Lisa Marie Kormann

Ein jähes Ende

Nach einem anstrengenden Tag war ich eines Abends froh, als ich endlich zu Bett gehen konnte. Ich betete noch an meiner ganz eigenen Gedenkstätte für meine Mutter, die vor einem Monat vergewaltigt und schließlich ermordet wurde. Den Mörder hat man nie gefunden. `Mmmh, vielleicht lauert er hier in der Gegend ja noch herum? ` dachte ich mir. Dieser Gedanke jagte mir gleich einen gewaltigen Schauer über den Rücken. Kurz dachte ich an meine Mutter und beobachtete dabei den Schein der Friedhofskerze, die ich immer an meiner Gedenkstätte anzündete. Nachdem ich immer müder wurde, beschloss ich mich nun schlafen zu legen. Als ich die Kerze ausblies, verschwand ich auch schon ins Bett. Erst das Zerschmettern von Glas ließ mich hochfahren. Ich blickte zum Fenster. Es stand offen und frischer Wind wehte mir durchs Haar, als ich an die Fensterbank trat. Ich bemerkte einen Schatten, der am Fenster entlangging. Schnell schloss ich das Fenster und wünschte mir, dass das nur ein böser Traum war. Ich tappte zurück zum Bett, als plötzlich meine Schlafzimmertür losgerissen wurde und eine große schwarze Gestalt immer näher kam. Ich erschrak und versteckte mich immer weiter unter meiner Bettdecke. Ich konnte mich kaum wehren, als die Gestalt mir mein Nachthemd auszog und mich vergewaltigte. Ich schrie auf und wollte mich aus meiner Situation befreien, als ich plötzlich eine silberne scharfe Klinge aufblitzen sah. „Nein, nein!“, schrie ich verzweifelt und wollte zur Tür rennen, als mich mein Vergewaltiger von hinten überwältigte und schließlich das Messer in meine Brust stach. Langsam sackte ich zusammen, bis ich nichts spüren konnte und schließlich alles in mir ausgelöscht war.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.07.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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