehr dagegen wehren willst. Nur die Hoffnung darf man
nicht aufgeben, sonst gibt man sich selbst auf. Wenn gar nichts mehr geht , habe ich ein
Konzept für mich entwickelt, was mir weiter hilft. Bringe mich dann dermaßen in Wut,
dann gehen auch Dinge, die vorher unmöglich schienen. Nur der Absturz danach, er ist
schon extrem, das ist mir schon klar. Und noch eins hilft mir, das Leben so zu nehmen,
wie es nun einmal ist. Ohne die Liebe, die in mir ist, hätte ich mich längst aufgegeben,
dies wird nicht geschehen, sie läßt es nicht zu.

Komme leider zur Zeit nicht mehr so oft dazu, etwas einzustellen, doch diese Gedanken
mußte ich loswerden, habt Nachsicht.

Tschüüüüüüüß, bis zum nächsten Mal, eventuell ???!!!!!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.05.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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