Wilhelm Westerkamp

Hegel - ein merkwürdiger Mann?

Gleich zu Anfang seines Vortrages “ Hans-Georg Gadamer – Hegel. Der Idealismus der Freiheit “ machte sich der Professor über Hegels schwäbische Herkunft lustig (so wurde Hegel ja bekanntlich 1770 in Stuttgart geboren). Vor allem den Dialekt den die Schwaben so oft artikulieren würden, wenn sie dieses “Hanoi” sagen würden, was so viel wie „Ja und Nein“ bedeutet, bezog Gadamer direkt auch auf Hegel, in dem er meinte, “ das er dies doch als Schwabe verkörpert hätte,” welches zu einem erstauntem Lachen im Auditorium führte. Weiterhin führte Gadamer über Hegel aus, er wäre wohl ein “merkwürdiger Mann “ gewesen, der der Zwiespältigkeit anheim gefallen wäre und deshalb (wie oben bereits erwähnt), zu allem was er sagte mit “ Ja und Nein “ antwortete, weil wohl seine Einstellung zu den Dingen, dem zu Folge sehr zögerlich und pedantischer Natur waren und seine philosophischen Werke zur damaligen Zeit, deshalb kaum zu verstehen waren.
Gadamer machte Hegel mit seinen spitzen Bemerkungen unmöglich und dichtete ihm desweiteren einen “ zweifelhaften Ruf “ an, welches in den Augen Hegels bald schon einer Diskreditierung seines Berufsstands gleichkommen würde.
In der Art und Weise wie Gadamer hier versucht Hegel einfach wegzudiskutieren und dieses Genie zudem irgendwie schlecht reden zu wollen, wird Gadamer spätestens zu diesem Zeitpunkt polemisch gegenüber dem Hochschul-Gelehrten. Denn man merkte Gadamer doch deutlich an, wenn er über Hegel sprach, das er dabei nicht unbedingt in einen “ Freudentaumel “ verfiel, sondern große Mühe hatte, über Hegel sachlich zu dozieren. Hatte der Philosophie-Professor anscheinend seine liebe Mühe mit diesem Hegel überhaupt, doch wer hätte dies nicht, mit solch einem Geist, mit solch einem Genie? Das Hegel jedoch ein “Genie” gewesen wäre, erwähnte Gadamer wohl aus gutem Grund in seinem Vortrag mit keiner einzigen Silbe, was aber den Verdacht nährt, das sich Gadamer vielleicht selber für eines hielt.

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