Heinz-Walter Hoetter

Die vermeintliche Last des Lebens

Es war einmal ein erwachsener Sohn, der hatte einen alten, aber sehr weisen Vater.

Eines Tages kam der Sohn zu ihm und sprach: "Vater, ich habe das Gefühl, dass mir mein Leben wie eine schwere Last auf den Schultern liegt. Manchmal fürchte ich mich davor, dass ich unter dieser Last zusammenbrechen werde. Was soll ich tun, damit es mir wieder besser geht?"

"Mein lieber Sohn", sagte der Alte mit einem nachdenklichen Lächeln, "das Leben ist an sich so leicht wie eine Seifenblase, die vom Wind davon getragen wird."

"Das mag schon sein, Vater. Ich habe auch großen Respekt vor deinen weisen Worten. Dennoch glaube ich, dass du dich vielleicht irrst. Ich spüre doch jeden Tag die erdrückende Last auf meinen Schultern. So sage mir doch endlich, was ich tun kann, damit ich mich von dieser Last wieder befreien kann."

"Ach Sohn", seufzte der Vater sanft lächelnd, "was soll ich dir denn sagen? Sind es nicht die Menschen oft selber, die sich die schwere Last auf ihre Schultern laden?"

"Aber Vater, wenn ich..."

Der Vater sah seinen Sohn jetzt tief und eindringlich in die Augen, legte sogleich den rechten Zeigefinger auf die geschlossenen Lippen und deutete seinem Sohn damit an, er solle nicht mehr weiter reden.

Schließlich sprach der Alte: "Mein lieber Sohn, so höre mir jetzt genau zu. Die vielen Wenn und Aber sind es, die du ständig vorbringst, welche zu deiner schweren Last werden, die du tragen musst."

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.06.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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