Claudia Grosjean

Mutterkühe - Kälber nicht streicheln

Wandernd unterwegs zum Halsensee, Binntal, Wallis, Schweiz

..und ein Mäuslein querte meinen Weg. 
Aber auf dem Weg, und von dort wollten sie einfach nicht weggehen: Mutterkühe mit ihren Kälbern! Zuvor warnte ein Schild "Mutterkühe - Kälber nicht streicheln". Ich versuchte möglichst unauffällig zu wirken und ging einfach auf dem Weg weiter. Aber die Kühe auch. Der Weg ist auch für sie praktisch. Sie stehen dort und grasen links und rechts. Ich hätte die Herde wohl weit umgehen können, aber das Gras war hoch und voller Brennnesseln und meine Waden nicht von Hosenbeinen geschützt. Also setzte ich mich auf einen Baumstrunk und wartete. Ich wollte den Kühen signalisieren: Schaut nur wie harmlos ich bin, ich warte einfach da und mache euren Kälbern nichts. Geht nur weiter. Aber sie kamen zu mir! Zuerst die Kälber, ausgerechnet! Dann ihre Mütter, die sie wegbugsierten. Und die blieben dann bei mir stehen, glotzten mich an. Ich blickte zu Boden, wie eine fromme Frau vor einem fremden Mann. Meine Blicke sollten auf keinen Fall provozieren! Aber jetzt hob die eine Kuh ihr Hinterbein, stampfte auf. Ihr passte meine Präsenz nicht. Jetzt das Vorderbein. Ich sah schon den Zeitungsartikel von der von einer Kuh bewusstlos getretenen Wanderin. Da hörte ich Menschenstimmen hinter mir. Zwei Frauen umgingen die Herde durch die Brennnesseln. Ich folgte ihnen, Brennnesseln-Brennen ist das kleinere Übel, als das, das ich mir schon ausmalte. 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Claudia Grosjean).
Der Beitrag wurde von Claudia Grosjean auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.07.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Unser aller Erbe: Kriminalroman von Torsten Jäger



Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Tiergeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Claudia Grosjean

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

TINI von Christine Wolny (Tiergeschichten)
Ein Morgen, wie fast jeder andere von Monika Hoesch (Impressionen)