Karl-Heinz Fricke

Freitag der Dreizehnte

Ein wenig abergläubisch bin ich schon, wenn ein Dreizehnter auf einen Freitag fällt. Ich bin allerdings immer zur Arbeit gefahren und habe mich nicht im Bett verkrochen. Meine Frau dagegen behauptet die Dreizehn sei ihre Glückszahl. Am 13. Juni , einem Fretag,wurde  an ihrem rechten Auge der Graue Star entfernt und weil sie nur noch das rechte Auge hat, war es natürlich kritisch, dass die Operation erfolgreich verläuft, was bei ihrem linken Auge durch einen Fehler des Arztes zur totalen Erblindung des Auges führte. Der Sehnerv wurde dabei zerstört. Der Graue Star am rechten Auge wurde erfolgreich entfernt. Das rechte Auge jedoch ausserdem mit Makula Degenation behaftet und ausgerechnet am 13. Juli, einem Freitag, sollte ich sie nach dem 70 km entfernten Nelson zur Behandlung  fahren, wobei sie alle zwei Monate drei Spritzen direkt ins Auge bekommt, die die Erkrankung aufhalten sollen.. Meine  Wagenlenkung nach Nelson wurde allerdings durch einen plötzlichen Wasserrohrbruch im Hause  verhindert und eine nette Nachbarin fuhr meine Frau nach Nelson, während ich auf den Klempner warten musste, der  innerhalb einer Stunde die Reparatur und Auswechslung des Außenwasserhahns ausführte.  Ich hatte natürlich sofort das Wasser abgestellt aber es war schon in einer beträchtlichen Menge unter die Teppiche des Untergeschosses eingedrungen. Der Grund für den Rohrbruch war Frost, der im Außenwasserhahn durch Eis eine Verdickung verursacht hatte. Dadurch entstand ein Riss aus dem das Wasser frei ausströmen und sich ergießen konnte.Im Hause musste ein Stück vom Paneel entfernt werden, um an die Bruchstelle heran zu kommen.  Nun begann die Sauarbeit das Wasser vom Teppich zu entfernen. Im Gäste Schlafzimmer ist der Fussboden erhöht und der Teppich war ziemlich trocken. Das Wasser drang jedoch an einer Stelle unter den Fussboden auf den Zement, lief durch die Scheidewand in den größeren Gesellschaftsraum, in dem der Zementfussboden  mit einem Teppich belegt ist.Mit Hilfe eines großen Schwammes konnte ein Teil des Wassers entfernt werden. Ein Absauggerät schaffte es dann, das meiste  Wassers zu entfernen, sodass nur noch die Oberfläche des Teppichs feucht war. Wir mieteten dann einen starken Fan, der den Rest der Feuchtigkeit nach mehreren Stunden beseitigen wird  Ich war den ganzen Tag mit dem Wasser und anderen Arbeiten beschäftigt. Nicht so einfach, wenn man alt ist. Es wäre ja bequemer in einem Schaukelstuhl in einem Heim zu sitzen, aber da säße man nur um auf den Sensenmann zu warten. Unsere allgemeine Gesundheit lässt es noch zu, dass wir  in unserem gemütlichen Haus verbleiben können. Der Teufel wird uns noch früh genug holen. So können wir nur hoffen, dass nicht jeder Freitag mit einer Dreizehn zu einem Unglückstag wird.

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