Florian Klima

B2 - Interdimensionale Schwingungsrückkopplung

Interdimensionale Schwingungsrückkopplung

 

Kapitel 1

- Eine wahrlich meisterhafte Vorstellung -

 

Zeit; Etwa 7.200.000 Jahre vor dem Urknall

Tag: Unbekannt, möglicherweise ein Donnerstag

 

Was einem da für Bilder durch die Gedanken gleiten?

Ist ja nicht bei jedem von uns das Selbe.
Wie sich die imaginierte Welt vor unserem geistigen Auge erhebt,
einem Bühnenvorhang gleich.


So wie die Leute im Saal, bei einer gelungenen,
ja gerade zu meisterhaften Vorstellung,
vor Begeisterung von den Sitzen aufspringen,
wild rasend, klatschen und tobend vor Ovationen,
laut jolend und zustimmend erregt, die Hände zusammen schlagend.


„Bravo!“ und „Welch eine Vorstellung“ würden einige womöglich rufen.
Und „Die Garbo war noch nie so bezaubernd!“ könnte manch einer vermutlich sagen.


Doch Nichts der Gleichen.


Gar nichts und es würde auch noch eine ewige Ewigkeit brauchen,
bis begeistert applaudierende Hände oder „der Gleichen“ überhaupt existieren würden.

Nein, da war Nichts.

 

Nur die Finsternis. Doch ihn ihr, diesem kaum greifbaren Konstrukt,
da wollte sich etwas Gestallt geben, doch gestaltete sich dieses Vorhaben bis weilen
sehr viel schwieriger, als zu vor angenommen und so beginnt unsere Geschichte,
mit der kaum greifbaren Finsternis, vielen Mysterien, die sie zu verbergen sucht,
und mit einem leisen aber unbestimmten Piepen.

„Pi!“.

„Hä?“

„Pi!“

„Was war das?“, doch nichts…

 

„Pi!“

„Da, da war es schon wieder!“

Und abermals ein…

.. „Pi!“

 

„Und schon wieder. Aber was kann das bloß sein?“ dachte er bei sich,
obwohl „Er“ beinahe der falsche Ausdruck gewesen wäre,
doch auch „Sie“ würde nicht zutreffender sein.


Und ES? Nein, gänzlich unpassend, auf keinen Fall.
Total unpersönlich, so sallop, ja gerade zu anstößig vulgär.


Aber egal, wie man es auch drehte und oder wendete, Es, war nun mal so.


„Muss aber doch auch eleganter gehen“ dachte Es sich.


„Ab… Abr… Abr…“ stammelte Es, vor sich hin.

„Ab-ra-xas!“ platzte es plötzlich aus „Es“ tiefsten Innerem heraus.

Das Entstehende, das Seiende und das Vergehende.

„Abraxas“ – Das gefiel „Es“ und so beschloss „Es“, sich fortan, nur noch so zu nennen.

„Hallo, ich bin Abraxas“ klang schließlich viel besser als „Hallo, ich bin es“.

„Abraxas!“ rief er und manifestierte sich so mit selbst.

„Es“ war die noch junge, unerfahrene Zeit und Abraxas hatte sich so eben selbst definiert.


Dies war der wichtigste Schritt, der somit getan war, in einer langen Reihe,
von Schritte, die noch getan werden mussten.
Die Entschlusssetzung des Ingangsetztens aller Dinge, obwohl noch
nicht das Geringste bisschen „Dinge“, also Materie bestand hatte.
Nur die Idee, von Eindrücken, seltsam eigentümlichen Gegenständen und Ereignissen,
Bilder wie die, eines vor Ovationen tobenden Publikums,
tief ergriffen von nicht fassbaren Emotionen, die menschliche Wesen einmal,
zu Tränen gerührt, um den Verstand bringen würden, voll intellektueller Eleganz.


Mal würden diese Ereignisse schneller von Statten gehen, oder dann und wann,
etwa langsamer, das würde zugegebener Zeit, spontan entschieden werden.
Der Ideenvielfalt wären schließlich kaum Grenzen gesetzt, drum flogen die Gedanken nur so dahin.


Szenerien, die in vielfältiges Farbenspiel getaucht wären und „wie in einem Tanz,
mit dem darauf einströmenden Licht, interagieren würde“ dacht Abraxas,
aber als er versuchte dies zu sehen, war da Nichts, nur die Finsternis.


Allumfassend und schwarz, nicht greifbar, nie erfassbar.

Kein Licht, keine Farben, kein Tanz.

Nur der Void.


Und nur seine bewusste konzentrierte Vorstellung war es,
die jene Entität darstellte, die später in der Zeit, fälschlicher Weise als Gott, Vishnu oder Krishna,
andern Orts auch als Allah bezeichnet werden würde,
obwohl Allah und Gott, ja eigentlich das Gleiche ausdrücken sollte.

Manch seltsame Zusammenballung von Wesen würde Ra
oder gegebenen Falls auch Anubis sagen,
Pan Gu oder auch Manitoo, doch eigentlich,
tja, eigentlich, wie schon erwähnt, war „Es“ Abraxas.

 

So konzentrierte er sich, versunken in Meditation, weiter, immer gezielter auf einen Punkt,
um dort diese besagt Konzentration zu sammeln. Eine winzige leuchtende Sphäre bildete sich und
so konzentrierte er sich weiter auf diesen Punkt und bündelte das Licht der Sphäre bis sie
immer dichter wurde und wuchs.
Die Sphäre war nun zu einer guten Größe gewachsen,
„handlich wie ein Basketball“, dachte er sich, obwohl er sich noch keine genaue Vorstellung machte,
was denn ein Basketball überhaupt sein würde.


Er hängte die leuchtende Basketballlampe über sich, um besser zu sehen.


Dann schloss er die Augen, konzentrierte er sich wieder, um weitere Sphärenmengen
herzustellen und diese, kraft seiner Vorstellung umzuformen.


Und hätte er die Augen offen gehabt, dann hätte er es schon früher kommen sehen,
er hatte ja schließlich eine Lampe,
doch da kam dieses weitere Es, sprang an Abraxas vorbei und plärrte in sein Ohr.

„PI!“

 

All seine Vorstellung war auf einen Schlag, wie eine Seifenblase zerplatzt.

 

Dieses Pi war ein seltsames Ding, zwei Beine, nur verbunden
durch einen Querbalken, wie ein halber Tisch.
Hüpfte immer zu herum, und rief „Pi, Pi, Pi!“


Dies brach jegliche Konzentration. Kein sinnvoller Gedanke ließ sich mehr fassen
und alle Vielfalt an Idee, war auf einen schlag passé.

 

Das Pi war wie verzaubert von dem schönen Licht der Basketballlampe,
doch als Abraxas sich rumtobend ärgerte, verschwand das Pi ganz plötzlich
und war fast wie unsichtbar, denn durch seine 2-dimensionale Beschaffenheit,
war das Pi so schmal, das es quasi zwischen den einzelnen Lichtstrahlen stehen konnte,
so dass Abraxas es nur sehen konnte, wenn er es von der Seite sah.
Nach dem er sich beruhigt hatte, begann Abraxas wieder von Neuem und wieder konzentrierte er sich,
versuchte dieses nervtötende, um ihn kreisende Gepiepe so gut es ging auszublenden, um voran zu kommen.
Einiges wusste er nun schon, Licht hatte er auch und so würde es schon schneller voran gehen.
So formte er, kraft seiner Vorstellung, diese winzigen leuchtenden Sphären,
teilte sie in fünf Mengen auf und begann diese, nun umzuformen.


Die aus der ersten Abspaltung, nannte er A-nin.
Jene, die er aus dem zweiten Fünftel modellierte, trugen die Bezeichnung T-min.
Aus dem 3. Teil, wurden die G-nin geschaffen und mit dem 4. Teil formte er C-sin.


Abraxas wollte die Teile nun in neuer Konstellation wieder mit einander verbinden,
doch sein vorgestelltes Puzzle, zerfiel ihm immer wieder.


Es wollte einfach nicht halten. Erneut, nahm er all seine Konzentration zusammen,
so behutsam wie möglich, zaghaft zitternd, flickte er die Teile wieder aneinander.
Wackelig, auf einander balanciert, doch er hantierte ruhig und gefasst.


Er wollte den letztendlichen Teil an seinen Platz setzen, als es abermals piepte.


Wieder direkt neben ihm, Abraxas war erneut komplett aus seine Fokus gerissen
und die Teile purzelten abermals in einem unsäglichen Gepolter auseinander.


„Verdammt!“ empörte sich Abraxas lauthals, verschreckte Pi so sehr das es weg hüpfte
und dabei ein paar Tropfen Milch verlor.
Abraxas jedoch hatte die Hände so fest zusammen geschlagen und nicht bemerkt,
dass einige, seiner Kleinteile, die noch aufgewirbelt vor ihm schwebten, dazwischen gekommen waren.

 

- Knirsch - vernahm er laut und deutlich aus Richtung seiner Hände.

 

Als er die Hände wieder auseinander nahm, sah Abraxas was da passiert war.

Durch den Druck, hatte er einpaar der Kleinteile, zu einem Neuen, noch dichteren Teil verpresst.
Abraxas gab diesem Teil den Namen Mordis, obwohl dies ganz und gar nicht zu treffen würde,
aber man kann ja nicht alles wissen.
Und was er noch nicht wusste war, das Mordis, durch seine gravitativen Eigenschaften,
Abraxas Bauvorhaben ganz neue, ungeahnte Möglichkeiten eröffnen würde.


So nahm er Modris, platzierte ihn zwischen den vier verschiedenen Bauteilen und dem Urteilchen.
Langsam begannen sie los zurollen, richteten sich aneinander und an Modris,
wie von selbst aus und schwirrten in gleichmäßigem Abstand, etwas darüber, im Kreis.


Durch die anregenden Eigenschaften von Modris, suchten sie sich alle ihren Platz,
so konnte er sich immer längere Verkettungen schaffen.
Abraxas war erstaunt über sein neues Bauteil, oder mehr, sein neues Werkzeug
und so wollte er, motiviert durch seine neuen Möglichkeiten,
einen weiteren Versuch mit seinem Puzzle der Vorstellung wagen.
Ganz verstand Abraxas noch nicht, wie genau Modris funktionierte,
doch er würde sein Bestes versuchen und mit der Zeit würde er auch besser verstehen.





 

- Modris erwacht -

 

„Na dann, legen wir mal los“ sagte Abraxas murmelnd zu sich.

„Ok, dann legen wir mal los!“ antwortete Modris unerwartet und machte prommt die Augen auf.
„Außerdem muss ich dir so einiges erzählen und noch viel mehr erklären.
Dass könnte eine Ewigkeit dauern, drum packen wir´s an,
sonst werden wir in einer Ewigkeit und 7 Tagen noch nicht fertig sein. Du verstehst?“
fragte Phi mit eloquent hochgezogener Augenbraue, währen das Pi,
durch diese neue und sehr sonore Stimme angelockt wurde und langsam wieder näher kam.
Abraxas, seiner Seits jedoch war mehr als verdutzt. Mit verwundert aufgerissenen Augen,
starrte er Modris an und fragte dann, frech, kurz von PI unterbrochen


„Was zu...“ - Pi – „..bist du denn?“.

 

Im ersten Moment wusste Phi nicht ob er enttäuscht sein sollte, oder stolz darauf,
welch eine Wirkung sein Auftreten hatte, doch antwortete er schließlich
„Modris. zumindest nennst du mich so, also müsstest du es ja eigentlich wissen.
Mein Name eigentlicher ist zwar, Phi, und eigentlich wäre er noch länger, aber sei´s drum.
Der Einfachheit halber, und nach dem du mich schon benannt hast, musste ich eben
nicht mehr über einen Namen nachdenken, obwohl ich ja weis, wie ich heiße.
Aber so konnte ich mir über andere Dinge, Gedanken machen
und wenn du willst, teile ich meine Erkenntnisse gern mit dir.“


„Wenn mir das helfen kann mein Konstrukt zu manifestiere
dann wäre ich mehr als erfreut, dir zu zuhören.“
Abraxas Neugier war geweckt, so zog er die Basketballlampe
näher zu sich und Phi, dann spitzte er die Ohren, um Phi zu lauschen.


„Gut, dann komm näher“ entgegnete Phi freundlich
und nickte sanft das sphärische Haupt.


Beruhigt, ja gerade zu über die Maßen angetan, war auch das Pi, so dass es regelrecht schnurrte,
weil die Stimme von Phi so unheimlich sonor und wohlklingend war.
Und eben so angetan, war Pi auch von der Lichtsphäre, die Abraxas geschaffen hatte.
Erfreut betrachtete Pi die Sphäre und sprang dann urplötzlich, immer ein Stück weiter,
piepte einmal kurz auf und wiederholte diesen Vorgang 360 Mal.
Dann begann es sich auf einem Bein zu drehen, wo bei es das zweite,
wie ein Zirkel, auf der Außenseite mit schleifte und so einen Kreis nach dem andern zeichnete.


Verwundert sah Abraxas sich die Kreise an, als Phi hinzukam.


„Das ist ein Kreis. Eine 2-dimensionale geometrische Form. 
Den Sphären die du geschaffen hast nicht unähnlich.
Nur Eben eben, flach könnte man auch sagen.
Eben, kein Körper.
Drum hat es grad eben so gepiept, es dürfte da was erkannt haben“
erklärte Phi und zwinkerte dem Pi zu „Ein sehr gutes Stichwort, braves Pi“
und so begann Phi, auch gleich, ohne umschweife, oder jegliche Ablenkung,
Verzögerung und bei allen bei Seite geschobenen Ausreden zum Thema zu kommen.
Es sollte ja schließlich keine Zeit verschwendet werden, denn es war noch ein Haufen
an einer unvorstellbaren Menge an Dingen zutun und zulernen,
bevor es schlussendlich,
wirklich,
richtig losgehen können würde.


So erzählte Phi eine halbe Ewigkeit lang über Geometrie,
Symmetrie, Fraktale und Allgorythmen; Selbstorganisation,
Wechselwirkungen und Synergetik, Gravitation, Elekrtomagnetismus, starke
und schwache Kernkraft, von Astrophysik bis Biochemie, um all die unzähligen Sphärenkraftwerke
am laufen zu halten und auch die erforderlichen Billiarden an Mikroschnittstellen
etablieren zu können, „sonst wäre Interaktion so gut wie unmöglich“.


Die gegebenen Parameter um die Lebenssynthese in Gang zusetzten, genaue Spezifikationen
für die kontrollierte Herstellung einer ersten „Initialzündung“, einer Singularität,
um diese zur Weiterreaktion zu bringen und es somit zu einem, sich selbstorganisierenden,
intrinsischen, selbsterhaltendem System zu evolvieren.
Und eine Sicherungsbox, um all dies zu fixieren und die Reaktion, kontrolliert eindämmen zu können, falls nötig.


Doch hier zu musste Abraxas noch einiges über diverse Prinzipien, wie Strahlungs- und Zerfallsraten,
Bindungsvoraussetztungen, Thermodynamik, Mikro- Nano- und Makrozustände,
Ausdehnungstheorie und Expansions- und Kompressionsraten und der Artiges lernen,
bevor er alles sinnvoll und ziel führend, zu einem gelungenen, funktionierendem Ganzen zusammen fügen würde können.


So erklärte Phi alles mit einer Engelsgeduld, und wenn Abraxas
ein Thema nicht ganz verstand, erklärte Phi es einfach noch einmal, etwa einfacher.


„Und wie du gemerkt hast, Pi kennt auch einige diese Grundprinzipien,
also wenn du mal nicht weißt, wie genau du weiter machen sollst,
halte dich an Pi, dann wirst und die richtige Lösung für deine Problem schon finden.“
Probierte Phi, Abraxas zu bestärken, der Angesichts all dieser geballten Ladung an Informationen,
kurz davor war den Verstand zu verlieren.
„Dass wird einfach zu viel, wie soll ich das denn je schaffen?“ fragte Abraxas unsicher.


„Aber klar doch, das wird schon, mach dir keine Sorgen.
Du hast doch eine Ewigkeit Zeit.
Und außerdem machst du einfach Eins nach dem Andern.
Der Rest ergibt sich dann schon ganz von Selbst. Vertrau mir.“


Phi lächelte Abraxas Zuversicht spendend an und meinte noch mal,


„Du hälst dich einfach an deine Konstruktionsideen und meine Hilfestellungen.
Wenn du willst, gehen wir die einzelnen Schritte noch mal,
Punkt für Punkt durch, um etwaige Fehlerquellen auszuschließen.“ Versuchte Phi, Abraxas zu beruhigen.


„Das würde mir sehr helfen, etwas selbstbewusster zu werden.“

 

So ging Phi noch mal die Grundprinzipien aller Dinge, wie er es nannte, durch,
um Abraxas mit Hilfe seiner eigenen Vorstellung,
da hin zuführen, dass er befähigt wäre, dass zu tun, was er auch würde bauen wollen.


Ja, tja.

Eine unheimlich komplizierte Angelegenheit.

In der Tat.

 

„Aber ich weiß ja gar nicht was ich tun soll. Wenn du meine Sphären stabilisierst,
sieht das so einfach aus, doch ich hab dieses Kunststück noch nicht vollbracht.“


„Das hat mit simpler Raumharmonik zu tun. Harmonie in chaotische Systeme bringen,
ist quasi meine Grundeigenschaft, denn in chaotisch gestörten Systemen,
entsteht immer eine neue Schwingungsüberlagerung, entweder konstruktiver oder
destruktiver kohärenter Natur.
Also entweder die Schwingungen stören sich, verzerren sich oder lösen sich gegenseitig auf.
Oder, und das ist der viel wichtigere Teil, sie schwingen, sich gegenseitig unterstützend
und können so viel stärker, viel dichter und viel kohärenter werden,
was für dein Vorhaben doch recht wichtig sein könnte.


Abraxas Blick war wie erstarrt und ein „Bitte was?“ war das Einzige,
dessen er gerade zu verbalisieren im Stande war.


Phi holte erneut kurz Luft und wollte schon von Vorne beginnen, doch da fiel Abraxas ihm ins Wort.
„Sieh..Sieht du? Stotterte er, „Ich hab von all diesen Dingen keine Ahnung.
Ich schaffe das nie! Ich hab so viele Idee, nur nicht die geringste Ahnung wie ich mich aus drücken soll?“


„So etwas will ich gar nicht hören, drum vergiss diesen Blödsinn lieber gleich wieder, denn du bist sehr begabt.“


Phi war schon etwas genervt von dieser entmutigten Art, die Abraxas an den „ersten Tag“ legte.


„Sieh doch, du hast doch diese leuchtenden Sphäre gemacht und
auch diese kleineren und von denen gleich viele verschiedene, nicht wahr?“ fragte Phi.


„Na klar hab ich die gemacht!“ erwiderte Abraxas stolz und selbstbewusst.


„Na eben, da siehst du? Eines der wichtigsten Grundprinzipien,
hast du ja schon begriffen und sogar angewendet. Und das alles ganz allein.
Du hast Sphären gebündelt und somit die wichtigste Grundform geschaffen.
Auf dieses gleichmäßig Runde Objekt, wirkt das Umfeld von allen Seiten mit
der gleichen Kraft und somit ist es die energiesparenste Form,
weil sie eben auch nach allen Seiten nur die geringste Energie abgibt.


Pi hat den Kreis konstruiert, drum hat es zu erst auch so oft gepiept.


Es hat, im Prinzip, das gleiche Prinzip nur auf 2 dimensionale Verhältnisse angepasst angewandt
und so etwas Neues umgesetzt. Du hast Energie auf einen Punkt konzentriert und somit hat sich
die Energie auch gleichmäßig in einer 3 dimensionalen Form gefestigt,
was ein unterschied zu Pis Methode ist, verstehst du?“ fragte Phi, nach seiner überdetaillierten Ausführung.


„Ja klar. Und du denkst allen ernstes, dass ich mir alles, genau so merken hätte können.“
begegnete Abraxas dieser Schwadronie an Informationen, mit einer GegenfragOniz

 

„Ich werde ihm wohl ein Buch schreiben müssen“ stellte Phi sprachlos fest und ließ es fürs Erste dabei bewenden.

Und so entstand das erste aller Bücher.

„Die Grundprinzipien aller Dinge“ genannt.
Oder auch - Codex Oniz.

Erschienen im Ewig/Zeitlos Verlag, aber dieses Buch war quasi vergriffen,
denn es gab nur ein Exemplar und dieses hatte Abraxas schließlich auf unbestimmte Zeit ausgeliehen.


Gerne wurde es auch schon mal mit den „Chronologischen Aufzeichnungen der Akasha“
verwechselt welches nur in übersinnlicher Ausgabe zu erhalten war und oftmals von Übersetzungsfehlern nur so strotzte.

 

So saß Abraxas nun über dem Buch und studierte es eingehend.


Ende Kapitel 1



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Kapitel 2



- Zeit der Milch -


..Auszug aus den Schlangengesängen von Mo'han...

"Sa zu'a-h  She chi'che,  shoshūha-h.
Z-hi'ha-h  z-e'jst, chū s'chi'he, Shoshū chu'ze'su ze'ka'ie.
X'h koho Z-a'ja su zi-su'je Zi-sh Zexo hiu.
Sa z-u'keii  sh'x chi aju-h.
X'jak-ha che-he shi'jer Xu'ahe.
Z-u'jax chi'en cho Shoshū si'ut..."
​​

..So, oder so ähnlich, erzählen es die uralten Texte, waren die Schlangen geboren.
Nun, noch waren es keine wirklichen Schlangen.
Alles begann als die weiße Flut kam, die ja eigentlich nur ein Tropfen Milch von Pi war.
Doch da die Schlangen, vergleichen mit Abraxas, noch winzig waren,
wirkte dieser eine Tropfen Milch, wie eine gewaltige,
übermächige Flut, die wie aus dem Nichts zu kommen schien und drohte sie alle weg zu spülen.

Und nun, lag er da einfach, dieser strahlende weiße Tropfen.
Quasi mitten auf dem "Fußboden" von Abraxas "Wohnzimmer", oder dem Grund,
des noch nicht wirklich vorhandenen Universums.
Je nach dem wie man wollte.

Lag einfach da, unten rum ganz flach und eben, und oben, schön gewölbt.
So wie ein stattlicher, runter getropfter Tropfen nun mal aussieht.
Und eben diese Beschaffenheit, war es,
die diesem halbkugelförmigen Gebilde seine besondere Eigenschaft verlieh.
Der Tropfen stellte nämlich eine Verbindungsbrücke
von der 3 dimensionalen Ebene, in die 2 dimensionalen Ebene dar,
was für den späteren Verlauf von Abraxas Projekt noch eine gewichtige Rolle spielen würde.


Doch zu vor, musste noch einmal etwas Unvorhergesehenes passieren,
sonst wäre diese Geschichte, nicht diese Geschichte.


Als die Schlangen noch winzig waren, so zu sagen,
erst einen Platsch alt, waren sie noch gar keine Schlagen.
Sie glichen eher Würmern. Winzigkleine glasig weiße Würmer.
Und sie sanken in der Milch auf den Grund.
Dann fraßen sie sich langsam in diese 2 dimensionalen Schicht
und schufen so, winzige Öffnungen zum Void.


So begannen sie sich durch die Finsternis des Voids zufressen und sie wuchsen.
Erst zu größeren Würmern.
Dann veränderten sie sich, durch den Einfluss der Finsternis und wurden so ein Teil von ihr.
Die Finsternis selbst, war weder gut noch böse.
Sie war einfach nur.
Eben dass was ist, wenn da Nix is, und so wurden auch die Schlangen.


Zahlreich waren ihre Namen und mächtig ihr ewiges Wesen,
doch nur in der Finsternis.
Wesen der Finsternis, geboren im Licht.




Und es war die Zeit, da Abraxas sich wieder seinem Studium der Dinge widmete.
Er war gerade bei sich die Principia Particular an zu sehen.


"Teilchen oder Partikel sind winzigste Teile.
Sie bewegen sich schnell, je nach Art der Teilchen. Einige schneller als andere.
Teilchen können nur Welleninformtion austauschen wenn sie exakt auf einander aus gerichtet sind."

Dann blätterte er weiter, betrachtete die Zeichnungen, die Phi für ihn angefertigt hatte.
Von einzelnen Teilchen und von Teilchen Verbänden.
Etwas später schmöckerte er durch die
Principia Cellularis, der Teil des Codex Oniz, der Zellprinzipien behandelte.

"Zellen sind  Ansammlungen von Teilchen, die systemisch interagieren.
Zellen haben die Zellmembran, einen Zellkern und sind gefüllt mit Zellflüssigkeit.
Tatsache ist, das die Zellmembran der Zelle letztlich ein Informationsprozessor ist.
Die Membran ist ein Flüssigkeitskristallhalbleiter, mit Schleusen und Kanälen.
Diese ermöglichen der Zelle, Reize der Umwelt wahrzunehmen,
die notwendigen Informationen im Zellkern abzurufen und gegebenen Falls, zu reagieren.
Der Zellkern ist hierbei also der Informationsspeicher."

Wieder blätterte er weiter und schaute sich die detailierten Zeichnungen an, von Zellen und ihrem Aufbau, als dass zu vor schon mal angesprochene, Unvorhergesehene passierte.

Alles begann zuwackeln.
Der Boden.
Die Arbeitsflächen.
Sogar die Basketball Lampe vibrierte ein wenig, ob des Gerumpels.
Modelle seiner Projekte, rutschten von den Arbeitsflächen und zerbarsten am Boden.
Pi flüchtete verschrocken zu Abraxas und versteckte sich bei ihm.
"Was geht denn hier ab? Warum bebt hier alles? Dass kann so nicht vorgesehen sein, was hier passiert."
dachte er laut, doch kaum zu hören, da er vom Gepolter übertönt wurde.
Aber doch, es passierte...
​​​​​​
Der Raum, also die erleuchtete Sphäre die Abraxas sich geschaffen hatte,
vibrierte immer stärker, bis sich die Vibrationen in ein Dröhen steigerten und sich die Sphäre plötzlich ausdehnte.

Der Tropfen Milch wurde durch das winzigkleine schwarze Loch,
welches die Schlangen einst in den Übergang zum Void gerissen hatte,
gesaugt und bildete nun eine hauchdünne Membran um Abraxas Sphäre.
Schützend, als Abgrenzung zur Finsternis des Voids.






- Der 2. Raum -


Wie aus einem feinen Nebelvorhang, wie dünner Sprühregen, so bäumte sich die Barriere vor ihm auf.
Es war ein sehr eigenartiges Gefühl als Abraxas die Hand durch den milchigen Schleier steckte.
Das Gefühl wurde noch intensiver als Abraxas den Kopf hin durch streckte um mal zu sehen, was dahinter lag.

Ein wildes Brausen, wie ein vorbeifegender Wind, gefolgt von der Finsternis.

Er holte sich eine der kleineren Sphären, entfachte das Licht darin und fixierte sie oben an seiner Stirn.
Dann stellte er sich vor die Barriere, blickte zu Pi und sagte
"Du bleibst schön hier. Ich weiß nicht genau, was uns dort erwartet."


Dann schritt Abraxas zaghaft durch den Schleier.



Erst dachte er, er würde fallen und dieses Gefühl,
als würde ihm der Passat Wind durch den Kopf peitschen.
Doch dann merkte er, das er eigentlich schwebte.
Außerhalb der Sphäre.
Er blickte in die Finsternis.
Als Abraxas sich umdrehte und das schwache Glimmen hinter der Membran sah,
da erst erblickt er das Ausmaß, auf das sich die Sphäre gedreht hatte.


" Unglaublich. Das hab ich geschaffen " dachte Abraxas verwundert bei sich,
als er diese riesige Wand sah, die sich ins unermessliche zu strecken schien.


Da hörte er in der Ferne der Finsternis ein tiefes Rumoren. Gepolter, als würden Gebirge zerbrechen.


"OK. Dann werd ich mal sehen, was ich hier tuen kann."
So machte er sich ran, flog so schnell er konnte zum oberen Drittel der Sphäre,
drückte seine Arme langsam gegen die Membran, bis sich zwei Schläuche um seine Arme gebildet hatten.
Dann führte er seine Hände zusammen um einen Bogen zu formen,
den er dann langsam zur Außenseite der Sphäre zog, so das sich ein Griff bildete.
Dann flog er ein Drittel der Sphäre, horizontal entlang und
wiederholte den Vorgang, fertigte einen Zweiten und im letzten Drittel dann einen Dritten.

Als er fertig war, sah er sich noch mal um und konnte einige sich schlängelnde Schatten
in der Tiefe des schwarzen Grundes des Voids ausmachen.
Nur schwach, doch er konnte die riesigen schuppigen vorbei laufenden Körper wahrnehmen.


Abraxas wollte sich beeilen, um zum Übergangspunkt zurück zu kommen,
damit er weitere Vorbereitungen treffen und seine Arbeit hier beenden könne.
Erst machte er noch 3 Kerben an den Griff und flog dann schleunigst zurück zum Ersten,
markierte diesen mit nur einer Kerbe und machte dann einen Sturzflug bis etwa zur Mitte der Sphäre,
da wo der Übergangspunkt sein musste.
Doch da war nichts.
Der Übergang schien verschwunden.
Er beschloss ans untere Ende zu fliegen, da der Raum instabile war,
bestand ja noch die Möglichkeit, das die Sphäre sich unmerklich gedreht hatte oder tiefer gerutscht war.


Als Abraxas am untersten Punkt angekommen war, konnte er den Riss auch recht schnell ausfindig machen.
Dann schaute er sich etwas um.
Das Licht seiner Sphäre wurde hier etwas mehr reflektiert, da die Membran sehr viel näher an der Umgebung war.

Unter seiner Sphäre waren Gebilde, welche die Sphäre wie Säulen stützen.

Da erst merkte er es.
Die Spitzen der Säulen brachen langsam unter dem Druck des Raumes weg. Das Gewicht schien einfach zu massiv.

Er prüfte die Beschaffenheit des Vorsprungs und dachte einen Moment lang nach.
Da schlängelte sich Etwas den Säulen artigen Vorsprung hoch, bis Es schließlich Abraxas Bein erreicht hatte.


Züngelnd sagte Es "Ein Wesen des Lichts, in der Finsternis"
Abraxas erschrak vor diesem finster anmutenden Wesen, das ihn da an starrte.
"Wer bist'zz du?" fragte das Wesen
und bevor Abraxas stolz seinen Namen sagen konnte,
fiel ihm die Schlange ins Wort.
"Ah, ja. Jetzzt sehe ichzzz. Du trägst das Zeichen eines Bruders.
Boas. Du bistzz der Mo'Han, nicht wahr.
Ja. Bestimmt. Jachin doch erkennt den Mo'Han." zischte Jachin erfreut.
"Gut daszz du nich'zzz bist der, der Z'sque solep*.
Das wäre unerfreulich. Dra'sil diesen nicht mögen.
Mögen besser fressen Finsternis viel mehr." 

Jachin schmatzte mit seinen großen Maul, was Abraxas etwas schaudern ließ.

"Ja,ehm, ja. Ich bin der Mo'Han. Nur muss ich jetzt wieder zurück.
Da hinauf zu diesem kleinen Riss dort. Kannst du ihn sehen?" fragte Abraxas.

"Ja natürlich. Der Riss. Dra'sil geboren in Riss.
Ist Übergang zu Finsternis.
Heiliger Ort. und Tor ins Licht.
Du, Mo'Han. Du, Wesen des Lichts.
Wieder gehen ins Licht. Jachin bringt dich. Ist Sicherer."


Da wuchs Jachin plötzlich, nahm "den Mo'Han" auf seinen Kopf und hob Abraxas direkt zum Riss.
"Ich kehre bald wieder zurück, aber bis dahin hab vielen Dank."
So verabschiedete sich Abraxas und schlüpfte durch den Riss hin durch, zurück in den ersten Raum.


" Bis dann Mo'Han. Jachin wünscht viel Glück."

Abraxas war wieder zurück in seiner Sphäre  und machte sich so gleich ans Werk.
Vorbereitungen mussten getroffen werden.







 

- Vorbereitung ist die halbe Miete -


Nach dieser doch sehr eigenartigen Begegnung mit dem Schlangenwesen Jachin,
war er etwas verunsichert wie er nun vorgehen sollte.

„Und wer wohl dieser „Mo`Han“ war?“ fragte er sich dann doch auch,
denn seine Antwort war etwas zu spontan.

Doch auch dies würde sich noch zu gegebener Zeit herausstellen.


 

Also machte er sich ans Werk.

Erst dachte er noch über etliche unschöne Dinge nach, wie ob es
da noch mehr Schlangen gab und wie groß diese vielleicht sein würden,
was ihn dann gleich auch veranlasste über Abwehrmaßnahmen nachzudenken.

So konstruierte er sich eine Rüstung, die wenn sie aktiviert wurde,
immer heller strahlen konnte.

Abraxas entwarf, erdachte, schmiedete und baute sich Dinge.

Neue Dinge, nützliche Dinge, die ihm helfen würden, sollte die Situation gefährlich werden.

Wer weiß ob ihm alle Wesen der Finsternis so gewogen wie Jachin sein würden.

Drum konstruierte er weiter, sortierte seine Idee und Konzepte,
um wieder Platz zu schaffen für wieder neue Idee und Dinge.

Dinge die möglicherweise notwendig sein würden.

Die Rüstung war gleichermaßen Schild, wie Waffe, doch das wäre nur für den Notfall gedacht.
Ihr waren noch andere Funktionen, die einiger Werkzeuge zugedacht.
So würde er erstens schneller sein und zweitens, könnte er sich,
sollte der Void ihn verschlucken, zumindest selbst raus ziehen.

Trotzdem benötigte er etwas, dass er lenken konnte,
also entwickelte er sich einen Speer, der gebündeltes Licht verschleudern konnte.

Er würde Stützen oder Pfeiler brauchen, um den 1. Raum zu stabilisieren und
vermutlich auch Lichtsphären die er gegebenen Falls,
da und dort mal platzieren konnte, damit die Orientierung leichter fiel.

Für die Pfeiler hatte er auch schnell eine Idee.
Die Entwürfe, die er sich für die Auffaltung des Raums ausgedacht hatte,
würden da möglicherweise noch hilfreich sein.

Das mit der Auffaltung des Raums würde ja so wie so noch warten müssen,
da er dafür ja absolute Ruhe benötigte, wie für viele seine anderen Experimente auch.

Als er all seine Vorbereitungen abgeschlossen hatte, machte er sich bereit, um wieder in die Finsternis zu treten.

„Diese geht. Die geht. Flackert. Hm. Die flackert auch? Diese auch?“, dachte Abraxas,
als er noch mal die Funktionen der leuchtenden Sphären kontrollierte.

Drei von den Dingern waren nicht ganz ok.

„Tja. Dann flackert sie eben. Blinklichter sind ja auch ein Signal“,
schloss er und packte sie zur restlichen Ausrüstung.

Die dimensionalen Stützen waren noch eingefahren und
bekamen dann ihre notwendigen Länge, wenn sie in Position gebracht wurden.

Dreieckige Platten, die durch eine frühe Konstruktion
mit Phi`s stabilisierenden Eigenschaften gefertigt wurden.

Alles Weitere würde sich zeigen.

Abraxas würde erstmal alles auf das kleine Plateau,
unterhalb des 1. Raums bringen und dann je eine Lichtsphäre und eine Stütze platzieren.

Die Stützen ausfahren und verankern, bis der 1. Raum wieder stabil war.

Würde Jachin helfen, müsste dass Alles recht zügig erledigt sein.

Wer weiß, vielleicht hätte er sogar noch mehr Verstärkung.

Wer weiß?

Er legte die Rüstung an, griff sich den Speer,
sein Baumaterial und seine nützlichen Dinge,
die er in Sein Netz gepackt hatte und trat in die Finsternis.




Finsternis.


Alles verschlingende Finsternis.

Abraxas aktivierte die Rüstung.

„Etwas besser. Ich werd mal die Leistung erhöhen“.

Da strahlte die Rüstung noch heller, doch schien das Licht nicht weiter zu kommen.

Als würde es nach wenigen Augenblicken gleich wieder verlöschen.

„Schlängelnde Schatten“, dachte Abraxas als er, die Grenze der Sphäre über sich,
entlang flog, um sich und seine nützlichen Dinge in Stellung zu bringen.


Die steinernen Säulen fielen weit in die Tiefe hinab und
der Anblick hätte Schwindel erregend sein können,
hätte die Finsternis die Strahlen des Lichts nicht unverzüglich wieder verschluckt.

Wie leer gefressen wirkte dieser seltsame Ort.

Finsternis, die von Wesen der Finsternis ausgehöhlt wurde.

Unentwegt.

Er suchte den Platz. Diesen Vorsprung, auf dem er schon mal gestanden hatte,
als er überlegte, wie er den 1. Raum stabilisieren könne.

Doch Abraxas konnte den Felsklotz nicht finden.

„Ach, auch egal. Muss doch nicht der Selbe sein.“ dachte Abraxas,
„ich muss nur alles überblicken können.“ als er sich
nachdenklich mit dem Finger über die Lippen tippte.


 

Doch das mit dem Überblick war leichter gesagt als getan.

Dieser Raum, der dadurch entstanden war,
dass ihn die Wesen der Finsternis unentwegt leer fraßen,
war darum auch ständigen Veränderungen unterworfen und so weitete er sich,
mit jedem Stück, welches aus ihm raus gebissen wurde, weiter aus.


 

So schwebte Abraxas einige Zeit unter seiner Sphäre, doch über dieser tristen Steinsäulenlandschaft,
von denen einige bis direkt an die Sphäre reichten und wieder andere,
mittig geborsten oder gar gebrochen waren, als wäre geradewegs etwas hindurch geflogen.


 

Schließlich suchte er sich eine der abgebrochenen Säulen und landete darauf.

Er legte sich seine nützlichen Dinge zurecht und wollte erstmal für mehr Licht sorgen,
drum holte Abraxas die vorbereiteten Lichtsphären hervor, um sie zu entfachen.


 


 

- So viele Schlangen -
 

Gewinde, Gewoge und Gewimmel in der Schlangengrube.
Tief unten zwischen den Steinsäulen.
Da wo Jachin und Boas ihr Nest hatten und
wo Dān´Dra zusammengeringelt in seiner Höhle lag und schlief.

 

Gepolter und tiefes Rumoren waren in der Ferne zu vernehmen,
welches schwer durch die Finsternis streifte.
Als würden Gebirge bersten.
Das waren Bul´Dra, Ygg´Dra und Sut´Dra,
die in den Weiten der Finsternis ihre chaotischen Bahnen zogen.


Hie und da konnte man vereinzelt, mal stärkeres, mal schwächeres Blitzen, oder Flackern wahrnehmen.
Das war Fio´Dra, die Schlange der Flame der Finsternis.
Dieses gefräßige Ding ließ es sich nicht nehmen, selbst von der Flame der Finsternis zu probieren,
weshalb Fio´Dra auch in die Flame der Finsternis gehüllt war.
Und wenn sie anderen Schlangen begegnete, so war deren wahrer Glanz zu erkennen.
Nicht alle hatte sie schwarze Schuppen.
Wenn sie ins fahle Licht der Feuerschlange kamen, glänzten einige von ihnen silbrig.
Andere wiederum, umgab ein Schimmer, als wären sie in einen Regenbogen getaucht.
Einige wirkten wie gefiedert und wieder andere hatten anmutige Schwingen.
Schuppen wie aus Glas oder wie rauchiger Kristall.

Und weit draußen, am äußersten Rand der Finsternis,
zogen Ourobo´Dra, Midgar´Dra und Naga´Dra ihre Kreisbahnen,
gelenkt von den Ketten Magnon´s.

„Siehzzt du, Boas? Da ist es wieder.“ zischte Jachin. „Seht ihr, wie ich sssagte.“

„Wo issst esss? Welches Leuchten? Du erzählst immer nur von Leuchten, wie zu Urzeiten?
Doch ich seh es nicht“ erwiderte der störrische alte Boas, in der Finsternis hockend, ins Nichts starrend.

„Schau von da, wo ich bin. In der Höhle wird dir doch der Blick verdeckt.“
meinte Jachin, während er Boas zu sich rüber zog.
„Da siehst Du. Dieser dunkle Rand, das ist einer der Säulen die Bul´Dra
einst durchschlagen hatte und da oben drauf, da ist mein Freund, der Mo´han.
Eine Lichtgestallt, verstehst du? Er trägt das Leuchten bei sich.“ bekräftigte Jachin aufgeregt.
„Er kann uns gegen die Alten helfen. Er kann die Dra´Sil umstimmen.
Und vielleicht kann er sogar Ourobo, Midgar und Naga befreien.“


So wanden sich die Schlangen die Säule empor, dem Leuchten entgegen.







  - Solider Stand -

 

Abraxas checkte seine Lichtsphären. Doch irgendwas stimmte nicht.
Wie in der Finsternis, war in seinen Sphären irgendwie der Wurm drin.

Das 3 von ihnen flackerten, schon klar. Aber paradoxer Weise
wollte keine der anderen ihren Dienst tun. Es würde sich eine Lösung finden.


„Hallo Mo´Han.“ begrüßte Jachin Abraxas. „Na, gibt´zzz ein Problem?“

„Keins, das nicht sich nicht lösen ließe“ entgegnete Abraxas, bevor er stocksteif erstarrte.

Der ungleich, größere Boas erhob sich direkt vor ihm und fixierte ihn mit kaltem Blick.
„Sooo, dasss ist alsssoo ein Mo´Han. Du sollst uns ja helfen können
mit den alten Dra´Sil“ fiel Boas quasi gleich mit der Tür ins Haus.


„Nicht so schnell, Boas“ flüsterte Jachin
„wir wollen ihn doch nicht bedrängen. Er hat hier etwas zu erledigen. Nicht wahr?“

„Genau.“ meinte Abraxas da etwas verschüchtert
und machte sich dann schnell daran die erste der Stütze vorzubereiten.

„So sso. Und was genau muss der Mo´Han denn machen?“ wollte Boas wissen.

„Nun, ich muss meinen Raum stabilisieren,
damit ich endlich mit meinen Experimenten weiter machen kann.
Und dazu muss ich diese Dinger hier ausrichten und ausfahren.“
Abraxas zeigte erst auf die Dimensionsstützen.
Dann blickte er kurz durch ein kleines Fernroh, welches ihm
die genaue Distanz zwischen Rand und Sphären angab
und stellte die erforderlichen Parameter auf der dreieckigen Platte ein.

„Jetzt müsstest du nur ein wenig auf die Seite gehen,
sonst reißt dir das Ding den Kopf ab, wenn die Teleskopfunktion aktiviert wird.
Und das wollen wir doch nicht.“ sagte Abraxas und mit einem eigentümlichen
Geräusch baute sich die Stützte an Boas Kopf vorbei auf,
dockte an die Sphäre an und wurde am oberen Ende der Steinsäule fixiert.


Dann suchte er ein weiteres Plateau, das noch stabil genug war und befestigte eine Weitere.

Eine Dritte in Position gebracht und bei der 4. und 5. das Selbe gemacht.

„Sehr eindrucksvoll“ sagte Jachin zu Boas,
während durch die Geräusche angelockt, Zen´Dra die Säule herauf kam.
„Was ist denn hier los?“ fragte Zen´Dra verblüfft.

„Der Mo´Han, große Mutter Zen´Dra. Er stützt seinen Raum des Lichts.“
entgegnete Jachin sogleich um Zen´Dra nicht zu erzürnen.

„Nun, gut. Aber haltet den Krach in Grenzen.
Nicht das ihr Dān´Dra weckt.
Ihr wisst das er dies nicht leiden kann.“ warnte Zen´Dra ihre Kleinen.

„Außerdem könnte er uns helfen, meine Brüder zu befreien.
Vielleicht kennt er einen Weg die Ketten Magnon´s zu lösen.“
meinte Jachin hoffnungsvoll.

„Was für Ketten?“ fragte Abraxas so gleich,
der plötzlich wie aus dem nicht wieder da stand.

„Die Ketten, welch Ourobo, Naga und Midgar gefesselt halten.
Die Ketten Magnon´s. Selbst Bul´Dra konnte sie nicht brechen.
Sein Bann scheint unüberwindbar.“ Erwiederte Zen´Dra und legte sich neben Boas ab.

„Wie soll denn dieser kleine Wicht die Ketten durchtrennen, Jachin?“

„Dachte ich mir auch schon. Er leuchtet doch nur. Wie das helfen soll?“
meinte Boas ungläubig,
doch da vernahm Zen´Dra den abgehackten Schrei Fio´Dras,
hinter sich und war auch schon alamiert.

Fio´Dra, angelockt durch das Gewimmel und die Geräusche,
steuerte direkt auf sie alle zu.
Tief schnaubend, holte sie Luft, um einen Flamenstoß vorzubereiten
und dann brüllte sie auch schon los.
Sut´Dra und Bul´Dra wurden, durch den Schrei der Feuerschlange ebenfalls aufmerksam auf das Geschehen.

 




 

- Konflikte -


Abraxas hatte plötzlich nur noch Schuppen vor den Augen.
Riesige, die immer größer wurden und auf ihn zuschnellten.
Zen´Dras Schwanz hatte aus geholt und ihn zur Seite gepeitscht,
ehe Abraxas der lodernde Flammenstoß abbekommen hätte.


Mit einem unheimlichen Getosse ging der Feuerball,
einem Feuersturm gleich auf Abraxas „Baumaterial“ nieder.

Jachin kam in Windes Eile zu Abraxas gezischt, um ihm zu helfen,
während Zen´Dra bereits zum Gegenangriff überging
und Fio´Dra mit voller Wucht rammte, um sie weiter draußen in
der Finsternis zu bekämpfen,
damit der größte Lärm von dem schlafenden Dän´Dra ferngehalten würde.


„Issst alless Ok? Geht es dir gut?“ fragte Jachin Abraxas so gleich
und half ihm wieder auf die Beine.
„Du musst Zen´Dra verstehen.
Sie wollte dir nichts Böses“ erklärte Jachin,
den Schwanzhieb der großen Zen´Dra. „Doch sssonst hätte Fio´Dra dich verbrannt.“

„Nein, nein. Nichts Passiert. Was ist den hier auf einmal los.“
Fragte Abraxas noch etwas benommen von der harten Landung.
„Wir müssen uns bereit machen. Sie greifen uns an.“ Sagte Jachin.
Boas war, seinerseits, auch schon dabei,
Sut´Dra entgegen zukommen, um sie und auch Bul´Dra abzufangen.

„Los schnell, wir müssen uns beeilen“ meinte Jachin
und zischte Zen´Dra und Boas hinterher.
„Wenn du Ygg´Dra begegnest, sieh ihr nicht in die Augen“
warnte Jachin Abraxas noch als er hinfort schnellte.


Abraxas kontrollierte seine Rüstung,
holte flugs seinen Speer vom Plateau und schwang sich auf,
 den Schangenwesen hinterher.


Die Feuerschlange war von Zen´Dra schon weit raus
gedrängt worden und Sut´dra folgte ihr bereites, dank Boas.


Bul´Dra hatte sich jedoch in Boas Schwanz verbissen,
doch Jachin war schon im Anflug, der plötzlich aufwärts schnellte,
sodass er Bul´Dra direkt in die Kehle donnerte.


Bul´Dra schnappte das Maul auf und sie ließ irritiert, von Boas ab.


Ehe sie sich’s versah, knallte Zen´Dra, die einen weiten Bogen gemacht hatte,
um Schwung zu holen, in Bul´Dras Bauch und schob sie so,
eben wie Fio´Dra, vor sich her, weiter raus in die Finsternis.


So viel konnte Abraxas noch erkennen, bevor Mutter Zen´Dra, Bul´Dra ins aus katapultierte.


„Komm schnell her und hilf mir“ rief Jachin Abraxas zu sich,
der sich bei Boas Schwanzspitze befand.
„Bitte, schnell, du musst helfen. Bul´Dra hat ihn giftig gemacht.“ bat Jachin verzweifelt.


„Aber ich kann nichts machen. Ich wüsste nicht mal,
was ich tun könnte“ meinte Abraxas schockiert, dennoch nachdenklich.


„Du, Mo´Han. Du Lichtwesen?“
fragte Jachin, quasi rethorisch.


„Ehm, ja.“ Meinte Abraxas, erst nicht verstehend,
worauf Jachin hinaus wollte.


„Du machst Licht. Licht heiß! So brennen Gift aus Boas. Sseni?“
und verlieh seiner Aufforderung mit einem Kopfnicken etwas Nachdruck. „Bitte.“


Abraxas nahm seinen Speer, warf einen kurzen Blick darauf
und erwiderte „OK, ja.
Dass kann ich versuchen.“
Er aktivierte den Speer und ließ ihn nur „anglühen“,
sodass sich die Spitze aufheizte und der Speer
ein zyklisch pulsierendes Brummen von sich gab.


Zischend, glitt die heiße Klinge ins Fleisch von Boas,
da wo vor kurzem noch Bul´Dras Giftzahn gesteckt hatte.


Boas jolte laut auf. „Ahuuu-aa. Was macht ihr denn?
Dass schmerzt ja mehr als der verdammte Zahn.“


„Hör nicht auf ihn. Dass ist nur das Gift, dass da aus ihm spricht“
meinte Zen´Dra, die sich zu ihnen gesellte.


„Ja Richtig. Boas immer zimperlig." sagte Jachin erleichtert kichernd.


„Gut gemacht, Mo´Han“ sagte Zen´Dra anerkennend
zu Abraxas, während Jachin sich Boas zu wannte.


„Zum Glück hat ihn nur ein Zahn getroffen“


„Dass mach ich doch ger..“ wollte Abraxas sagen, doch da meinte Zen´Dra,
flüsternd weiter „Du musst wissen.
Boas hat schon öfter den Zahn von Bul´Dra zu spüren bekommen.
Gut, dass endlich jemand dieses Gift hat aus brennen können.
Weist du, er wurde langsam schon fast verrückt.
Immer mürrischer und übel gelaunter. Doch dass wird sich jetzt, dank dir, bessern.“


„Nun wenn dass so ist, war es mir eine um so größere Freude.“
sagte Abraxas verblüfft, angesichts der Tatsache,
dass einige dieser Schlangen sehr viel größer waren als er selbst.


Um nicht zu sagen, gewaltig.


„lass uns zu diesen Spinnern da nach vorn gehen,
dass ist sicherer“ schlug Zen´Dra vor, als sie sich zu Boas Kopf schlängelte.


Abraxas folgte ihr.


 

„Siehst du, er hat dich sogar gerettet!“ prahlte Jachin rum,
während Zen´Dra sich einmal um sie alle herrum legte.


„So ist das etwas sicherer doch wir müssen auf der Hut sein.
Mo`Dra und Van`Dra sind auch noch da draußen.
Und nicht zu vergessen Ygg´Dra. Ygg´Dra ist Blitz schnell.
Also sei achtsam. Blick ihr nicht ins Auge.
Sonst zieht sie dich unweigerlich in die Endlosigkeit der Finsternis.“
erklärte Zen´Dra schließlich, zu Abraxas gewannt,
um ihn wenigsten ein bisschen auf die schwer einzuschätzende Ygg´Dra vorzubereiten.
Ygg´Dra war nicht groß, so wie einige der anderen Dra´Sil.
Doch Ygg´Dra war verflucht schnell, Abgrund tief verschlagen, ja, sie war die Alles verschlingende.


Fiel der Blick, dieses tief Schwarz glänzenden Auges auf einen,
riss die Macht von Ygg´Dra´s Auge einen in die schwärzeste Finsternis.
In die Verdammnis. Ohne Hoffnung auf Wiederkehr.


Boas schien langsam zu sich zu kommen und auch
die mentale Wirkung des Gift schien in des zu verfliegen.


Boas Schuppenhaut bekam wieder etwas mehr Glanz und
seinen Maulwinkeln konnte man beinahe ein lächeln ansehen.
Fast unmerklich, noch schwach, doch es war da.
Jachin gab Abraxas eine der ausgebrochenen Schuppen von Boas.


„Hier, du bist geschickt. Vielleicht kann sie dir für etwas nützlich sein.“
Sagte Jachin, als er Abraxas die Schuppe reichte.


Erst zwinkerte Boas nur, doch dann öffnete er langsam die Augen.
„Mo´Han. Ja, du bist es. Das Lichtwesen.“ Und „Hab Dank, Mo´Han.“ Sagte Boas leise.


„Nochmals, gern geschehen. Es freut mich, dass ich dir helfen konnte
und dass es dir wieder besser geht“ entgegnete Abraxas.

„Ja, mich auch. Und zum Dank will ich dir ein Geheimnis anvertrauen.
Da draußen, da ist noch eine stärkere Macht als
Fio´Dra,
als Bul´Dra, als Ygg`Dra,
ja selbst stärker als die große Zen´Dra.
Einst kamen seine Ketten und fingen einige von Uns ein.
So wurden unsere Geschwister Naga, Midgar und Ourobo`Dra
mit Ketten gebunden, die Er führt.“ holte Boas etwas aus.

„Er?“ fragte Abraxas und schloss gleich darauf
„..Du meinst Magnon. Nicht war?“ sagte er dann schnell. „Du meinst Magnon.“

„Ja genau. Magnon. Der Oberste.“ entgegnete Boas
und erklärte noch ein wenig ausführlicher.
„Er zwingt ihnen mit den Ketten seinen Willen auf.
Er bestimmt ihre Bahn und führt sie in der Finsternis, doch nur zu seinem Zweck.
Um den Raum zu weiten.
Doch Du solltest die Ketten brechen können und
du solltest Magnon auch seine Macht nehmen können.“ beschwor Boas.

„Und wie soll dass gehen. Ich kann doch nur leuchten“ entgegnete da Abraxas etwas bissig.


Da erst erkannte Boas den Mo´Han richtig.
Dinge, die er durch den Rausch des Schlangengiftes
von Bul´Dra fast vergessen hatte, schossen ihm wieder ins Bewusstsein.

„Ich kenne deinen wahren Namen“ sagte da Boas.


„Mo´Han doch keinen Namen hat!“ meinte Jachin unwissend
und beharrte drauf
„issst doch Mo´Han!“ so ergänzte er seine eloquente Ausführung
und bekräftigte noch Kopf schüttelnd „issst sicher noch Giftwirkung. Bestimmt.“


„Dein wahrer Name..“ sagte da Boas ungebremst
„…ist Abraxas. Du bist der, welcher über die Zeit erhaben ist.“


Und die Verwunderung war groß, denn Abraxas war überrascht
und ein wenig geschmeichelt, das man seinen Namen kannte.
Zen´Dra war verblüfft, das der junge Boas diesen alten Namen überhaupt kannte,
der ja weit in die Zeit ihrer Entstehung zurück reichte
und so verspürte die ehrwürdige Mutter Zen´Dra seit Ewigkeiten in der Finsternis,
endlich mal wieder Hoffnung.
Und Jachin war verblüfft, weil er diesen Namen noch nie gehört hatte.


Wenn er die Ketten und den Bann brechen könnte,
würde er vielleicht sogar Dān`Dra besiegen, oder wenigstens besänftigen können,
so dass Apei endlich wieder seinen angestammten Platz würde einnehmen können.


„Ich kenne dich“ fuhr Boas fort „Weil du mich ebenso kennst.
Zumindest einen Teil von mir. Und wenn dir Boas nichts sagt, dann ja vielleicht Phi´Boas.“


„Phi´Boas? Phi???“ fragte Abraxas „Aber wie kann das sein?“ verwunderte er sich.

„Ich bin so zu sagen Phi´s Gegenstück.
Er ist die Kontur der Spirale und ich bin der Raum dazwischen, könnte man sagen.
So trage ich auch seine ewigen Eigenschaften. Aber ich denke Du verstehst schon.
Doch so wie von mir, muss es auch ein Gegenüber von dir geben, denke ich.
Verstehst du was ich meine?“ Erklärte Boas weiter.


Doch Abraxas wollte noch nicht ganz dahinter kommen, wie Boas dies nun meinte.


„Magnon ist eine Wirkkraft, ungleich größer als dass, was wir je gesehen haben.

Doch dein Licht, kann unter Umständen heiß genug werden,
das du seine Macht zerstreuen kannst“ wurde Boas konkreter.


„Du meinst Abraxas ist Magnons Gegenstück?“ fragte Zen´Dra neugierig.

„Ja.“ Entgegnete Boas der ehrwürdigen Mutter prompt.


„ bedeutet, wenn Magnon sie gebunden,…“
wollte Jachin weiter ausführen.


„…dann kann er sie brechen“ gigste Zen´Dra erfreut,
über die Tatsache, dass möglicherweise all ihre Kleinen, bald wieder frei sein würden.


„Gut. Ich werd´s versuchen. Aber ich kann euch nichts versprechen.
Und ihr müsst mir helfen.“ sagte Abraxas zustimmend.

„Und wichtiger noch. Ihr müsst mich beschützen."

Boas schwenkte den Kopf einmal quer durch die Runde, sah das zustimmende Nicken der Anderen und seufzte "an mir soll's nicht scheitern, also denke ich, wir wagen einen Vers...
Ah, ha aaaah." brach Boas plötzlich ab.
Er pullte mit der Zunge im Maul rum und meinte dann erfreut, "Aah" und mit einem "tfff" da spuckte er eine Schuppe von Sut'Dra aus, die ihm zwischen den Zähnen stecken geblieben war, direkt vor
die Füße des Mo'Han.

Diese war fast so groß wie Abraxas Oberkörper.


"Hier. Benutzte sie doch als Schild" sagte Boas, erfreut darüber, dass er sich erkenntlich zeigen konnte, weil ihm sein leben gerettet wurde.

"Danke, aber ich hab schon einen Schild" meinte Abraxas und wollte auf die Rüstung verweisen, doch da sagte Boas fast schon gekränkt, "Na und jetzt hast du eben noch einen!"

"Sut'Dras Schuppen sind besonders
stark. Er wird dir gute Dienste leisten." sagte Zen'Dra vermittelnd.

"Ja genau. Sut'Dra zähes Biest. Mach dein Zeichen drauf. Bringt Glück für den Kampf meinte Jachin noch um wirklich gut gewappnet zu sein.
Auch im Geiste.
Denn sie würden sehr listig sein müssen.
Ein guter Plan müsste her, um die restlichen Dra'Sil zu überwinden und die Ketten zu durchtrennen.


Sie würden Abraxas Baumaterial holen und sehen ob da eventuell noch nützliche Dinge dabei waren, die sie für dieses Unterfangen brauchen könnten.

Ebenso würden auch gegen den Sog der Dunkelsphäre ankommen müssen, in der die Ketten verankert waren und die anderen Enden, welche die Schlangen fixiert hielten.
Durch deren Zug an den Ketten und der daraus resultierenden Flugbahn der Schlangen, wurde so die Dunkelsphäre an Ort und Stelle ruhig gehalten.


Vor Fio'Dra würden sie eine Weile sicher sein. Ebenso würden Sut'Dra und Bul'Dra noch etwas brauchen , um aus der Tiefe der Finsternis zurück zu gelangen.

Also würden sie es mit dem dicken Wurm Mo'Dra zu tun bekommen. Doch vorher würde
Van'Dra oder Thulsa'Dra noch einen Blitzangriff starten, um die Angreifer einzuschätzen und dann den anderen Bericht zu erstatten.
So viel war klar.


Und dann war da noch Ygg'Dra.

Die einäugige Ygg'Dra.

Sie hatte ihr Auge beim Kampf mit Apei verloren.
Apei hatte es ihr ausgestochen, wofür er von Magnon verbannt wurde. Doch das Auge, hatte Zen'Dra wohlbehütet in ihrem Maulwinkel versteckt.

Das war mit ein Grund, warum Ygg'Dra so gefährlich war.

Sie war rasend vor Wut.






 - Schlangen an Ketten -


Wild, walkten die massigen Ketten an der kaum zusehnenden Dunkelsphäre, die nur an der leicht schimmernden Silhouette, zu erahnen war.

Ein Glitzern wie die Lichtstrahlen einer Korona, die durch den sich so eben niedergeschlagenen Morgentau fallen.

Die Dunkelsphäre selbst, war wie an die Decke geklebt.

Alles oberhalb der Dunkelsphäre selbst, war nur kaum zu erkennen, da der Sog der Sphäre auch jegliches Licht verschlang.

Nur an diesem feinen Rand, an dem das bisschen Licht gerade noch dem Gravitationsfeld der Sphäre entfliehen konnte, war dieses merkwürdige Ding, aus zu machen.

"Das ist ja Finsterer als In Mo'Dras Hinterbacken" meinte Abraxas, der sein kleines Fernrohr zückte, um einen näheren Blick auf eigenartige Gebilde, die Dunkelsphäre werfen zu können.
Dann ging er wieder in Deckung und wollte sich mit den Andern beraten.




------

Whats Next

- Intermezzo mit Magnon

- Die Lage, die Lage, die Lage

- Abbild und Schatten

- Sho´s Tempel



Da k
ommen dann noch einige Passagen,

doch bei Interesse, geht es mit "Dynastie von Licht und Schatten" weiter.

Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe ich konnte euch gut unterhalten.
Lieben Gruß
Flo ;) aka  #Nemo05

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.06.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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